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40 weitere Großspinde fürs Freibad

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Christa Marstaller und Kathi Steindl freuen sich über die Entscheidung des Hauptausschusses, für das Franz-Haberlander-Freibad Traunreut weitere Spinde anzuschaffen. Die 40 Spinde, die jetzt um weitere 40 erhöht werden, können über die ganze Saison gemietet werden, um dort Liegen oder Sonnenschirme zu verstauen. (Foto: Rasch)

Traunreut. Das jahrelange Gerangel um die Spinde im Traunreuter Franz-Haberlander-Freibad hat nun ein Ende: Der Hauptausschuss beschloss auf Antrag der CSU-Fraktion einstimmig, 40 weitere Großspinde anzuschaffen, in denen die Badegäste ihre Liegestühle und Sonnenschirme verstauen können. Nach Angaben der Stadtverwaltung sollen die Mietfächer, die 9500 Euro kosten werden, sofort bestellt werden.


Dass die derzeit 40 Spinde hinten und vorne nicht ausreichen, bestätigte Hans Kneffel (CSU), der den Antrag angeleiert hatte. Der »Sonntags-Frühschwimmer« wurde mit dem Dauerärgernis mehrfach konfrontiert. Mit der Anschaffung weiterer Spinde könnte ein Ärgernis weniger mit einem kleinen Aufwand beseitigt werden, so die Meinung des CSU-Stadtrats. Um Platz für die neuen Spinde im Untergeschoß des Umkleidehauses zu schaffen, sollten einige der kleineren Spinde, die ohnehin nicht mehr genutzt werden, entsorgt werden. Gleichzeitig schlug er vor, den jährlichen Mietpreis von 10 auf 15 Euro aufzustocken. Dieser Vorschlag wurde knapp mit 6:5 Stimmen befürwortet.

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Das Gremium war der Meinung, die Stadt sollte zugunsten der Bürger und Badegäste das Geld in die Hand nehmen und die Zahl der Spinde aufstocken. »Das ist eine gute Werbung für das Bad«, meinte Johannes Danner (Bürgerliste), der sich jedoch gegen eine Erhöhung des jährlichen Mietpreises aussprach. Gretl Gineiger (Grüne) verwies zunächst auf eine Stellungnahme der Verwaltung, mit der Neuanschaffung bis zum Neubau bzw. zur Sanierung des Umkleidehauses zu warten, schloss sich aber letztendlich der Allgemeinheit an. Bürgermeister Klaus Ritter erklärte, ein Neubau oder eine Sanierung des Umkleidehauses sei zwar Thema, in den nächsten zwei bis drei Jahren aber nicht spruchreif. Von daher, so Ritter, sei die Neuanschaffung durchaus gerechtfertigt.

Von den Sitzungsbesuchern wurde der einhellige Beschluss mit großer Begeisterung aufgenommen. Kathi Steindl und Christa Marstaller begrüßten die Entscheidung des Gremiums. Es könne sich kein Mensch vorstellen, was bei der Vergabe der Spinde am Saisonbeginn abgehe. Seit Jahren herrsche am Tag der Vergabe ein großes Gerangel, die Leute stehen Schlange, beklagten sie. Kathi Steindl und Christa Marstaller, die sich einen Spind sichern konnten, gehören zu einer Clique, die viel Zeit im Freibad verbringt und ihre größeren Badeutensilien nicht täglich hin und herschleppen möchte. In den Spinden hätten ohnehin nur ein Liegestuhl, ein Sonnenschirm und ein paar Handtücher Platz, sagte Marstaller dem Traunsteiner Tagblatt. Deshalb sei sie auch nicht damit einverstanden, dass, wie im Gremium angeklungen, jeder Familie nur ein Spind zur Verfügung gestellt werden sollte. Die Erhöhung auf 15 Euro gehen für die beiden Damen in Ordnung, aber »wenn i koa Kastl mehr kriagert, nahm i mia a koa Saisonkartl mehr«, betonte die gebürtige Österreicherin Kathi Steindl. Auf Anfrage bei der Stadtverwaltung, wann mit den neuen Spinden zu rechnen ist, hieß es nur, dass die Spinde sofort bestellt werden sollen.

Derzeit gibt es im Freibad 40 Spinde, die von den Badegästen angemietet werden können, um größere Gerätschaften im Bad belassen zu können. Die Fächer werden jeweils eine Woche vor der Öffnung des Bades vergeben. Dass die Nachfrage nach solchen Fächern insgesamt größer ist als das Angebot, ist auch der Verwaltung bewusst. Es sei aber nicht Aufgabe der Stadt für alle Badegäste ein solches Fach bereitzustellen, heißt es in einer Stellungnahme. Ursprünglich war geplant, diese Fächer für Personen zu reservieren, denen aus gesundheitlichen Gründen der Transport von größeren Gerätschaften schwerfällt. Die Verwaltung bezweifelt auch, ob die Erhöhung des Angebots auch die Nachfrage befriedige. In den Augen der Bäderverwaltung wäre es sinnvoll gewesen, bis zum Neubau des Umkleidehauses zu warten.

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