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50 Jahre im Kloster verbracht

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Die goldene Profess feierten die Ordensfrauen Petra Heidler (vorne, von links) und Veronika Hesper. Beim Gottesdienst war auch Äbtissin Johanna Mayer dabei (hinten, stehend). (Foto: Thümmler)

Chiemsee. Mehrere Ordensschwestern der Benediktinerinnen der Abtei Frauenwörth haben in diesem Jahr ihr silbernes, goldenes und diamantenes Professjubiläum gefeiert. Die Mesnerin Veronika Hesper und die frühere Präfektin im Internat, Petra Heidler, begingen nun ihr goldenes Professjubiläum.


Den Dankgottesdienst in der Chorkapelle in Anwesenheit des Konvents mit Äbtissin Johanna Mayer hielt Pater Korbinian aus St. Peter in Salzburg. Dies war auch der persönliche Wunsch der Jubilarinnen. Es sei ein großartiges Zeichen der Treue, dass sie 50 Jahre durchgehalten haben, sagte der Pater. Man müsse aber auch Gott für seine Gnade danken.

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Petra Heidler habe sich 34 Jahre lang als Erzieherin und Jugendleiterin mit allen Kräften in der Kinderpflegeschule eingesetzt, erinnerte der Geistliche an ihren Werdegang. So sei sie auch von 1964 bis 1979 für den auf der Insel bestehenden Kindergarten verantwortlich gewesen. Nach Schließung der Internatsschulen habe sie handwerklich-künstlerische Gegenstände zum Verkauf im Klosterladen gefertigt.

Genau einen Tag später nach der ersten Profess im Dezember 1962 von Veronika Hesper habe ihre neue Aufgabe als Präfektin im Internat des Gymnasiums begonnen, so der Pater. Diese Aufgabe habe 20 Jahre lang bis zur Schließung der Schule 1982 gedauert. Daran habe sich ihr Mesnerdienst im Münster angeschlossen, der bis heute dauere. Pater Korbinian erwähnte, dass die Anliegen der zahlreichen Pilger, die in das Münster kamen und die vielen Gottesdienste und Feierlichkeiten sie geprägt haben. Die Jubilarinnen zeigten sich dankbar für ein langes, glückliches Ordensleben. »Er hat alles gut gemacht«, erklärte Petra Heidler und »Dem Herrn sei Dank für Alles – deo gratias«, sagte Veronika Hesper in ihren Dankesworten.

»Die Profess – ein Leben zwischen Zeit und Ewigkeit«, so umschrieb Äbtissin Mayer ihren diesjährigen Rückblick. »Wir Benediktinerinnen von Frauenwörth blicken auf ein Jahr der Fülle zurück«, so die Äbtissin. Zwei Frauen haben sich auf Lebenszeit an die Gemeinschaft gebunden, eine durch Ablegung der feierlichen Profess, eine durch Übertritt aus einer anderen benediktinischen Gemeinschaft.

Eine Novizin habe sich durch die zeitliche Profess auf drei Jahre dem Kloster angeschlossen. Darüber hinaus feierten zwei Mitschwestern ihr silbernes, drei ihr goldenes und zwei ihr diamantenes Professjubiläum. Ähnlich wie die Ehe, stelle auch die Profess – der endgültige Eintritt in eine Ordensgemeinschaft – ein Beziehungsgeschehen und zwar mit Gott dar, betonte die Äbtissin.

Die Äbtissin erwähnte ferner, dass zur Fülle auch die erfolgreich durchgeführte Fensteraustauschaktion auf der West- und Ostseite des Klosters und die energetische Sanierung des Speichers und Daches gehören. Mithilfe der Mitglieder des Freundeskreises, der Oblatengemeinschaft und zahlreicher privater Spender habe ein erheblicher Teil der Sanierungsarbeiten abgeschlossen werden können. th

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