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80 000 Euro für Lebenshilfe-Projekt

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Für das inklusive Wohn- und Begegnungsprojekt der Lebenshilfe am Bahnweg in Traunstein leistet die Stadt einen einmaligen Baukostenzuschuss von 80 000 Euro. (Foto: Reiter)

Traunstein – Für das inklusive Wohn- und Begegnungsprojekt der Lebenshilfe am Bahnweg in Traunstein leistet die Stadt einen einmaligen Baukostenzuschuss von 80 000 Euro. Das beschloss der Stadtrat einstimmig in seiner jüngsten Sitzung. Oberbürgermeister Christian Kegel sprach von einem »exzellenten Zeichen« und CSU-Stadtrat Karl Schulz von einer »Entscheidung, die Format hat«. Schulz hatte sich mit einem Antrag für den Zuschuss stark gemacht.


Die Kreisvereinigung Traunstein der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung investiert am Bahnweg rund 10,6 Millionen Euro. Drei Häuser sollen Platz bieten für Begegnungsräume für die offene Behindertenarbeit, ein Projekt im »Sozialen Wohnungsbau« für Menschen mit und ohne Behinderung sowie drei stationäre Wohnheim-Gruppen mit insgesamt 24 Menschen mit geistiger Behinderung; dort sollen geistig behinderte Senioren auch alt werden können.

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Neben Eigen- und Fremdkapital fließen Förderungen aus dem Bayerischen Landesbehindertenplan, der Aktion Mensch, des Bezirks Oberbayern und regionaler Stiftungen in das Projekt. Laut Lebenshilfe Traunstein klafft derzeit noch eine Finanzierungslücke von 400 000 Euro. Darum ist die Lebenshilfe weiter auf Spenden und finanzielle Zuwendungen angewiesen. »Wir sind für die Ansiedlung hochdankbar«, sagte Oberbürgermeister Christian Kegel. Karl Schulz (CSU) meinte, dass die Zuschusshöhe Traunstein gut zu Gesicht stünde. »Das ist ein Signal, dass die Lebenshilfe und die Menschen mit Behinderung hier willkommen sind.« Zweiter Bürgermeister Hans Zillner sprach an, dass von den Landkreisgemeinden bislang erst die Gemeinde Seeon-Seebruck einen Zuschuss für das Lebenshilfe-Projekt zugesagt habe. Der Traunreuter Stadtrat stimmte bereits gegen einen Zuschuss.

Uwe Steinmetz (UW) sprach von »Menschen, die es in jeder Weise wert sind, dass ihnen geholfen wird«. Traunstein solle ein Vorbild für die anderen Gemeinden sein. Auch dritte Bürgermeisterin Waltraud Wiesholler-Niederlöhner (SPD) und Burgi Mörtl-Körner (Bündnis 90/Die Grünen) befürworteten den Zuschuss. »Man kann nur froh sein, dass die Stadt Traunstein diese Einrichtung unterstützt«, sagte Mörtl-Körner.

Von einer »richtig, richtig guten Entscheidung« sprach Dr. Christian Hümmer (CSU). »Die Lebenshilfe ist unverzichtbar«, sagte er auch mit Blick auf seinen Bruder, der mit dem Down-Syndrom auf die Welt gekommen ist. »Da hören die Eltern nie auf, Eltern zu sein.« Darum müsste man auch sie im Blick haben. »Sie brauchen einen Ort, wo ihre Kinder gut aufgehoben sind.« san