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37 »Loisein« und eine Luise

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Petting. Schon zum 14. Mal trafen sich die »Loisein« der Gegend an ihrem Namenstag in Petting, der Heimat des Initiators der Zusammenkunft, Alois Singhammer. Heuer war, neben den 37 Loisein, auch wieder eine Vertreterin der Luisen zugegen. Immer wieder schafft es Singhammer, eine beträchtliche Zahl von Loisein zusammenzutrommeln. Leider, meint nicht nur der Organisator, sei der früher sehr populäre Name Alois etwas aus der Mode gefallen. Gerade das scheint aber die Verbliebenen umso mehr zusammenzuschweißen in ihrem Bewusstsein, einen guten alten, bayerischen Namen zu haben.


Allerdings war der, schon als 23-Jähriger während einer Pest-Epidemie in Rom verstorbene, Heilige leider kein Bayer, sondern der Sohn eines Adligen aus Castiglione delle Stiviere bei Mantua. Wahrscheinlich wäre er auch etwas zu fromm gewesen, für die »Loisein« in Petting. Die waren näher an der Ludwig-Thoma-Figur des Alois Hingerl, allerdings etwas fröhlicher als der bayerische Grantler im Himmel. Die »Loisein« in Petting hatten auch keine Ambitionen, der bayerischen Politik göttliche Ratschläge zu übermitteln, denn das hätten eigentlich schon ihre Namenskollegen Alois Hundhammer, oder Alois Glück tun sollen.

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Vielmehr beschäftigten sich die in Petting zusammengekommenen »Loisein« damit, gute Laune zu verbreiten. Den   Anfang machten sie im Biergarten beim Unterwirt, wo    Alois Mayer aus Grabenstätt und Alois Schindler aus    Schönram gleich ihre »Ziachan« hervorholten und schneidige, selbstgeschneiderte Gstanzln hören ließen. Richtig los ging es, als auch das »Loisei-Trio«, bestehend aus Alois David (Kontrabass), Alois Leitner (Gitarre) und Alois Ertl (Ziach), eintraf. Für einen Monat hatten die Drei zusammen geübt und Gstanzln gedichtet, damit sie den »Loisein« und der Luise richtig imponieren konnten.

Nachdem der Wirt, Erich Ulz, die Loisein und die Luise für ein Erinnerungsfoto abgelichtet hatte, ging die Gesellschaft vom Biergarten ins Nebenzimmer und freute sich dort über die bessere Akustik, die die Witze, beigesteuert vor allem von Alois Mayer aus Grabenstätt und Alois Gerhartsreiter aus Anger, für alle gut verständlich machte und zur immer besser werdenden Stimmung beitrug.

Bei so viel guter Stimmung wird es sicher kein Wunder seitens des Namenspatrons brauchen, um die »Loisein« im nächsten Jahr wieder nach Petting zu locken. Alois Singhammer wird aber sicher dazu beitragen. al

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