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55 000 Euro für Musikschule Teisendorf bewilligt

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Im Rahmen der Gemeinderatssitzung wurden auch langjährige Funktionäre geehrt: Vorsitzender Johann Willberger (von links) von der Nothilfegemeinschaft Roßdorf, die Geehrten Maria Rinner und Martin Steinmaßl, Vorsitzender Johann Thanbichler vom Brieftaubenverein und Bürgermeister Thomas Gasser. (Foto: Mergenthal)

Teisendorf – Wegen der Mehrkosten im Rahmen des Leitungswechsels billigt die Gemeinde der Musikschule Teisendorf für heuer einen Betriebskostenzuschuss von 55 000 Euro. Darauf verständigte sich der Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig. Sebastian Pointner aus Gumperting übernimmt zum Schuljahresanfang die Leitung der Musikschule und unterrichtet derzeit während der Einarbeitungsphase gemeinsam mit dem aktuellen Musikschulleiter Manfred Perchermeier. Außerdem wurden in der Sitzung zwei langjährige Vereinsfunktionäre geehrt.


Bürgermeister Thomas Gasser überreichte an zwei Bürger die Anerkennungsmedaille der Marktgemeinde für langjähriges ehrenamtliches Engagement. Ausgezeichnet wurde Maria Rinner von der Nothilfegemeinschaft Roßdorf, die von 1987 bis heute Obfrau für die ehemalige Gemeinde Oberteisendorf war, also 28 Jahre lang. Mit dabei war ihr Vereinsvorsitzender Johann Willberger. Johann Thanbichler sen., Vorsitzender des Brieftaubenvereins Surtalbote Teisendorf, begleitete seinen Vorgänger im Amt zur Ehrung. Martin Steinmaßl stand von 1970 bis 2015, also 45 Jahre lang, dem Brieftaubenverein vor.

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In den Jahren 2012 und 2013 hatte der Musikschulverein Teisendorf jeweils 48 000 Euro Zuschuss erhalten und im Vorjahr 52 000 Euro. Der Verein und der Musikschulleiter hatten nun beantragt, den Zuschuss für heuer auf 55 000 Euro anzuheben. Begründet wurde dies mit einem Mehraufwand bei den Personalkosten: Durch die Einstellung des künftigen Musikschulleiters Sebastian Pointner zum Jahresanfang werden vorübergehend bis zum Ausscheiden des amtierenden Leiters Manfred Perchermeier drei statt zwei Angestellte nach dem Tarif des Öffentlichen Dienstes beschäftigt. Ab September würden sich die Personalkosten wieder reduzieren. Ab 2016 rechnet der Verein mit einem Zuschussbedarf von etwa 50 000 bis 52 000 Euro.

Aufgrund der vom Verein vorgelegten Planungsdaten für 2015 ergibt sich für das aktuelle Haushaltsjahr bei einem angenommenen Zuschuss von 55 000 Euro ein Fehlbetrag von rund 2400 Euro. Bei einer Zuwendung von lediglich 52 000 Euro würde sich dieser Betrag auf 5400 Euro erhöhen. Das Jahr 2014 schloss mit einem Überschuss von rund 4100 Euro ab.

Der Finanzausschuss hatte sich bereits Ende November mit nur einer Gegenstimme darauf geeinigt, dem Gemeinderat die Bewilligung eines Zuschusses von 52 000 Euro zu empfehlen und eine Nachförderung in Aussicht zu stellen. Angesichts des zu erwartenden Finanzierungsbedarfs von 5400 Euro legte die Finanzverwaltung unter Leitung von Kämmerin Gudrun Lahner den Räten nahe, schon jetzt 55 000 Euro zu bewilligen.

Damit erklärten sich alle Fraktionen einhellig einverstanden. Peter Schuhbeck (FWG) plädierte angesichts der derzeitigen Mehrbelastung dafür und begrüßte auch, dass die Musikschule im generalsanierten Schulgebäude »vernünftig untergebracht« ist. Edwin Hertlein (Grüne) sagte, Teisendorf komme beim Musikschulzuschuss im Verhältnis zu anderen Gemeinden noch günstig weg. Alois Stadler (CSU) lobte die aktuellen Bestrebungen der Musikschule, mit dem Geld auszukommen. SPD-Rat Georg Quentin betonte, die Gemeinde zahle hohe freiwillige Leistungen auch im Jugendbereich. Für die musische Jugendarbeit werde von der Musikschule viel getan. Er plädierte für den um 3000 Euro höheren Zuschuss, auch um zu verhindern, dass der Fehlbetrag durch eine Erhöhung der Musikschulgebühren ausgeglichen wird.

Der Gemeinderat genehmigte auch den überplanmäßigen Aufwand für 2015 von 3000 Euro. Deckungsmittel stehen laut Lahner bei einem anderen Haushaltsposten zur Verfügung. vm