weather-image
15°

50 Jahre Kirche »St. Johann im Gebirg« gefeiert

4.4
4.4
Bildtext einblenden
Weihbischof Wolfgang Bischof (zweiter von rechts) zelebrierte den Gottesdienst mit Diakon Klaus Mühlberger, Monsignore Christoph Huber und Pfarrer Martin Straßer (von links). (Foto: Hauser

Reit im Winkl – »Es ist ein Ort, an dem die Menschen die Freiheit, aber auch die Gemeinschaft erleben können.« Diese Worte von Weihbischof Wolfgang Bischof waren prägend für die Feier des 50. Jahrestags der Weihe der Kirche »St. Johann im Gebirg« auf der Winklmoosalm. Nach dem von ihm, Pfarrer Martin Straßer, Monsignore Christoph Huber und Diakon Klaus Mühlberger zelebrierten Pontifikalgottesdienst segnete er das von der Bergwacht neu errichtete Wegkreuz vor der Kirche.


Begleitet von der Musikkapelle Reit im Winkl und der Reit im Winkler Alphornbläser waren die Gläubigen und die Vereine in die Kirche eingezogen. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor und der Musikkapelle mit der »Ölbergmesse«. Ein herzerfrischendes Lied sangen die Kinder des Pfarrkindergartens.

Anzeige

Pfarrer Martin Straßer, Leiter des Pfarrverbands Oberes Achental, erinnerte an den Bau der Kirche, an dem der damalige Reit im Winkler Pfarrer Andreas Gruber maßgeblich mitgewirkt habe. Kardinal Julius Döpfner habe sie in seiner Einweihungs-Predigt als »Talstation Gottes« bezeichnet. Ideengeberin für den Architekten Prof. Josef Wiedemann sei eine Schutzhütte für Waldarbeiter gewesen, der sie auch ähnelt. »Ein schöner Gedanke für eine Kirche«, so der Pfarrer.

Raus aus dem Alltag, rein in die Freiheit der Berge – das seien wohl die Beweggründe für den Bau der Kirche gewesen, stellte Weihbischof Wolfgang Bischof fest und folgerte weiter: »Auf den Geist Gottes vertrauen, denn dort, wo der Geist Gottes ist, ist Freiheit. Damit uns das gelingt, brauchen wir Rückzugsorte wie diese Kirche, in der man zur Ruhe kommen kann.« Sie sei auch ein Schutzraum, wo die Menschen Gott nahe sein können. »Dieser Ort ist wichtig für die Menschen, die die Freiheit suchen, die wissen, dass die Freiheit einen Schutzraum braucht.«

»Wenn man in diese Kirche geht, öffnet sich das Herz«, rief der Reit im Winkler Bürgermeister Josef Heigenhauser aus und wies darauf hin, dass bei dieser Bauweise das Licht so gut hereinströmen könne. Er wies auf die vielen Messen und auch Hochzeiten hin, die in den vergangenen 50 Jahren hier gefeiert wurden. »Man ist hier oben dem Himmmel ein bisschen näher«, sagte er. Sein besonderer Dank galt neben den Handwerkern auch der Almgenossenschaft Winklmoos, die den Grund kostenlos zur Verfügung gestellt hatte. sh