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400 000 Euro werden gespart

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Rund 400 000 Euro werden bei der Generalsanierung und dem Neubau des Gymnasiums gespart.

Traunstein – Voll in der Zeit- und Kostenschiene liegt das Johannes-Heidenhain-Gymnasium in Traunreut, nachdem es 2014 Probleme mit den Baumeisterarbeiten gegeben hatte. Das berichtete Landrat Siegfried Walch im Kreisausschuss. Die 2011 vom Kreistag bewilligte Generalsanierung mit Teilneubau wird plangemäß im Herbst 2017 abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten, 2013 auf rund 17,53 Millionen Euro geschätzt, werden sich um rund 400 000 Euro auf circa 17,125 Millionen Euro reduzieren. Diese positive Information überbrachte Philipp von Funcke vom Architekturbüro Köhler in Gauting dem Gremium. Der Landrat sprach von einem »gelungenen Projekt« und »Fortschritt für die Schüler«. Damit habe der Landkreis etwas für die Bildung getan und – wegen der Energieeinsparung auch etwas für die ökologische Situation.


Laut Philipp von Funcke wurde der Teilneubau, der mit dem Bestand »ein harmonisches Ensemble« bilde, bereits bezogen. Herzstück der Schule sei das neue zentrale Treppenhaus. Der Architekt zitierte von der Internetseite der Schule einen Schüler der Klasse 6a: »Mir gefällt es sehr gut, also ich bleibe hier.« Sehr gut gestalte sich die Zusammenarbeit mit der Schulleitung, lobte der Referent weiter. Fertiggestellt seien auch die Aula und der Pausenhof. Die Mittagsbetreuung samt Küche und der Chemiesaal seien vom Westflügel umgesiedelt worden in den Neubaubereich. Der Westflügel werde entkernt und statisch verstärkt. Die Fassade einschließlich Dämmung werde erneuert, die Fenster ausgetauscht und mit Dreifachverglasung ausgerüstet. Dann würden dort Verwaltung und Chemiebereich einziehen. Anschließend werde mit dem Teilabbruch des Südflügels begonnen.

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Energiekredit wird gerade noch geprüft

Zu den Kosten betonte von Funcke, 90 Prozent der Aufträge seien ausgeschrieben, rund 7,6 Millionen Euro schon abgerechnet. Die Gesamtförderung für Schule und Mittagsbetreuung seitens des Staats betrage fünf Millionen Euro. Für die energetische Sanierung der Innenbeleuchtung gebe es einen zusätzlichen Förderbetrag von knapp 80 000 Euro. Ein Energiekredit werde derzeit noch geprüft.

Das Thema »Barrierefreiheit« interessierte Dr. Thomas Graf (ÖDP). In allen Bereichen werde dem Rechnung getragen, gab der Architekt Auskunft. Man habe außen keine Rampe anbauen können: »Sie wäre wegen des Höhenunterschieds zur Straße 25 Meter lang geworden. Jetzt kann man ebenerdig in einen Aufzug einsteigen und ins Erdgeschoß gelangen.«

Mit dem Johannes-Heidenhain-Gymnasium hatte auch ein Punkt aus einer nichtöffentlichen Kreisausschusssitzung zu tun. Darin wurde der Auftrag für das Gewerk »Beleuchtung Bestand« an die Firma Brandhuber aus Neuötting mit einem Volumen von rund 129 000 Euro vergeben. Außerdem hatte das Gremium Kenntnis genommen vom Umzug der Geschäftsstelle des Zweckverbands Holzknechtmuseums zur Gemeinde Ruhpolding.

Nach einer künftigen Altenpflegeschule im Landkreis Traunstein erkundigte sich Willi Geistanger (Die Grünen). Die Antwort des Landrats: »Wir sind ein bisserl dabei. Alles dauert.« Lothar Wagner, Geschäftsleiter des Landratsamts, erwiderte, die Krankenpflegeschule am Kreisklinikum hätte die Altenpflege mit abdecken sollen. Noch aber fehlten die gesetzlichen Voraussetzungen. »Wir bleiben dran«, versicherte Walch. kd