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8500 Quadratmeter, 6649 Module

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Die neue Photovoltaikanlage in Bergen-Enthal ist seit Ende April in Betrieb. Jetzt wurde sie offiziell eingeweiht. (Foto: Humm)

Bergen. Der Landkreis Traunstein kommt gut voran mit der Steigerung der dezentralen Nutzung regenerativer Energien. Davon haben sich bei der Einweihung der neuen Photovoltaikanlage auf der ehemaligen Deponie Bergen-Enthal die Besucher überzeugen können.


Die vor langer Zeit stillgelegte und mit einer Oberflächenabdichtung versehene ehemalige Mülldeponie des Landkreises ist mit ihren rekultivierten Flächen ein idealer Standort für einen Solarpark. Das zeigte auch eine Studie auf, die 2012 im Auftrag des Bayerischen Landesamts für Umwelt erstellt worden war. Träger der Anlage ist die Wohnungsbau GmbH des Landkreises Traunstein.

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Gesamtbaukosten beliefen sich auf 1,4 Millionen Euro

Die Gesamtbaukosten beliefen sich auf rund 1,4 Millionen Euro, Baubeginn war im März, die Inbetriebnahme erfolgte Ende April. Die 8500 Quadratmeter große Anlage besteht aus insgesamt 6649 Modulen. Ihre maximale Leistung beträgt 1210 Kilowatt-Peaks, an jährlicher Stromerzeugung werden 1,2 Millionen Kilowattstunden erwartet. Rechnerisch könnten somit pro Jahr 400 Haushalte mit Strom versorgt werden.

Der Traunsteiner Landrat Siegfried Walch betonte die sehr enge und harmonische Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bergen, erinnerte an die öffentliche Bürgerversammlung vor etwa 18 Monaten und lobte besonders Birgit Seeholzer vom Landratsamt für ihr Energiemanagement.

Walch ging auch auf die besonderen Anforderungen beim Bau einer Photovoltaikanlage auf einer ehemaligen Deponiefläche ein. Er erinnerte dabei an die naturschutzfachlichen Genehmigungen, erwähnte die Nachsorge, die Sturmfestigkeit der Anlage und sprach über die ortsnahe Einbindung ins Mittelspannungsnetz der Bayernwerk AG.

Bergens Zweiter Bürgermeister Stefan Schneider betonte die Wichtigkeit alternativer Energien und meinte, Bergen trage dazu wesentlich mit bei. Außerdem stellte Schneider die hohe Verantwortung zur Wahrung der Natur heraus.

Projektleiter Eckhard Haubrich von der Ingenieur-Gruppe RUK-GmbH aus Stuttgart ging auf den Verlauf der Bauzeit ein und erinnerte an das Förderprogramm des Freistaates Bayern »Alte Lasten – Neue Energien«. Er lobte die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bergen und den Behörden.

Birgit Seeholzer stellte den positiven Effekt dieser Photovoltaikanlage für die heimische Bevölkerung durch Gewinnung eigener Energien heraus, freute sich über den schonenden Umgang mit der Natur und dem Lebensraum für Tiere. OH