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63 Staatspreisträger verließen Berufsschule II

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15 Absolventen der Staatlichen Berufsschule II Traunstein erreichten einen Notendurchschnitt von 1,0 und bekamen eine Staatspreisurkunde und einen Geldpreis. Unser Foto zeigt die Preisträger mit dem stellvertretenden Landrat Sepp Konhäuser (links) und Schulleiter Wolfgang Kurfer (rechts). (Foto: Buthke)

Traunstein – Mit einer Feier in der Schulturnhalle verabschiedete die Staatliche Berufsschule II Traunstein 152 Schüler der Ausbildungsberufe Bankkaufleute, Fachkräfte für Lagerlogistik, Groß- und Außenhandelskaufleute, Industriekaufleute, Kaufleute für Büromanagement, Kaufleute im Einzelhandel, Medizinische Fachangestellte, Pharmazeutisch Kaufmännische Angestellte und Zahnmedizinische Fachangestellte mit verkürzter Ausbildungszeit.


63 Absolventen, die einen Notendurchschnitt bis 1,5 hatten, überreichten Schulleiter Wolfgang Kurfer und der stellvertretende Landrat Sepp Konhäuser Staatspreisurkunden der Regierung von Oberbayern. Neben den Urkunden bekamen sie vom Landkreis Traunstein und vom Förderverein der Berufsschule gestiftete Geldpreise.

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Mit dem Ende der Berufsausbildung beginne die Zeit der erwachsenen Verantwortlichkeit, sagte Oberstudiendirektor Kurfer. Dies sei zugleich wieder ein Neustart in ihre Zukunft. »Sie haben jetzt die Möglichkeit, die Weichen Ihres Lebens zu stellen.« Für ihr weiteres Berufsleben legte er den Absolventen ans Herz, ein Leben lang auf aktuellstem Wissenstand zu bleiben. »Nur so werden Sie den Anforderungen, die eine moderne und komplexe Arbeitswelt mit sich bringt, gerecht und können mit den enormen Entwicklungsprozessen unserer modernen Welt mithalten. Begegnen Sie Unsicherheiten und Veränderungen im digitalen Zeitalter mit Mut, Engagement und der Bereitschaft zur Weiterbildung«, sagte Kurfer.

Positive Einstellung erleichtert Alltag

Ein gutes Zeugnis reiche heute nicht mehr aus, um privat und beruflich zu bestehen. Die Gesellschaft der Zukunft brauche mehr denn je nicht nur hervorragend ausgebildete Arbeitskräfte, sondern auch Menschen mit charakterlichen Stärken, die allen anderen Wertschätzung entgegenbrächten. Es komme auf Teamfähigkeit und weitere soziale Kompetenzen an. Je positiver der Umgang mit Patienten, Kunden, Klienten, Kollegen, Vorgesetzten und Mitmenschen sei, desto mehr werde der ihr Alltag erleichtert, gab der Schulleiter ihnen auf den weiteren Lebensweg mit.

Das Beispiel der Berufsschüler zeige, dass der Landkreis Traunstein eine Heimat bester Bildungs- und Teilhabechancen sei, erklärte der stellvertretende Landrat Sepp Konhäuser. Gerade die Berufsschulen seien das Sprungbrett zu einem erfolgreichen Berufs- und Lebensweg. »Sie tragen mit ihrem hochwertigen Angebot entscheidend dazu bei, dass der Landkreis Traunstein in Zeiten globaler Konkurrenz und großer Wissensdynamik wettbewerbs- und zukunftsfähig bleibt«, so Konhäuser. Denn sie helfen tatkräftig mit, einen seiner wichtigsten Standortvorteile, hervorragend ausgebildete Fachkräfte, zu sichern.

Um für die derzeit fast 4400 Berufsschüler in der Region bestmögliche Rahmenbedingungen zu schaffen, habe der Landkreis Traunstein im Haushalt 2018 wieder Rekordausgaben für Bildung beschlossen. »Für Sanierungen und Baumaßnahmen an unseren Schulen nehmen wir heuer fast zwölf Millionen Euro in die Hand«, stellte er fest. »Unsere gemeinsame Aufgabe in Zeiten des Fachkräftemangels ist es, die Schulen zukunftsfest zu gestalten und junge Menschen für eine duale Ausbildung zu begeistern«, unterstrich der stellvertretende Landrat.

»Sie haben nicht nur fleißig die Schulbank gedrückt, sondern auch in Ihrem Ausbildungsbetrieb Ihr Wissen erfolgreich angewandt und vertieft. Damit haben Sie bewiesen, dass Sie die Fähigkeiten mitbringen, um künftig im Berufsleben zu bestehen«, erklärte Traunsteins Oberbürgermeister Christian Kegel. Er gratulierte zum erfolgreichen Abschluss, auf den sie stolz sein könnten. Sie hätten ihre Bereitschaft, ihren Lernwillen und ihre Begeisterungsfähigkeit während der Ausbildungszeit und vor allem mit dem erfolgreichen Abschluss unter Beweis gestellt.

Mit Blick auf die kommende Fußballweltmeisterschaft verglich Schülersprecherin Anna Wirrer die Berufsausbildung mit einem Fußballspiel, bei dem die Schüler die Spieler, die Ausbilder die Trainer und die Lehrer Schiedsrichter seien. Das wichtigste sei jedoch der Ball im Feld, denn er symbolisiere die Bildung. Bjr