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500 Buben und Mädchen beim Jugendfeuerwehrtag

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»Saugleitung hoch«: Dieses Kommando war nötig, damit durch den Saugschlauch ein Ball rollen konnte und möglichst auf eine Zielscheibe traf, was wertvolle Pluspunkte einbrachte. (Foto: Volk)

Traunreut. Spiel, Spannung und ein Spielewettbewerb bei dem Teamarbeit, Kameradschaft und der olympische Gedanke »Dabei sein ist alles« im Vordergrund stehen – das ist der Kreisjugendfeuerwehrtag, zu dem am Samstag rund 500 Buben und Mädchen aus den Jugendfeuerwehren im Landkreis Traunstein im und vor dem Feuerwehrgerätehaus Traunreut zusammenkamen.


Bei herrlichem Sommerwetter machte das große Jugendtreffen doppelt Spaß, und auch wenn die Siegertrophäen nur zweitrangig waren, war der Jubel groß, als die sechs Buben der Feuerwehr Emertsham zum Sieger des Spielewettbewerbs gekürt wurden. Mit nur 120 Fehlerpunkten siegte das Team Emertsham 1 souverän vor Engelsberg 1. Den dritten Platz erspielte sich die gemischte Gruppe der Feuerwehren Inzell und Reit im Winkl. Dahinter folgten die Jugendlichen aus Marquartstein und Petting.

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Insgesamt 75 Teams aus 55 Feuerwehren im Landkreis sowie eine Jugendgruppe des THW Traunreut nahmen an den »Jugendfeuerwehr-Spielen« teil. Zum Auftakt marschierten die Mannschaften – angeführt von der Stadtkapelle Traunreut – auf das Wettbewerbsgelände vor dem Gerätehaus. In der Fahrzeughalle wurden sie von Kreisbrandrat Hans Gnadl, Bürgermeister und Schirmherr Franz Parzinger, zahlreichen Bürgermeistern aus dem Landkreis und Karl Neulinger, Vorsitzender des Bezirksfeuerwehrverbandes Oberbayern sowie Stephan Hellmuth, Kreisjugendwart der Feuerwehren begrüßt.

Auf dem Spieleparcours hatten die sechsköpfigen Jugendteams anspruchsvolle wie spielerische Aufgaben zu erledigen, bei denen das berühmte Quäntchen Glück nicht fehlen durfte. So mussten die Feuerwehranwärter zwei Steckleiterteile zusammenbauen, einen C-Schlauch ausrollen und an ein Strahlrohr anschließen. Das Strahlrohr musste anschließend mit einem Mastwurf an einer Arbeitsleine befestigt und über die angelehnte Leiter gezogen werden, was dem Hochziehen in den ersten Stock eines Hauses entsprach.

Im zweiten Spiel mussten innerhalb von 120 Sekunden zwei Saugschläuche zusammengekuppelt werden. Die Saugleitung wurde dann in Schräglage ausgerichtet, sodass von oben Bälle in Richtung einer Zielscheibe rollen konnten. Blieben die »Klett-Bälle« an Feldern der Zielscheibe haften, gab es dafür Pluspunkte.

Neben den Spielen, die auch den Zuschauern viel Spaß machten, gab es ein umfangreiches Programm mit der Ausstellung der neuesten Löschfahrzeuge der Feuerwehren Trostberg, Tengling, Holzhausen und der Werkfeuerwehr Bosch-Siemens. Besondere Attraktion und von vielen Jugendlichen umringt war die Verkehrswacht mit Fahr- und Überschlagsimulatoren und der Möglichkeit, mit einer »Rauschbrille« vor den Augen zu erfahren, dass Alkoholgenuss zu Orientierungslosigkeit führt. Großes Interesse fand unter anderem auch eine Sprengvorführung, bei der ein Auto in Flammen aufging.

Bürgermeister Franz Parzinger und Kreisbrandrat Hans Gnadl nahmen am Ende des zweistündigen Wettbewerbes zusammen mit Kreisjugendwart Stephan Hellmuth und Konrad Unterstein, dem Leiter des Jugendtag-Organisationsteams, die Siegerehrung vor und überreichten Pokale an die drei erstplatzierten Teams.

Die Siegergruppe aus Emertsham durfte zudem den Wanderpokal des Kreisfeuerwehrverbandes in Empfang nehmen. Hellmuth würdigte die hervorragende Organisation des Jugendtages, die gemeinsam von allen Feuerwehren der Stadt Traunreut gestemmt wurde. Zum Abschluss übergab die Feuerwehr Traunreut den Jugendwimpel des Kreisfeuerwehrverbandes an die Feuerwehr Peterskirchen. Dort findet im nächsten Jahr der 29. Kreisjugendfeuerwehrtag statt. pv