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69 500 Euro für die Unterwössener Landwirte

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Bei der Spendenübergabe waren mit dabei (von links): Zweiter Bürgermeister Barthel Irlinger, Landwirt Sepp Hinterholzer, Landesbäuerin Anneliese Göller, Stiftungsehrenpräsident Max Weichenrieder, Schirmherrin Christa Stewens, Bauernobmann Sepp Schuhbeck, Frank Filliung vom Bauernverband und Landwirt Josef Kurz-Hörterer. (Foto: Flug)

Unterwössen. 69 500 Euro in adressierten Einzelbeträgen hat es jetzt unerwartet für die vom Hochwasser geschädigten Unterwössner Landwirte gegeben. Die Schirmherrin der Stiftung »Land und Leben«, Christa Stewens, ehemalige bayerische Sozialministerin und CSU-Fraktionsvorsitzende im Landtag, kam dazu nach Unterwössen. Sie und Stiftungsehrenpräsident Max Weichenrieder überreichten die Beträge auf dem Rathausplatz an Bauernobmann Josef Schuhbeck und andere Landwirte. Für den Bäuerlichen Hilfsdienst war Landesbäuerin Anneliese Göller aus Bamberg angereist.


Bauernobmann Schuhbeck versprach, das Geld nun an die namentlich bezeichneten Empfänger zu verteilen. Er und Frank Filliung von der Traunsteiner Geschäftsstelle des Bauernverbandes waren beeindruckt und unterstrichen die Bedeutung dieser Gabe für die örtlichen Landwirte.

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Zweiter Bürgermeister Barthl Irlinger erklärte den Gästen die Hochwassersituation in Unterwössen. Der Ort und seine Bewohner seien zwischenzeitlich durch modernen Hochwasserschutz abgesichert, so Irlinger. Das Hochwasser habe aber die Retentionsflächen im oberen Achental, wichtiger Bestandteil des Hochwasserschutzes, gänzlich überschwemmt und dort große Schäden für die Landwirtschaft hinterlassen.

Bauernobmann Sepp Schuhbeck ergänzte, dass die Flächen in dem ausgewiesenen Überschwemmungsgebiet alle zwei bis drei Jahre vom Hochwasser überflutet würden. Immer hätten in dieser Zeit die Landwirte die Schäden beseitigen und die Kosten selbst tragen müssen. Dadurch müssten die Bauern etwa alle drei Jahre ihr vom Hochwasser geschädigtes Viehfutter entsorgen und teuer neues kaufen. So resignieren gerade die kleinen Bauern im Nebenerwerb, wusste Schuhbeck. Den von ihm geäußerten Gedanken, Hochwasserschutz und Hochwasserfolgen in einer Arbeitsgemeinschaft aller Flussanrainer zu bewältigen, griff Christa Stewens auf.

Eine Verantwortungsgemeinschaft der Flussanrainer sei wichtig, meinte sie. Die Aufgabe aller sah Stewens jetzt darin, die Bedeutung einer solchen Gemeinschaft öffentlich zu machen. In der Politik sei das Problem jetzt erkannt, die Suche nach Lösungen, wie die Landwirte zu entschädigen seien, habe begonnen. Auch der Ehrenpräsident der Stiftung, Max Weichenrieder, unterstrich den Bedarf und die Bedeutung solcher Entschädigungen.

Abschließend besuchte die Gruppe im Unterwössner Norden die zuvor überfluteten Flächen. Mit ungeheurem Maschinenaufwand wird dort gerade versucht, die Hochwasserschäden zu mildern. lukk