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68 Aktive tun bei der Freiwilligen Feuerwehr Kammer Dienst

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Gerhard Poller (Zweiter von links) und Johann Jobst leisten seit 40 Jahren Aktiven Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr Kammer. Unser Bild zeigt sie zusammen mit Kommandant Albert Rieder (links) und zweitem Kommandant Andreas Haitzer (rechts). (Foto: Oberkandler)

Traunstein – Die Freiwillige Feuerwehr Kammer war im vergangenen Jahr auf vielerlei Art aktiv. Bezüglich der Einsätze, so berichtete Kommandant Albert Rieder in der gut besuchten Jahreshauptversammlung im Gasthaus zur Post in Kammer, sei es jedoch ein eher ruhiges Jahr gewesen; 21 Mal musste man ausrücken und leistete dabei 422 Einsatzstunden. Rechnet man allerdings Schulungen, Übungen und andere Aktivitäten dazu, dann habe man mehr als 4500 Stunden für die Allgemeinheit geleistet.


Die Kammerer Wehr kann auf einen bewährten Stamm von Helfern zurückgreifen, von denen ein großer Teil schon über viele Jahre, teils sogar Jahrzehnte, im Dienst der Allgemeinheit tätig ist. Für 25 Jahre Dienstzeit wurde Johann Kröger geehrt, für 30 Jahre Kommandant Albert Rieder und für 40 Jahre Gerhard Poller. Johann Jobst hatte 2016 sein 40-jähriges Dienstjubiläum, konnte damals aber nicht an der Versammlung teilnehmen und wurde deshalb im Rahmen dieser Jahresversammlung geehrt.

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Vorstand Sebastian Reischl gab einen kurzen Rückblick auf das Vereinsjahr und eine Vorschau auf die kommenden Veranstaltungen. An fünf Jubiläen wolle man heuer teilnehmen: am 21. Mai am 125. Gründungsfest der Feuerwehr Tettenhausen, am 18. Juni am 150. der KSK Kammer, eine Woche später am 90. des örtlichen Trachtenvereins, am 13. August am 140. in Pietling und eine Woche später am 125. des Trachtenvereins »Trauntal« Traunstein.

Große Festwoche im nächsten Jahr

Ein Jahr später werde man dann vom 3. bis 13. Mai das 150-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Kammer im Rahmen einer großen Festwoche feiern, so Reischl. Als Höhepunkte sind unter anderem für den 7. Mai ein politischer Abend geplant, zu dem Wirtschaftsministerin Ilse Aigner ihr Kommen bereits zugesagt hat. Am 10. Mai ist Bulldogtreffen und am 12. Mai findet ein Kabarettabend mit Martina Schwarzmann statt. Das große Feuerwehrfest wird am 13. Mai 2018 gefeiert.

Die einzelnen Veranstaltungen und Termine, an denen die Feuerwehrler im letzten Jahr teilgenommen haben, hatte zuvor Schriftführer Korbinian Ortner aufgeschlüsselt. Es begann mit der Teilnahme am Dorfschießen und endete mit der Verkehrsregelung beim Adventsmarkt am 17. Dezember in Kaltenbach. Bei den Veranstaltungen im Ort sei man stets im Einsatz, um die nötigen Absperrungen vorzunehmen und den Verkehr zu regeln.

Kassier Peter Freutsmiedl informierte über die Vereinsfinanzen. Man habe im vergangenen Jahr zwar ein kleines Minus von 1860 Euro erwirtschaftet; angesichts eines Kassenstandes von immer noch 22 800 Euro dürfte das aber nicht tragisch sein. Besonders erfreulich, so der Kassier: Erstmals habe es beim Abbuchen der Mitgliedsbeiträge nicht eine einzige Stornierung gegeben.

Kommandant Albert Rieder schlüsselte in seinem Bericht die Einsatz- und Übungszeiten auf. Er informierte auch über den guten Ausbildungsstand der Mannschaft. Die 68 Aktiven, davon vier Frauen, sind in vier Gruppen aufgeteilt, haben ein Durschnittsalter von 40,3 Jahren und sind im Schnitt seit 22,3 Jahren bei der Feuerwehr, sagte Rieder. Dazu kommen zwölf Jugendliche.

Die Zahl der Einsätze habe sich von 40 auf 21 fast halbiert; ebenso die Zahl der Einsatzstunden. Nachdem man im Jahr davor an sehr vielen Schulungen und Lehrgängen teilgenommen habe, habe man es 2016 etwas ruhiger angehen lassen: 15 Aktive besuchten Fortbildungsveranstaltungen. Rieder und sein Stellvertreter Andreas Haitzer nahmen an 32 Veranstaltungen teil.

Warten auf das neue Fahrzeug

»Bald werden die Kammerer ihr neues Einsatzfahrzeug TSF-L bekommen. Der Kauf wurde am 26. September im Stadtrat erneut beschlossen«, berichtete Rieder. Jugendwart Tobias Heigermoser informierte über den Feuerwehrnachwuchs. Ein Mitglied der Jugendgruppe sei zu den Aktiven gewechselt, sechs Mitglieder haben das Jugendfeuerwehrabzeichen erworben und ebenso viele nahmen am Kreisjugendfeuerwehrtag in Petting teil.

Ausbildungsleiter Hubert Hobmaier berichtete, dass man im vergangenen Jahr 138 Ausbildungseinheiten abgehalten habe. Man verfüge über eine schlagkräftige und gut ausgebildete Truppe. Dazu gehören 11 Gruppenführer, 2 Zugführer und 21 Maschinisten. Vier Aktive haben die Zusatzqualifikation Absturzsicherung. Aus dem Aktiven Dienst verabschiedet wurde wegen Erreichens der Altersgrenze Martin Reischl.

»Die Stadt ist sehr stolz auf euch«, sagte Oberbürgermeister Christian Kegel und würdigte den guten Ausbildungsstand der Aktiven. Der scheidende Kreisbrandrat Hans Gnadl zeigte sich ebenfalls beeindruckt von den Berichten und dem guten Ausbildungsstand der Kammerer.

Den Abschluss des offiziellen Teils bildeten die Beförderungen: Simone Graspointner wurde zur Feuerwehrfrau befördert, Matthias Brandstätter zum Hauptfeuerwehrmann, Alois Wimmer zum Oberlöschmeister, Andreas Haitzer und Hubert Hobmaier zu Hauptlöschmeistern. -K.O.-