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63 Neumitglieder in den vergangenen Monaten

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Der SPD-Unterbezirk Traunstein ehrte langjährige Mitglieder. Unser Foto zeigt (von links) Herbert Bleicher, Wolfgang Hörl, Ernst Holl, Dieter Berlitz, Georg Gerl, Hans Holzner, die Unterbezirksvorsitzende Dr. Bärbel Kofler, Rudolf Klingler, Sebastian Aigner, Fritz Hausbacher sowie die stellvertretenden Unterbezirksvorsitzenden Sepp Konhäuser und Fridolin Eglseer. (Foto: Buthke)

Traunstein – Unter dem Motto »Ein Abend für Zusammenhalt, Vernunft und Gerechtigkeit« veranstalteten die SPD-Unterbezirke Traunstein und Berchtesgadener Land gemeinsam einen Neumitgliederempfang im Brauerei-Ausschank Schnitzlbaumer. Der Traunsteiner Unterbezirk ehrte bei dieser Gelegenheit auch langjährige Parteimitglieder. Für die musikalische Umrahmung der Feier sorgte die »Gamsbluat Musi« aus Ruhpolding.


Geehrt wurden für 50 Jahre Mitgliedschaft Ernst Holl (Traunstein), Dieter Berlitz (Bergen) und Fridolin Hausbacher (Reit im Winkl), für 40 Jahre Herbert Bleicher (Fridolfing), Wolfgang Hörl (Traunreut), Georg Gerl (Fridolfing), Hans Holzner (Ruhpolding), Rudolf Klingler (Grassau), Sebastian Aigner (Tacherting), Fritz Hausbacher (Reit im Winkl) und Fridolin Eglseer (Reit im Winkl) sowie für 25 Jahre Helmut Pernath (Kirchanschöring).

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»Auf der Welt soll es wieder gerechter zugehen«

Der stellvertretende Vorsitzende des Unterbezirks Traunstein, Sepp Konhäuser, sagte, die Unterbezirke Berchtesgadener Land und Traunstein hätten zusammen rund 900 Mitglieder. In den vergangenen Monaten seien 63 Neumitglieder aufgenommen worden. Die SPD sei 153 Jahre alt und habe seitdem nie ihren Namen geändert. In dieser Zeit sei die Partei stets für soziale Gerechtigkeit und Solidarität eingetreten. Soziale Gerechtigkeit und Solidarität seien auch die Herausforderungen der Gegenwart. »In Deutschland, in Europa und auf der Welt soll es wieder gerechter zugehen«, forderte Konhäuser. Dies gelte besonders für die wirtschaftliche Seite, denn in Deutschland sei nicht nur das Vermögen, sondern seien auch die Einkommen ungerecht verteilt.

63 neue Mitglieder seien nichts ganz Selbstverständliches oder Alltägliches, betonte die Traunsteiner Unterbezirksvorsitzende Bärbel Kofler. Für sie sei es eine Verpflichtung, daraus etwas zu entwickeln, ihre Meinung zu sagen und sich einzubringen. Mit dem Mitgliederempfang wolle die Partei die Gelegenheit bieten, dass sich die Menschen näher kennenlernen und über den Ortsverein hinaus zu blicken.

»Mitglied einer Partei zu sein, hatte in der Vergangenheit ein schlechtes Image«, stellte Kofler fest. Wenn man sich jetzt mit den Leuten unterhalte, warum sie in eine Partei eintreten, dann werde erklärt, man dürfe nicht alles schlecht machen, sondern man müsse für Demokratie, Toleranz und Abgrenzung gegen Rechtsextremismus eintreten. Kurzum: In einer Demokratie müsse man Haltung zeigen, denn es gehe um den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und um das Überwinden von dem, was den Menschen Angst mache.

Die SPD sei in der Zeit der Industrialisierung Deutschlands entstanden. Auch wir lebten in einer Zeit des Umbruchs mit einer digitalen Umwälzung und der Globalisierung. Wohin der Weg gehe, darüber müsse man in der nächsten Zeit diskutieren. Deshalb freue sie sich, dass mit den Geehrten Leute da seien, die sich seit Jahrzehnten in der SPD engagierten, und mit den Neumitgliedern junge Leute, die sich frisch einbringen wollten.

»Unsere Genossen sind nicht schlauer«

Der Berchtesgadener Unterbezirksvorsitzende Roman Niederberger freute sich ebenfalls, dass sich unter den Neumitgliedern Menschen jeden Alters, aus unterschiedlichen beruflichen Bereichen und besonders viele Frauen befänden. In der SPD würden sie immer wieder hören, dass über Freundschaft geredet werde. »Freundschaft« sei in früheren Jahren der Gruß der Arbeiterbewegung gewesen. Die Sozialdemokratie erlebe man nicht nur in Deutschland, denn sie habe sich in Europa eingebettet. »Die Internationalität gibt es bei den anderen Mitbewerbern nicht«, unterstrich Niederberger.

Den Neumitgliedern legte er ans Herz, vor den Mandatsträgern keinen Heidenrespekt zu haben. »Unsere Genossen sind nicht schlauer. Sie sind nur besser informiert und haben dadurch einen Informationsvorsprung«, sagte er. Den Neumitgliedern gab er daher den Rat, von ihnen dieses Wissen abzuverlangen und auch mal nachzufragen, warum sie so oder so abgestimmt hätten. Ihr »Job« als Mitglieder sei es im Zweifelsfall dann, einen Antrag zu stellen, der dann im Ortsverein diskutiert werde. Bjr