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500 Buben und Mädchen beim 32. Kreisjugendfeuerwehrtag

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Drei C-Schläuche miteinander zu verflechten war eine echte Herausforderung, doch für die jungen Teilnehmer, wie hier die Trostberger Feuerwehrjugend, ein richtiger Spaß. Viele weitere Bilder sind auf unserer Internetseite unter www.traunsteiner-tagblatt.de/fotos zu sehen. (Foto: Volk)

Petting – Schlauchflechten, Zielwerfen mit einem Leinenbeutel, Abstandmessung per Rettungszylinder, ein Feuerpatschen-Hindernislauf und ein Feuerwehr-Memory – alles keine alltäglichen Aufgaben, die den rund 500 Buben und Mädchen beim 32. Kreisjugendfeuerwehrtag gestellt wurden. Im Mittelpunkt des großen Jugendtreffens standen Spiel, Spaß, Spannung, Teamarbeit und kameradschaftliches Miteinander und nicht das Streben nach Punkten und Siegerpokal. Der Jubel war dennoch groß, als die Mannschaft »Tacherting 2« nach vierstündigem Wetteifern zum unangefochtenen Sieger des Spielewettbewerbs gekürt wurde. Zweiter wurde die Gruppe »Emertsham 2«, auf den dritten Platz kam das Jugendteam Kay 2.


Insgesamt nahmen 87 Teams der 81 Feuerwehren im Landkreis an den »Jugendfeuerwehr-Spielen« teil. Zum Auftakt marschierten die Mannschaften angeführt von der Musikkapelle Petting auf den Sportplatz ein. Dort wurden sie von Kreisbrandrat Hans Gnadl, stellvertretendem Landrat Andreas Danzer und Pettings Bürgermeister Karl Lanzinger sowie Kreisjugendwart Stephan Hellmuth begrüßt.

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Auf dem Spieleparcours mussten die sechsköpfigen Jugendteams pfiffige Aufgaben erledigen, bei denen Geschicklichkeit, Schnelligkeit und gute Zusammenarbeit notwendig waren. Besonders aber war das berühmte Quäntchen Glück erforderlich, um erfolgreich zu sein und Pluspunkte zu sammeln.

Beim Abstandmessen war Augenmaß gefragt

Erste Aufgabe war es, einen kleinen Ball auf einer Feuerpatsche balancierend durch einen Hindernisparcours zu bringen. Fiel der Ball runter oder wurden die Latten der Hindernisse gerissen, gab es Punkteabzug. Die Aufgabe war es den Ball in vorgegebener Zeit so oft als möglich hin und her zu »befördern«. Gutes Augenmaß war beim Abstandmessen mit dem Rettungszylinder gefragt. Der war auf einem Tisch montiert und die Anwärter mussten ihn entsprechend weit ausfahren, um eine zuvor per Los gezogene Höhe zu erreichen.

Eine echte Herausforderung war es, einen Arbeitsleinenbeutel über drei aufeinandergestapelte Bänke hinweg in eine, auf der anderen Seite am Boden liegende Zielscheibe zu werfen. »Ein schönes Spiel, aber totale Glücksache«, meinte einer der Buben. Beim Memory galt es, identische Bildpaare zu finden, auf denen Feuerwehrgeräte aufgedruckt waren. Ein Teammitglied deckte die Karten auf und die Kameraden durften ihm zurufen, wenn sie die passenden Bilder entdeckt hatten.

Eine tolle Idee der Spieleerfinder der ausrichtenden Feuerwehr Petting war das Schlauchflechten. Drei ausgerollte, am Verteilungsstück angeschlossene C-Schläuche in Rot, Weiß und Gelb mussten ineinander verflochten werden. Da waren die Schlachtenbummler gefragt, die ihre Teams zu Schnelligkeit anfeuerten. Ebenso gab es laute Kommandorufe, damit aus den Schläuchen wirklich ein schönes buntes Geflecht wurde. Je mehr Flechtknoten ein Team schaffte, umso höher die Punktzahl.

Sonderpreise gab es bei weiteren Spielen außerhalb der Wertung. Unter anderem wurden vollgesogene Schwämme über eine Wand geworfen. Auf der anderen Seite versuchten die Spieler, möglichst viel Wasser aus den Schwämmen zu pressen. Eine nasse Angelegenheit, die bei den sommerlichen Temperaturen aber bei vielen Teams zur Erfrischung überaus willkommen war.

Überschlagsimulator war besondere Attraktion

Neben den Spielen, die auch den Zuschauern viel Spaß machten, gab es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit der Ausstellung von Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr und des Bayerischen Roten Kreuzes. Besondere Attraktion für die Jugendlichen war die Verkehrswacht mit einem Überschlags- und Aufprallsimulator und der Möglichkeit, am Simulator eine Fahrt mit Blaulicht und Martinshorn sowie die damit verbundenen Gefahren zu erleben. Die BRK-Hundestaffel Traunstein und das Jugend-Rot-Kreuz stellten sich ebenfalls vor.

Bürgermeister Karl Lanzinger würdigte die aktive Mannschaft und den Feuerwehrverein der Feuerwehr Petting, die den Jugendtag hervorragend organisierten und perfekt durchführten. Die Pettinger Wehr erklärte sich bereit den Jugendtag auszurichten, weil sie damit gleichzeitig das 40-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr in der Gemeinde feierte.

Stellvertretender Landrat Andreas Danzer betonte die Wichtigkeit der Feuerwehren für die Gesellschaft. Gut ausgebildete Nachwuchskräfte liegen dem Landkreis sehr am Herzen. Deshalb wird die Jugendarbeit umfangreich finanziell gefördert. Der Kreisjugendfeuerwehrtag sei eine ausgezeichnete Gelegenheit, sich besser kennenzulernen, im Team zu arbeiten, Kameradschaft zu erleben und gemeinsam etwas zu erreichen. »Ihr Feuerwehrler, ob jung oder alt, seid unsere Vorbilder.«

Wanderpokal für die Erstplatzierten

Bürgermeister Lanzinger, Kreisbrandrat Gnadl und Kreisjugendwart Hellmuth nahmen zum Abschluss die Siegerehrung vor und überreichten Pokale an die drei erstplatzierten Teams. Die sechs Buben der Siegergruppe aus Tacherting konnten zudem den Wanderpokal des Kreisfeuerwehrverbandes entgegennehmen. Ebenfalls auf das Podest schafften es Emertsham 2 und Kay 2. Auf den weiteren Plätzen folgten: Hammer, Kirchheim 2, Traunstein/Haslach/Kammer 1, Trostberg 2, Chieming, Waldhausen 2 und Traunstein/Haslach/Kammer 2.

Zum Abschluss übergab die Feuerwehr Petting den Jugendwimpel des Kreisfeuerwehrverbands an die Jugendfeuerwehr Siegsdorf. Dort findet im nächsten Jahr der 33. Kreisjugendfeuerwehrtag statt. pv

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