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90 Jahre Bienenzuchtverein Inzell

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Inzell. Mit Zuversicht blickt der Vorsitzende des Bienenzuchtvereins Inzell, Robert Birnbacher, im Jubiläumsjahr in die Zukunft. Nach seinem Bericht zur Jahreshauptversammlung wurde der Altersdurchschnitt im Verein von 67 Jahre im Jahre 2008 auf derzeit 56 Jahre gesenkt. Im Jahr 2013 betreuten die 24 Vereinsmitglieder rund 174 Bienenvölker. Die widrigen Witterungsverhältnisse mit Schneefällen und Kälte an Ostern und dem später folgendem Hochwasserereignis verwehrten den Bienen zunächst einen einschlägigen Nektareintrag. Etwas unverhofft honigte dann doch noch im Spätsommer die Fichte, was auf der Gegenseite zur Folge hatte, dass man erst etwas später abschleudern konnte und sich dadurch auch die Varroa-Behandlung nach hinten schob.


Neben seiner Tätigkeit als Imker und Vorstand will Birnbacher weiterhin auch mit seinen Führungen für die Inzeller Touristik GmbH Öffentlichkeitsarbeit für die Bienenzucht leisten. Der gemeinsame Imkerstammtisch mit den Ruhpoldingern soll auch in Zukunft die Möglichkeit zum fachlichen Austausch bieten. Anlieferungstag für zu begattende Carnica-Königinnen auf der Belegstelle Thorau wird dieses Jahr jeweils am Dienstag sein. Aus feierlichem Anlass des 90. Gründungsjubiläums findet am 21. September in Inzell der Verbandstag der Bayerischen Bienenzüchter statt. Der Kassenbericht von Fridolin Plenk bescheinigte dem Verein solide und überschaubare Finanzen.

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Vorstandschaft einstimmig wiedergewählt

Bürgermeister Martin Hobmaier würdigte den Bienenzuchtverein für seine wertvolle Arbeit für den Naturschutz und sicherte dem Verein seine Unterstützung für die Verbandstagung zu. Bei den Neuwahlen wurde die Vorstandschaft einvernehmlich wiedergewählt. Vorstand bleibt demnach Robert Birnbacher, zweiter Vorstand Valentin Plenk, Kassier Fridolin Plenk, Schriftführerin Walburga Maier und neue Kassenprüfer wurden Johann Plenk und Heinrich Maier.

Der Kreisvorsitzende der Bienenzüchter, Peter Bichler, beklagte das Abstimmverhalten der regionalen »Volksvertreter« in der schwarz-roten Bundesregierung zur Genmaissorte 1507. Auch die Kommunalpolitiker stünden hier in der Verantwortung, die mehrheitliche Position der Bürger gegen die grüne Gentechnik mit entsprechendem Nachdruck bei ihren Parteispitzen einzufordern. Besonders die sensible Honigbiene brauche eine intakte Umwelt. Skeptisch sehen die Imker auch dem EU-Freihandelsabkommen mit den USA gegenüber. Der Präsident der deutschen Erwerbsimker, Walter Haefeker, werde hierüber in Teisendorf und wohl auch beim Verbandstag in Inzell referieren. Zum Abschluss bat der Kreisvorsitzende um erhöhte Wachsamkeit bezüglich der Varroa-Milbe, die sich heuer wohl sehr rasch vermehren könnte.

Der Bienenstand im Landkreis ist gesund, fuhr Gesundheitswart Wolfgang Lewald fort. Es seien zur Zeit keine meldepflichtigen Bienenkrankheiten zu verzeichnen. Wegen des Problems mit der Varroa-Milbe wurde eigens eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die neben altbewährten auch neue Verfahren in Sachen Varroa »vortesten« will. Aus Inzell wird Karin Kirmse diesem Arbeitsteam angehören. Im Anschluss an die Versammlung fand eine Fortbildung zum Thema Schwarmverhinderung und Ablegerbildung mit Verbandsvorsitzendem Franz Vollmaier statt.