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750 000 Euro für Inzeller Touristik

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Inzell. Für ihre touristische Arbeit erhält die Inzeller Touristik GmbH (ITG) ein Leistungsentgelt in einer Höhe von bis zu 750 000 Euro. Dies beschloss nun der Inzeller Gemeinderat mit 15 Ja-Stimmen und einer Gegenstimme. Mit demselben Beschluss stimmten die Räte dem Erfolgsplan der ITG zu.


Im Erfolgsplan hat die ITG einen Anteil aus dem Kurbeitrag in Höhe von 793 000 Euro von der Gemeinde beantragt. Der Gemeinderat war jedoch der Ansicht, dass es bei der Überarbeitung der Internetplattform und den Prospekten Sparpotenzial gibt. Daher veranschlagte man den Kurbeitragsanteil für die ITG im Haushaltsplan 2013 der Gemeinde Inzell mit lediglich 750 000 Euro. Investitionen der ITG aus dem ITG-Finanzplan sind heuer im Vermögenshaushalt der Gemeinde nicht vorgesehen.

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Bernhard Jung (CSU) merkte kurz an, dass bei der Überarbeitung der Internetseite Einsparungen möglich sein müssten, wenn man alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Verschiedene Internet-Plattformen enthielten Aussagen zum Fremdenverkehr, ergänzte Rudolf Heitauer (Forum aktiv). Er meinte damit vor allem die Seiten www.du-bist-inzell.de und www.inzell-active.de, die die Agentur »Manuela Joswig & Partner« und deren Mitarbeiter Christopher Lombardi im Auftrag der Gemeinde Inzell erstellt hat. Diese Seiten gehörten unbedingt mit der offiziellen Inzell-Seite vernetzt, auch mit Blick auf die Kosteneinsparung.

Annelie Gromoll (Offene Bürgerliste-Freie Wähler) stimmte dagegen: Sie betonte, die ihrer Ansicht nach »nicht unerhebliche« Einsparung gehe zu Lasten der ITG, und erinnerte daran, dass der Wirtschaftsplan mit dem Budgetvorschlag in Höhe von 793 000 Euro von der Gesellschafterversammlung einstimmig befürwortet worden sei, vorbehaltlich der Genehmigung durch den Gemeinderat. Unter »Informationen und Anfragen« bat Gromoll, die Impressums-Ausweise der oben genannten Marketing-Internetseiten rechtlich zu prüfen, da bei beiden Seiten die Gemeinde als Impressum angegeben sei. Bürgermeister Martin Hobmaier sagte eine Prüfung zu und stellte in Aussicht, dass er das Thema »vielleicht nächstes Mal erläutern« werde.

Außerdem kam wieder einmal das Thema »öffentliche Toiletten« zur Sprache. Gromoll schlug vor, bei der angedachten Behindertentoilette im Pavillon am Busbahnhof durch die Verwaltung auch die Kosten für einen eventuellen Zugang vom Osten her zu prüfen, der ihrer Einschätzung nach günstiger wäre als ein Nordzugang.

Markus Maier (CSU) stieß sich an den Kosten in Höhe von 100 000 Euro für die Sanierung der öffentlichen Toiletten im Rathaus und erkundigte sich nach Alternativen. Hobmaier verwies auf das Bauamt und einen Fachmann, die die bauliche Situation und die Sanierungsmöglichkeiten ausführlich geprüft hätten. Hobmaier: »Es ist sehr, sehr kompliziert«. Sicher hätte man hier lieber eine günstigere Lösung gehabt, doch das sei offenbar nicht möglich. vm