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40 engagierte Teisendorfer Bürger geehrt

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Bürgermeister Thomas Gasser (links) überreichte – neben 39 anderen engagierten Teisendorfern – an TSV-Urgestein Werner Klein die Anerkennungsmedaille der Marktgemeinde. Klein blickt auf eine 50-jährige Ehrenamtslaufbahn zurück. (Foto: Mergenthal)

Teisendorf – »Was ihr leistet, ist unbezahlbar« – unter diese Überschrift stellte Bürgermeister Thomas Gasser den Ehrungsabend für besonders engagierte Bürger im Gasthof Alte Post. Zum zweiten Mal richtete die Gemeinde diese Veranstaltung zur Überreichung von »Anerkennungsmedaillen« des Marktes Teisendorf aus.


Gekommen waren neben den zu Ehrenden und ihren Angehörigen ihre Vereinsvorstände, mehrere Gemeinderäte sowie der frühere Bürgermeister Franz Schießl. Musikalisch umrahmte den Festabend die »Semmebräsl-Musi« aus Oberteisendorf. Bereits in der vergangenen Legislaturperiode hatten die Gemeinderäte Georg Quentin und Georg Krammer diese Art der Würdigung verdienter Ehrenamtlicher angeregt, und der Gemeinderat erarbeitete Richtlinien dafür.

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Alle diesmal Geehrten wurden durch ihren Verein oder ihren Vorsitzenden vorgeschlagen. Gasser lud die Anwesenden ein, auch Personen, die sich ehrenamtlich einsetzen, aber keinem Verein angehören, für eine Ehrung vorzuschlagen. Solche Vorschläge könne jeder einbringen, »denn oft arbeiten viele sehr aktiv, aber von der Öffentlichkeit eher unbemerkt«, hob der Rathauschef hervor.

»Ich bin mir dessen bewusst, dass mein Dank für euren Einsatz, eure Zeit und eure Verantwortung, die ihr in den jeweiligen Positionen in den Vereinen und Organisationen eingebracht habt, nur eine Geste sein kann«, wandte sich der Bürgermeister direkt an die »Ehrengäste« des Abends. Die Medaille solle ein Zeichen dafür sein, dass die Arbeit der Ehrenamtlichen einen hohen Stellenwert in der ganzen Gemeinde genießt.

Schätzungen gehen laut Gasser davon aus, dass in Deutschland rund 23 Millionen Menschen ehrenamtlich tätig sind – 23 Millionen, die ihre Kraft, ihr Können und ihre Zeit für die Allgemeinheit zur Verfügung stellen, die nicht fragten: Was habe ich davon? »23 Millionen, denen ihr Dorf, ihre Gemeinde nicht egal sind, sondern die für andere Wertvolles schaffen, erhalten und weiter entwickeln«, ergänzte Gasser.

Die Vereine in der Gemeinde stellten für die Bürger einen bunten Strauß von Möglichkeiten und Betätigungen zusammen. Die Auswahl der Medaillen-Empfänger repräsentierte diese Vielfalt: von den Themen Sport, Brauchtumsförderung, Heimatgeschichte und Musik über den Gartenbau und Naturschutz bis hin zu Feuerwehr, Rotem Kreuz und Selbsthilfe-Organisationen. In den unterschiedlichsten Funktionen, wie Fähnrich, Vorsitzender, Tourenleiter, Kassier, Schriftführer, Chronist oder Abteilungsleiter, engagierten sich die Geehrten. Auf die längste Ehrenamtslaufbahn blickt mit 50 Jahren Werner Klein, ein »Urgestein« des TSV Teisendorf«, zurück. Der längstgediente Fähnrich ist mit 41 Jahren Paul Haimbuchner von der KSK Weildorf.

»Dieses Angebot ist nur so bunt und vielfältig, weil es euch gibt, weil ihr in eurem Aufgabenfeld Ideen umsetzt und ihr die damit verbundenen Pflichten ernst nehmt«, führte der Laudator weiter aus. Er äußerte den Wunsch, dass jeder Verein und jede Organisation genügend und guten Nachwuchs findet, wenn so engagierte Leute wie die Geehrten einmal kürzertreten oder den Weg für andere freimachen wollen.

Die Ehrung führte Gasser mit Unterstützung seiner Stellvertreter, des zweiten Bürgermeisters Norbert Schader, und des dritten Bürgermeisters Gernot Daxer, der die jeweils auch mit Fotos vorgestellten Personen aufrief, in zwei Blöcken durch. Dazwischen, davor und danach konnten die Geladenen die Musik und ein von der Gemeinde spendiertes Essen genießen.

Im Schlusswort zeigte sich Schader erfreut, dass diesmal auch ein geistlicher Würdenträger, Pfarrer Horst Kreß für sein Engagement seit 1973 in der Leonhardigilde und bei Kolping, und die Ordensschwester Brigitte Bindl (wir berichteten) geehrt wurden. »Die Vereine sind ein Pfeiler der Gesellschaft, ob im Jugendbereich oder im Alter«, betonte er. Er würdigte besonders den Einsatz der Vereine und Organisationen mit Jugendarbeit. Neben den Eltern leisteten diese einen »großen Teil der Erziehung, und es wird unsere Kultur mit den althergebrachten Sitten und Bräuchen weiter vermittelt«. vm