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500 Gäste beim CSU-Neujahrsempfang in Waging

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Überraschungsgast und Festredner im Gespräch: die Bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und Alois Glück. (Foto: Wittenzellner)

Waging am See – Als Überraschungsgast kam Wirtschaftsministerin Ilse Aigner zum CSU-Neujahrsempfang nach Waging. Unter viel Applaus wurde die von den rund 500 Gästen aus Politik, Behörden, Verbänden, Schulen und Kirchen im Kurhaus in Waging begrüßt. Auch viele im Ehrenamt tätige Bürger waren unter den Gästen: »Sie tragen Verantwortung und gestalten unser Land. Wir wollen damit unsere Wertschätzung dokumentieren« betonte der CSU-Kreisvorsitzende Klaus Steiner.


Er würdigte insbesondere das breite Engagement und Lebenswerk von Alois Glück, der in der vergangenen Woche seinen 75. Geburtstag beging. »Wir sagen einfach danke« betonte Steiner und überreichte dem Landtagspräsidenten a. D. einen Spendenscheck.

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In seinem Rückblick auf das zu Ende gegangene Jahr machte Steiner deutlich, dass das Jahr 2014 »Krisen mit unfassbaren Bildern« gebracht habe, die sehr betroffen gemacht hätten. »Diese fordern aber auch politisches Handeln in einer neuen Form.« Hier gelte es, über die Parteigrenzen hinweg zusammenzuarbeiten. »Aber es gibt keine einfachen Antworten, wir dürfen nichts verdrängen oder tabuisieren.«

Lebensleistung von Alois Glück gewürdigt

Ilse Aigner würdigte das Lebenswerk von Alois Glück. Sie gab einen kleinen Abriss über seinen politischen Werdegang und seine Tätigkeiten im sozialen und gesellschaftlichen Bereich: »Du warst immer mein Vorbild«, sagte die Bezirksvorsitzende. Er sei immer ein »Vor- und Nachdenker« der Christlich-Sozialen Union gewesen, der den Wandel gestalten wollte und nicht einfach nur »erleiden«.

Für den leidenschaftlichen Bergsteiger gab es zum Abschluss ihres kurzen Auftritts dann einen gut gefüllten Bergsteiger-Rucksack.

Der mit vielen freundlichen Worten bedachte Alois Glück betonte, es gäbe eine Überschrift in seinem Leben: »Dankbarkeit, durch das, was ich von Menschen erfahren habe.« In seiner rund 20-minütigen Grundsatzrede ging er vor allem auf die großen Veränderungen ein, denen sich Politik und Gesellschaft derzeit konfrontiert sähen. »Solche Dinge wie heute hat es immer gegeben«, sagte er mit Blickrichtung auf die 1968er Jahre. Es habe gesellschaftliche Krisen gegeben, der Terror der RAF habe das Land erschüttert. »Wir brauchen Wachsamkeit und Sensibilität für die Veränderungen, für die Zeichen der Zeit.«

Die Weltbevölkerung sei zunehmend eine Schicksalsgemeinschaft, der man sich nicht entziehen könne. Veränderungen würden oft Angst auslösen, die lähme. In seinem Themenbogen ging er auch auf die Erfolge der heimischen Wirtschaft ein. Wirtschaftlich stehe man in einem Spannungsfeld: Einerseits sei man Profiteur der Globalisierung, andererseits könne man sich auch nicht der Frage entziehen, wie die Lebensbedingungen der Menschen in anderen Ländern seien. In einer so eng verzahnten Welt werde letztlich nicht hier entschieden, ob man sich den Sozialstaat noch leisten könne: »Diesen Maßstab setzen unsere Mitbewerber« so Glück.

Neue Leitbilder auf Basis christlicher Werte gefordert

Er forderte neue Leitbilder auf Basis christlicher Werte, »in der Solidarität über den eigenen Nutzen hinaus gehen muss.« Im Zusammenhang mit der Ermordung von Mitgliedern der französischen Satirezeitschrift Charly Hebdo vor rund zwei Wochen sagte er: »Nichts kann einen Mord rechtfertigen.« »Wir sind stabil genug, die Anforderungen der kommenden Zeit zu meistern«, sagte der Traunwalchener. Viele Anwesende nutzten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Auch die Bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und der heimische Bundestagsabgeordnete Dr. Peter Ramsauer und die beiden regionalen Landtagsabgeordneten Michaela Kaniber und Klaus Steiner waren in lockerer Atmosphäre gesuchte Gesprächspartner.

Weitere Bilder sind unter www.traunsteiner-tagblatt.de/fotos.html zu sehen. awi