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8557 Euro für die Pflege der Kriegsgräber gesammelt

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Die Verdienstspange in Weißgold des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge erhielt Franz Heisinger (links) vom Bezirksgeschäftsführer des Volksbunds, Jörg Raab (rechts). In der Mitte der Kreisvorsitzende des Volksbundes, Toni Eckart.

Traunstein. Bei der Haus- und Straßensammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge 2012 war in der Stadt Traunstein der stattliche Betrag von 8557 Euro zusammengekommen. Da dies nur durch den Einsatz von ehrenamtlichen Sammlern möglich wurde, hatten der Volksbund und die Stadt sie als »Ausdruck der Dankbarkeit für das fantastische Ergebnis«, wie es Oberbürgermeister Manfred Kösterke ausdrückte, zu einem Empfang ins Rathaus eingeladen. Zu diesem Anlass wurde der Sammelbetrag an den Geschäftsführer des Bezirksverbands Oberbayern des Volksbundes, Jörg Raab, symbolisch übergeben. Für seinen langjährigen Einsatz für den Volksbund wurde Franz Heisinger von der Krieger- und Soldatenkameradschaft Haslach mit der Verdienstspange in Weißgold ausgezeichnet.


Wie aktuell das Thema sei, werde in diesen Tagen angesichts des 70. Jahrtages des Endes der Schlacht um Stalingrad deutlich, erklärte Kösterke. Dabei seien viele Soldaten »auf dem Feld der Ehre«, wie es damals geheißen habe, zurückgeblieben. Wichtig sei, dass die Arbeit des Volksbundes durch die ehrenamtlichen Sammler unterstützt werde. Er freute sich deshalb, dass es in Traunstein ein Bündnis aus Franz-von-Kohlbrenner-Mittelschule, Annette-Kolb-Gymnasium, Chiemgau-Gymnasium, den Krieger- und Soldatenkameradschaften Haslach und Kammer, der Gebirgsschützenkompanie Traunstein sowie aktiven Soldaten der Bundeswehr gebe, damit der Volksbund seine Arbeit zum Erhalt der Kriegsgräber, aber auch seine Informationstätigkeit erledigen könne.

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Mit einem Film erinnerte Geschäftsführer Raab ebenfalls an den Kampf um Stalingrad, bei dem etwa 150 000 deutsche Soldaten fielen und 100 000 in russische Kriegsgefangenschaft gerieten. Davon kehrten nur etwa 6000 nach dem Krieg zurück. Der Volksbund hat bei dem Dorf Rossoschka eine Kriegsgräberstätte für rund 50 000 deutsche Soldaten errichtet. Er ist einer von 825 Soldatenfriedhöfen mit 2,5 Millionen Gefallenen, die der Volksbund weltweit unterhält. »Zu unseren Aufgaben zählen zudem die Betreuung von Angehörigen, die Klärung von Vermisstenschicksalen sowie die Jugend- und Schularbeit mit historisch-politischer Bildung«, so Raab. Da die Arbeit des Volksbundes lediglich zu 20 Prozent von der öffentlichen Hand unterstützt werde, sei er auf die Spenden der Bürger angewiesen.

In Oberbayern haben die Sammlungen im vorigen Jahr 777 500 Euro erbracht. Ein Jahr zuvor seien es noch 802 000 gewesen. Erfreulich sei, dass in der Stadt Traunstein das Spendenaufkommen von 8385 Euro auf 8557 gesteigert werden konnte. Bester Sammler war Hans-Joachim Mallwitz von der Gebirgsschützenkompanie Traunstein mit 1781 Euro.

Unter den 3337 Sammlern in Oberbayern belegte er damit den sechsten Platz. Neben ihm wurden Julia Meyer und Kathrin Will vom Annette-Kolb-Gymnasium, Luisa Gulden vom Chiemgau-Gymnasium und Johann Sedlmeier von der Gebirgsschützenkompanie Traunstein geehrt. Bjr