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36 Krankenpflegeschüler bestanden ihr Staatsexamen

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Bei der Examensfeier im Bildungszentrum wurden die besten Prüfungsteilnehmer mit Anerkennungsurkunden der Regierung ausgezeichnet. Unser Foto zeigt (hintere Reihe von links) Florian Harant, Regina Hasenknopf, Ramona Maier, Lisa Schmolling, Julia Stief, Vorstand Stefan Nowack und den Leiter des Bildungszentrums, Rupert Übelherr, sowie in der vorderen Reihe von links Julia Gramelsberger, Barbara Barth, Anja Köster und Magdalena Oberhauser.

Traunstein. Bei einer Feier im Bildungszentrum für Gesundheitsberufe der Kliniken Südostbayern AG erhielten 36 Absolventen der Berufsfachschule für Krankenpflege ihre Zeugnisse. Weitere vier können das Staatsexamen in Nachprüfungen noch bestehen. Weitere 26 Absolventen waren bereits Ende August in Bad Reichenhall verabschiedet worden. »Wir liefern entsprechend unserem gesellschaftlichen Auftrag als Bildungsstätte Pflegenachwuchs für die gesamte Region, sogar bis nach Salzburg«, erklärte der Leiter des Bildungszentrums, Rupert Übelherr.


Für hervorragende Leistungen mit einem Notendurchschnitt besser als 1,5 erhielten Barbara Barth (Kirchweihdach), Julia Gramelsberger (Marquartstein), Florian Harant (Ainring), Regina Hasenknopf (Wonneberg), Anja Köster (Trostberg), Ramona Maier (Traunstein), Magdalena Oberhauser (Vachendorf), Lisa Schmolling (Traunstein) und Julia Stief (Waging) Urkunden der Regierung von Oberbayern.

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Die Klinik-AG biete attraktive Arbeitsplätze in der Pflege, sagte Überherr. Weit mehr als die Hälfte der Examinierten wollten hier arbeiten und bekämen auch Arbeitsplätze. »Die Entscheidungen für dieses Zentrum sind ein Musterbeispiel für Klugheit, Weitsicht und Investition«, lobte er die Kreistage, den Aufsichtsrat und den Vorstand. Dass solche Entscheidungen Mut bräuchten und Risiken mit sich brächten, sei eine Binsenweisheit. »Wir hätten dieses Zentrum nicht, wenn die gesamte AG sich nicht weiter entwickelt hätte, mit all den Risiken und Unwägbarkeiten, die uns derzeit beschäftigen.«

Das Zentrum sei als siebter Standort ins Netzwerk der Kliniken Südostbayern AG eingebunden. »Ohne den Bildungsstandort der AG würden wir auf eine Pflegefachkräftemangelkatastrophe in der Region zusteuern, denn Gesundheits- und Krankenpflegefachkräfte bildet in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land sonst niemand aus«, so Übelherr. Anders als staatliche Schulen stehe die Berufsfachschule für Krankenpflege unter der Trägerschaft der AG. »Ist die AG in Gefahr, sind unsere Ausbildungsplätze in Gefahr.« Wer also die AG schlecht rede, ohne konstruktiv an Lösungen mitzuarbeiten, gefährde Ausbildungsplätze.

»Beide Landkreise haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Gesundheitsversorgung zu sichern. Und dieser Aufgabe stellen wir uns«, erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende, Landrat Hermann Steinmaßl. Die Mehrheit der Bevölkerung stehe voll hinter den Kliniken. Sie würden hervorragend betrieben, wie wäre der Zulauf sonst zu erklären. Im ländlichen Raum würden über 50 Prozent der Notfälle in den Krankenhäusern behandelt.

Er spüre die Zustimmung der Bevölkerung, dass die Verantwortung für die Kliniken bei den Landkreisen bleibe. Die Konsolidierung gehe aber nur mit dem Personal. »Ich bin mir sicher, dass wir in die richtige Richtung gehen«, meinte er. »Sie haben einen der sichersten Berufe ausgewählt«, sagte der Landrat zu den Examinierten. Schön wäre eine bessere Anerkennung durch eine bessere Bezahlung. Mit dem Examen hätten sie eine gute Grundlage fürs Berufsleben, denn die Gesundheit stehe bei den menschlichen Bedürfnissen ganz oben.

Vorstand Stefan Nowack erklärte, von den 36 Examinierten hätten 30 eine Arbeitsplatzzusage bekommen. Die Kliniken Südostbayern AG sei der größte Arbeitgeber in der Region und versorge im Jahr 56 000 Patienten stationär. Er wies auf die soziale Verantwortung als kommunales Unternehmen hin. Für die AG zählten daher nicht die Gewinne der Aktionäre, sondern eine gute Patientenversorgung. Die Kliniken Südostbayern AG werde die Schwierigkeiten überwinden. Entscheidend sei die Versorgung der Menschen.

Auch Pflegedirektor Jürgen Bacher sagte, sie hätten eine gute Berufswahl getroffen. In der Pflege bestehe zurzeit ein absoluter Arbeitnehmermarkt. Mit Blick auf die Übernahme von 30 Examinierten dankte er der Geschäftsführung, dass sie auch in harten Zeiten ein Ohr für die Pflege habe.

Oberbürgermeister Manfred Kösterke nannte die Pflege »das Herz der Gesundheitsfürsorge«. Ob und wie schnell sich ein Patient erhole, hänge von den Ärzten, aber besonders von der kompetenten und herzlichen Pflege ab. »Sie finden bei uns viele Möglichkeiten, ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihre Persönlichkeit einzubringen«, sagte Kösterke. Bjr

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