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48-Jährigen auf offener Strasse angeschossen

Prien. Eine schwere Schussverletzung erlitt ein Mann am Montagnachmittag auf offener Straße in Prien. Ein 38-Jähriger hatte nach einem Streit mit seiner Ex-Freundin mit einer Waffe mehrere Schüsse abgefeuert und den 48-Jährigen getroffen.

Ein 48 Jahre alter Mann war dort auf offener Straße niedergeschossen und schwer verletzt worden. Der mutmaßliche Täter - ein 38-Jähriger - wurde von Passanten überwältigt und dann von Polizisten festgenommen. Zuvor waren der Verdächtige und seine Ex-Freundin am Montagabend in Streit geraten. Foto: Rosemarie Ammelburger/dpa

Gegen 17.15 Uhr lauerte der 38-Jährige seiner Ex-Freundin auf der Schulstraße in Prien gezielt auf. Die Beziehung zwischen dem Täter und der 30-Jährigen war schon seit etlichen Monaten einvernehmlich beendet, so die Polizei. Passantinnen riefen bereits zu diesem Zeitpunkt auf Bitten der Frau die Polizei, weil der Mann eine Waffe in der Hand hielt.

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Der Täter schlug brutal auf die 30 Jahre alte Frau ein und zog sie an den Haaren. Als Passanten den Mann mehrfach aufforderten, die Frau in Ruhe zu lassen, soll er ihr nach Angaben des Bayerischen Rundfunks die Pistole ans Genick gehalten haben.


Trotz der Verletzungen gelang es der Frau, sich dem Angreifer zu entreißen und in ein nahe gelegenes Lokal zu flüchten. Der 38-Jährige drehte sich nach BR-Angaben urplötzlich um und feuerte vier Schüsse auf die Passanten ab. Laut Angaben mehrerer Augenzeugen schoss der Täter auch auf die Frau, verfehlte sie aber.


Eine der Kugeln traf den 48-jährigen Mann an der Schulter, der in einem benachbarten Laden arbeitet und der Frau zu Hilfe gekommen war. Zwar musste er sofort operiert werden. Lebensgefahr bestehe aber nach Auskunft der Ärzte nicht mehr, so das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd in Rosenheim gestern Nachmittag. Ein Autofahrer hielt an, überwältigte den Täter, entwaffnete ihn und hielt ihn mithilfe anderer Passanten bis zum Eintreffen der Polizei fest. Anschließend kümmerte er sich um den Verletzten.


Der Täter wurde gestern Vormittag der Staatsanwaltschaft Traunstein vorgeführt, die nun gegen ihn wegen zweier versuchter Tötungen ermittelt. Die nötigen Erlaubnisse zum Kauf, Besitz und Tragen der Waffe hatte der 38-Jährige nicht. Woher er Mann die Pistole hatte, sei noch Gegenstand der Ermittlungen. Weitere Zeugen sollen sich unter Telefon 08031/2000 melden, vor allem derjenige, der dramatischen Szenen gefilmt haben soll.