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55 Jahre im Dienste der Pfarrei St. Georg

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Nach 55 Jahren im Dienste der Pfarrei wurde Frieda Fichtl in den »endgültigen« Ruhestand verabschiedet. Pfarrer Otto Stangl (rechts) und Kirchenpfleger Konrad Fegg bedankten sich bei ihr mit der St. Georgsmedaille und Blumen. (Foto: Burghartswieser)

Ruhpolding. »Irgendwann muss man seine Aufgaben abgeben«. Dieser Meinung war jetzt Frieda Fichtl, die auf über ein halbes Jahrhundert im Dienste der Pfarrei St. Georg zurückblicken kann. Nun wurde sie von Pfarrer Otto Stangl und Kirchenpfleger Konrad Fegg endgültig in den Ruhestand verabschiedet.


Mit dem Namen Frieda Fichtl wird in Ruhpolding automatisch eine Verbindung mit dem Pfarrhaus und der Pfarrkirche hergestellt. Im April 1957 kam sie auf Empfehlung von Pfarrer Josef Reidel, der in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre Kaplan in Ruhpolding war, als Haushaltshilfe in das örtliche Pfarrhaus zu Monsignore Roman Friesinger.

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1965 wurde sie dann als Nachfolgerin der legendären »Frau Nilla« die verantwortliche Pfarrhaushälterin und ab 1971 leitete sie zudem das Pfarrbüro. Als Josef Mühlbacher 1977 Pfarrer von Ruhpolding wurde, übernahm Frieda Fichtl hauptamtlich die Stelle als Pfarrsekretärin. 2002 ging sie zwar offiziell in Ruhestand, doch der Kirchenschmuck war ihr weiterhin ein großes Anliegen. Darum kümmerte sie sich weitere zehn Jahre um diese Aufgabe.

Insgesamt 32 Jahre zeichnete sie sich für den Blumen- und Pflanzenschmuck in der Pfarrkirche St. Georg verantwortlich und kümmerte sich nebenbei auch noch um die Pflege des Blumenbeetes am Missionskreuz und um die Blumen in der Priestergruft hoch oben über dem Bergfriedhof. Doch nun ging »die Frieda« endgültig in Ruhestand.

An viele Anekdoten konnte sich Frieda Fichtl bei ihrer Verabschiedung erinnern. »Wenn wir nicht manchen treuen Spender gehabt hätten, wäre der Kirchenschmuck oft bescheidener ausgefallen. Der Etat dafür war nämlich gar nicht groß«, wusste sie zu erzählen. Während ihrer Dienstzeit habe es natürlich auch alle Höhen und Tiefen eines Berufslebens miterlebt und oft sei sie als Sekretärin und Haushälterin ein »Puffer zwischen den Angehörigen der Pfarrei und den Priestern« gewesen. Ihr abschließendes Resümee lautete: »Es war eine schöne Zeit, aber irgendwann sollte man seine Aufgaben endgültig abgeben«.

»Frau Fichtl hat immer das Gespür für den passenden Kirchenschmuck gehabt«, lobte Pfarrer Otto Stangl. Als Dank für ihre Tätigkeiten in der Pfarrei erhielt sie die silberne St. Georgs-Medaille, die zum 250-jährigen Kirchenjubiläum kreiert wurde. Auch Kirchenpfleger Konrad Fegg lobte ihre Arbeit. »Wir konnten uns immer darauf verlassen, dass die Kirche sehr schön geschmückt war«. Im Namen des Pfarrgemeinderates und der Kirchenverwaltung bedankte er sich mit einem weihnachtlichen Blumengeschenk. hab

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