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37 Jahre im Einsatz für die Kirchenmusik

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37 Jahre war Max Pohl (links) Organist in der Pfarrkirche St. Laurentius Nußdorf und Leiter des Kirchenchors. Kirchenpfleger Georg Schuster würdigte das große Engagement Pohls. (Foto: Volk)

Nußdorf. Bei einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Laurentius wurde Max Pohl, Leiter des Kirchenchores und Organist, in den Ruhestand verabschiedet. Pohl spielte 37 Jahre die Orgel und leitete ebenso lange den Kirchenchor der Pfarrgemeinde. Zum Ende dieses Monats legt er seine Ehrenämter nieder. Seinen Abschied beim Pfarrgottesdienst gestaltete Pohl selbst, dirigierte Orchester, Chor und Solisten und verwöhnte die Gottesdienstbesucher mit der »Missa in honorem Sancti Dominici« von Michael Haydn.


Nach dem Gottesdienst, zelebriert von Pfarrer Josef Hofmann und Pastoralreferent Michael Kohl, würdigte Kirchenpfleger Georg Schuster das langjährige, engagierte Wirken Pohls in der Pfarrgemeinde. Pohl sei es gelungen, den Volksgesang lebhaft und interessant zu gestalten und die Gottesdienstbesucher zum Mitsingen zu animieren. Mindestens zwei Mal im Jahr, meist an Weihnachten und Ostern, wurden die von Pohl initiierten Orchestermessen zu Höhepunkten des Kirchenjahres. Doch auch Passions- oder Adventssingen organisierte Pohl mit viel Leidenschaft, engagierte sich zehn Jahre als Leiter des Nußdorfer Jugendchors »Nota Bene« und förderte die Jüngsten mit einem Kinderchor.

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Als Dank für seine engagierte Arbeit als Kirchenmusiker und seinen Einsatz in der Pfarrei überreichte Schuster ein, von Edeltraud Gärtner gemaltes Bild der Pfarrkirche St. Laurentius. Die Gottesdienstbesucher bedankten sich beim scheidenden Chorleiter mit lang anhaltendem Applaus.

Pfarrer Josef Hofmann überreichte in Vertretung von Dekan Georg Lindl eine Urkunde des Erzbischöflichen Ordinariats. Pastoralreferent Michael Kohl und Kirchenpfleger Schuster sprachen die Hoffnung aus, dass Pohl auch künftig in Notlagen und als Aushilfe auf die Orgelempore hinaufsteige.

Bürgermeister Hans Gnadl sagte, die Gemeinde lebe durch Menschen wie Max Pohl, die sich engagieren und das Gemeinwesen durch ihren ehrenamtlichen Einsatz prägen und tragen. Die großen Mühen und der Einsatz, den Pohl für die Kirchenmusik erbracht hat, könne nicht genug gewürdigt werden.

Max Pohl zeigte sich bescheiden. Er habe zu danken, dass ihm Gott Gesundheit, Kraft und ein wenig Talent geschenkt habe, die Kirchenmusik in Nußdorf über so lange Zeit gestalten zu dürfen. »Ich bin stolz auf meinen Chor!« Er dankte auch allen Orchestermusikern, die über viele Jahre immer da waren, wenn in der Nußdorfer Pfarrkirche musikalisch Besonderes geboten wurde. Er bat darum, seinen Nachfolger Stephan Wahl, Kirchenmusiker aus Chieming, wohlwollend aufzunehmen und zu unterstützen.

Bei einer anschließenden Zusammenkunft im Pfarrsaal verabschiedete sich der Kirchenchor mit Liedern. Langjährige musikalische Weggefährten sangen »dem Max« Gstanzl und wünschten, dass er gesund bleiben möge und nicht von der Orgelbank falle. pv.