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360 Gäste kamen zur Premiere der »Brautnacht«

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Pater Florian (Beppo Landenhammer) wird von der Magd Mimi (Pet Mühlberger), dem Hausmeister Schani (Max Weiß) und der Wirtin der Goldenen Gans, Gretl (Kathl Wilhelm, links) bei der Ankunft in der Goldenen Gans begrüßt.

Reit im Winkl. Rund 360 Gäste kamen zur Premierenvorstellung des Stückes »Die Brautnacht« in den Festsaal. Unter den Gästen waren auch die Mitglieder des Männergesangvereins und der Wetterkreuzmusi, die vor der Aufführung und während der Pausen das Programm ergänzten. Etwas verhalten reagierte das Publikum auf diese Erstaufführung, was an der recht eindimensionalen Handlung des Dreiakters von Hermann Schuster gelegen haben mag. Im Wesentlichen beschränkt sich der Inhalt auf die Tücken und Hindernisse bei der Suche nach einem Partner.


Dies beginnt beim Kolonialwarenhändler Xaver Bierlinger (Peperl Neumaier), der im Wirtshaus Goldene Gans, dem Ort der gesamten Handlung, Dauergast wird, weil er unbedingt die Wirtin gewinnen will, die Gretl (Kathl Wilhelm). Auf die Lauer begeben sich dort aber auch die beiden Schwestern Walburga Scholastika (Christa Buchmann) und Kunigunda Anastasia (Gretl Strohmayer). Einen Mann wollen, sie, einen Mann um jeden Preis. Selbst vor einem in dieser Hinsicht ungewöhnlichen Gast machen sie nicht Halt: dem Pater Florian (Beppo Landenhammer), dem man auch als über 80-Jährigen die Spielfreude noch immer anmerkt. Nachdem es den beiden Schwestern nicht gelingen mag, ein Männerherz zu erobern, beschließen sie, ausgerechnet beim Pater zu fensterln, weil es ja eine besondere Nacht sei, nämlich »die Brautnacht«: Sie soll mit ihrer Magie richten, was den Bewerbern nicht gelingen mag, wie sich das der Autor Hermann Schuster so ausgedacht hat.

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Bleiben noch Edeltraud, die Tochter des Hauses, (Steffi Grießhaber); sie hat eine eigentlich heimliche Beziehung zu dem Jäger Loisl (Martin Weiß) sowie Mimi, die Magd in der Goldenen Gans (Pet Mühlberger, sie führte auch Regie): Sie müht sich, den Hausmeister Schani (Max Weiß) davon zu überzeugen, dass sie die Richtige für ihn sei.

Natürlich findet am Ende des Dreiakters jeder sein Pendant, Ende gut, (fast) alles gut. In rund sechs Wochen hat Pet Mühlberger dieses Stück mit den bewährten und routinierten Spielern einstudiert. Die »Brautnacht« wird künftig das regelmäßige Programm ergänzen, jeden Donnerstag ist im Festsaal in Reit im Winkl während der Winter- und Sommersaison Theatertag, insgesamt drei Stücke werden dabei im Wechsel aufgeführt. ost