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6,4 Kilometer Wasserleitungen gebaut

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Teisendorf. Trotz hoher Investitionen in sein Leitungsnetz hat der Wasserzweckverband Surgruppe weiter konsequent seine Schulden abgebaut und kann sich im Ergebnis des Jahres 2011 sogar über einen Gewinn von knapp 367 162 Euro freuen: Diese guten Nachrichten hatten der Verbandsvorsitzende Ludwig Nutz und Werkleiter Franz Hasholzner in der Verbandsversammlung.


Die Surgruppe versorgt ein Gebiet von rund 250 Quadratkilometern mit frischem Trinkwasser, wofür 2012 stolze 6,4 Kilometer Leitungen gebaut wurden (siehe Kasten). Dazu gehören die Gemeinden Teisendorf, Anger, Saaldorf-Surheim, Wonneberg und Surberg sowie Teile der Gemeinden Piding, Petting, Ainring, Siegsdorf, Waging und der Stadt Traunstein.

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Nutz gab zu bedenken, dass Gebührensenkungen angesichts des Gewinns verfrüht wären, da dieser durch Sondereinflüsse verursacht sei: Maßgeblich dafür waren vor allem der Verkauf des Grundstücks »Wieshäusl« im Gemeindegebiet Teisendorf nahe der Grenze zu Surberg und der Aufschub des Leitungsbaus in der Sonnenstraße in Neukirchen.

Für 2012 wird mit Verlust gerechnet

Hasholzner rechnet daher für 2012 wieder mit einem Verlust von 300 000 bis 400 000 Euro. Verbandsrat Edwin Hertlein ergänzte, eine Gebührensenkung verbitte sich auch beim Blick auf die Schulden. Die Bankverbindlichkeiten wurden 2011 um gut 600 000 Euro auf rund 9,067 Millionen Euro abgebaut. Von rund 8,28 Millionen Euro Anfang 2013 sollen sie zum Jahresende 2013 weiter auf rund 7,75 Millionen Euro gesenkt werden.

Wirtschaftsprüfer Dr. Ulrich Lenz bescheinigte der Surgruppe in seinem aus Altersgründen letzten Prüfbericht zur Jahresrechnung 2011 eine gute Finanz- und Ertragslage sowie eine ordnungsgemäße Geschäftsführung. Die Eigenkapitalausstattung lag 2011 bei 39 Prozent der Bilanzsumme in Höhe von gut 17,34 Millionen Euro. Für das Jahr 2012 wurde als Nachfolger für Lenz einstimmig Professor Dr. Winfried Schwarzmann bestimmt.

Hasholzner erläuterte die Einzelposten des Jahresabschlusses 2011. Das Anlagevermögen in der Bilanz zum 31. Dezember 2011 betrug knapp 14,75 Millionen Euro, das Umlaufvermögen knapp 2,14 Millionen Euro. Neben dem Stammkapital von 1,55 Millionen Euro verfügte der Verband über allgemeine Rücklagen von rund 6,115 Millionen Euro.

Der Verlust der Vorjahre verringerte sich durch den Jahresgewinn auf knapp 1,25 Millionen Euro. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf knapp 3,069 Millionen Euro. Außer der Reihe erwirtschaftete die Surgruppe aus Anlagenverkäufen knapp 22 800 Euro, vor allem durch den Verkauf ihrer zwei Bagger. Da die großen Bagger nicht ausgelastet gewesen sind, wurde ein kleinerer angeschafft.

Einstimmig beschlossen die Verbandsräte den Haushalt 2013. Er sieht Umsatzerlöse von 3,125 Millionen Euro vor. 221 000 Euro werden für Stromkosten, 700 Euro für eigenen Wasserbezug und 110 000 Euro für Materialkauf veranschlagt. Der Personalaufwand für die 20 Mitarbeiter, darunter als Neuerung ein Auszubildender, beläuft sich auf 730 000 Euro plus Sozialabgaben von 228 000 Euro.

Betriebsgebäude: Dach wird erneuert

Die Hochbau-Instandhaltungskosten werden mit 35 000 Euro angesetzt, da am Betriebsgebäude das Dach erneuert gehört. Den Unterhalt von Fernsteuerung, Brunnen, Hochbehältern (185 000 Euro), Leitungen und Hausanschlüssen lässt sich die Surgruppe insgesamt 615 000 Euro kosten und die Schutzgebiete 100 000 Euro. 10 000 Euro fallen für Wasseruntersuchungen an.

Insgesamt umfasst laut Haushaltssatzung 2013 der Erfolgsplan ein Volumen von 3,525 Millionen Euro in den Ein- und Ausgaben und der Vermögensplan ein Volumen von 1,040 Millionen Euro. Die Kredittilgung wird im Fünfjahresplan mit jährlich rund 600 000 Euro konsequent weitergeführt. »Wir gehen weiter auf dem Weg der Konsolidierung«, fasste Vorsitzender Nutz zusammen.

Bewusst habe man die vergangenen Jahre »mit spitzem Stift« gerechnet und eine erhebliche Besserung erreicht. Den neuen Wasserpreis von 1,18 Euro könne und müsse man vertreten. Wichtig sei, dass der Verband durch Ausbildung aus eigener Kraft seine Arbeitskräfte der Zukunft generiert – aus sozialen Gründen und wegen des Fachkräftemangels für Nutz ein Muss. vm