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50 Jahre Mitglied bei der Reit im Winkler Feuerwehr

Reit im Winkl. Einen detaillierten Rückblick auf das vergangene Jahr gaben im Rahmen der Mitgliederversammlung Hubert Heistracher jun. für den Feuerwehrverein und dessen Vater, Huber Heistracher sen., für die unterschiedlichen Einsätze der Feuerwehrmänner. Außerdem wurden verdiente Mitglieder geehrt. Den scheidenden Funktionären – allen voran dem Kommandanten Hubert Heistracher – wurde für ihre Verdienste gedankt.

Von dem scheidenden Kommandanten Hubert Heistracher sen. (rechts) und dem Vorsitzenden des Feuerwehrvereins Hubert Heistracher jun. erhielt Georg Obinger für 50 Jahre Mitgliedschaft ein Präsent. Obinger ist kein Aktiver Feuerwehrmann mehr, da er die Altersgrenze von 63 Jahren überschritten hat. (Foto: Ostermaier)

Für den Feuerwehrverein konzentrierte sich Hubert Heistracher jun. in Wort und Bild auf rund 40 Aktivitäten im Jahr 2013. Er erwähnte dabei auch die Organisation mehrerer Veranstaltungen, die dem Verein helfen, seine finanzielle Situation zu verbessern. Hubert Heistracher sen. beschrieb die vielfältigen Einsätze der genau 50 Aktiven, wobei er die Anzahl von zehn Alarmierungen nach Brandfällen im Vergleich zu den Vorjahren als sehr hoch bezeichnete. Neben diesen Brandeinsätzen musste die Feuerwehr aber auch häufig ausrücken, um Technische Hilfeleistung zu geben, nach Verkehrsunfällen etwa. Insgesamt listete er 44 solcher Hilfsmaßnahmen auf, wofür er exakt 1665 Einsatzstunden seiner Feuerwehrler errechnet hatte.

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Einen zeitlich wesentlich größeren Umfang betreffen jedoch Wartungsmaßnahmen, Fortbildungen und die Ausbildung der Jugendfeuerwehr, Leistungsprüfungen, die EDV-Verwaltung und eine Fülle von Übungen – Aufgaben also, welche grundlegend die verlässliche Einsatzbereitschaft der Feuerwehrmänner sichern, die aber nicht immer als ein wesentliches und zeitintensives Aufgabengebiet wahrgenommen würden. Die Zeit für die 44 Einsätze eingerechnet kam der scheidende Kommandant hier auf insgesamt genau 7777 Stunden aller Aktiven Feuerwehrmänner für 2013.

Ein Einsatzschwerpunkt ragte allerdings Mitte des vergangenen Jahres aus den üblichen Szenarien heraus: Nachdem der Tiroler Nachbarort Anfang Juni von einem gewaltigen Hochwasser betroffen war, boten die ehrenamtlichen Helfer aus dem oberbayerischen Grenzdorf sofort und nachhaltig Unterstützung. Tagelang waren sie mit viel technischem Gerät im Dauereinsatz, sicherten in Kössen und Reit im Winkl insgesamt 55 Objekte und spendeten den Nachbarn im Nachgang 4000 Euro aus eigenen Mitteln. Dies empfand denn auch der bei der Versammlung anwesende Kössener Wehr-Kommandant Andreas Paluc mehr als nur eine solidarische Geste: »Wir haben damals wirklich jede Hand brauchen können, von unseren Kollegen haben wir aber auch echten Beistand erlebt.«

Eine besondere Ehrung wurde anlässlich dieser Versammlung Georg Obinger und Georg Noichl zuteil: Sie wurden für ihre 50-jährige Vereinsmitgliedschaft ausgezeichnet. Persönlich entgegennehmen konnte Georg Noichl das Präsent aus gesundheitlichen Gründen allerdings nicht. »Für mich ist diese Auszeichnung eine besondere Ehre«, kommentierte Oberlöschmeister Georg Obinger die Geste der Feuerwehrvorstandschaft. Geehrt wurden ferner Georg Reithofer (30 Jahre aktive Dienstzeit) und Jan Schröter (10 Jahre).

Die Gelegenheit dieser Mitgliederversammlung nutzten eine Reihe von Rednern, darunter die einzelnen Gruppenführer der Feuerwehr, Kreisbrandmeister Georg Waschin und Bürgermeister Josef Heigenhauser, um insbesondere Hubert Heistracher sen. für dessen 18-jährige Kommandantur ihre Anerkennung und ihren Dank auszusprechen: Er habe in diesen Jahren einen »sensationellen Einsatz« (Heigenhauser) bewiesen, die Zusammenarbeit mit ihm sei immer »hervorragend« gewesen (Waschin). ost