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40 Absolventen im Bereich Metall

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Prüfungsbester ist Johann Angerer aus Bischofswiesen. Ihm gratulierten Kreishandwerksmeister Peter Eicher (von links), Innungs-Obermeister Franz Pfeffer und Prüfungsvorsitzender Fritz Grassl.

Traunreut – Nachwuchs für die heimischen Metaller: In der Berufsschule der Traunreuter Jugendsiedlung wurden 40 junge Handwerker nach ihrer drei- beziehungsweise dreieinhalbjährigen Lehrzeit freigesprochen und verstärken künftig die Handwerksbetriebe der Metall-Innung Traunstein-Berchtesgadener Land.


Schulleiter Ulrich Genghammer stellte zur Begrüßung kurz die Gastgeber-Schule vor, die derzeit 120 junge Menschen ausbildet, und ein Einzugsgebiet von Berchtesgaden bis Rosenheim hat. Der gastronomische Bereich wurde bei der Freisprechung von Schülern der Schule abgedeckt.

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Duales Ausbildungssystem ist unverzichtbar

Innungs-Obermeister Franz Pfeffer lobte die jungen Handwerker: »Ihr habt Ahnung von der Arbeitswelt.« Pfeffer stellte das duale Ausbildungssystem als unverzichtbare Grundlage für eine erfolgreiche Ausbildung heraus. »Eine unglaubliche Arbeit – und er macht die sehr gut«, lobte der Obermeister insbesondere die Arbeit des Prüfungsvorsitzenden Fritz Grassl, der im Nachgang die gute Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum und den Berufsschulen herausstellte. »Alle Teilnehmer haben gut und mit großem Elan mitgearbeitet.« Die Prüfungsteilnehmer, die zum Fachpraktiker für Metallbau, Fachrichtung Konstruktionstechnik angetreten sind, haben mit einem Schnitt von 70,9 Prozent erfolgreich abgeschlossen.

Neun Metallbauer der Innungen Traunstein-Berchtesgadener Land und Rosenheim sind zur Sommerprüfung 2015 angetreten. Alle haben diese bestanden. Der Schnitt lag bei sehr guten 85,9 Prozent. Bei der Winterprüfung sind 27 Auszubildende angetreten. Bis auf einen haben alle die Prüfung bestanden. Der Schnitt aus Theorie und Praxis lag hier bei 78,1 Prozent. Der Prüfungsbeste, Johann Angerer aus Bischofswiesen, vom Ausbildungsbetrieb Hubert Weber aus Bischofswiesen, erreichte mit 92 Prozent mit der Note »Sehr gut« das beste Ergebnis.

Angerer, unter anderem Vertreter der Junggesellen, sagte in seiner kurzen Rede: »Wir sind frei und nicht mehr in der Lehre, aber wir haben auch mehr Verantwortung.« Er dankte den Lehrern und Ausbildern des Bildungszentrums und der Betriebe. »Durch ihre Wissensvermittlung stehen wir heute mit einer abgeschlossenen Ausbildung vor ihnen.« Den Unterricht in der Schule wünsche er sich mehr praxisbezogen.

Handwerk ist Herzstück des Mittelstands

Bevor die Gesellen ihre begehrten Gesellenbriefe erhielten, gratulierte Kreishandwerksmeister Peter Eicher zur bestandenen Prüfung. Das Handwerk sei das Herzstück des deutschen Mittelstands. Im Nachgang sprach er die Junggesellen von den Verpflichtungen des Lehrverhältnisses frei, was von langanhaltendem Applaus begleitet wurde. awi