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40-jähriger Trostberger zieht Notbremse in Münchner ICE – und fährt nach Hause

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Foto: Symbolbild, pixabay.com

München – Der Zug war eigentlich schon abgefahren – aber damit wollte sich ein 40-Jähriger aus Trostberg am Münchner Hauptbahnhof nicht abfinden: er zog kurzerhand die Notbremse.


Er hatte einen Cousin zum ICE nach Dortmund gebracht und war mit ihm in den Zug eingestiegen. Als sich die Türen schlossen und sich der ICE in Bewegung setzte, betätigte der 40-Jährige die Notbremse, wie die Bundespolizei am Mittwoch mitteilte.

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Nachdem der zu diesem Zeitpunkt am Dienstagabend bereits 40 Stundenkilometer schnelle Zug gestoppt war, stieg der Mann aus und verschwand zunächst unerkannt über die Gleise. Der gesamte Ein- und Ausfahrtbereich des Hauptbahnhofes wurde daraufhin gesperrt – der Zugverkehr stand für rund zehn Minuten still.

Mit dem Auto zurück nach Trostberg gefahren

Ein im Zug mitfahrender Bundespolizist konnte mit Hilfe eines Zugbegleiters zunächst den Verwandten und über diesen auch den 40-Jährigen ausfindig machen. Er war über die Gleise zum Hauptbahnhof zurückgegangen und mit seinem Auto zurück nach Trostberg gefahren. Bei seiner polizeilichen Vernehmung schilderte er, dass er in Panik geraten sei, als der Zug startete. Er zog die Notbremse, da er "kein Ticket hatte und am nächsten Morgen in Trostberg zur Arbeit müsse", so der Mann gegenüber den Beamten.

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Foto: Bundespolizeidirektion München

Durch die Schnellbremsung wurde niemand verletzt, es kam aber zu erheblichen Beeinträchtigungen des Zugverkehrs – und gegen den Mann wird nun wegen Missbrauchs von Nothilfeeinrichtungen ermittelt.

dpa/lby/th mit Informationen der Polizei München