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3200 Trachtler zogen nach Maria Eck

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Siegsdorf – Nach mehreren Jahren mit Regen und Kälte wurden die Trachtenvereine des Gauverbands I bei ihrer Bitt- und Dankwallfahrt nach Maria Eck heuer mit herrlichem Sommerwetter belohnt.


Zur 66. Trachtenwallfahrt kamen fast 3200 Trachtler aus 102 Vereinen nach Siegsdorf und folgten dem Siegsdorfer Wallfahrerkreuz und der Gaustandarte betend hinauf zu Wallfahrtskirche und Kloster Maria Eck. Dort wurden sie von den Berchtesgadener Weihnachtsschützen mit donnerndem Salut begrüßt.

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Bruder Franz, der Guardian des Klosters, empfing die Wallfahrer und weitere Hunderte Gottesdienstbesucher mit herzlichen Worten vor dem Freialtar. Die »Andreasbläser« aus Engelsberg begleiteten im Auftrag des Trachtenvereins »D' Mörntaler« Peterskirchen den Festgottesdienst musikalisch. Die Peterskirchener hatten auch eine große Kerze mit hinaufgetragen und erbaten damit den Segen für das große Gaufest im Juli.

Zelebrant Pfarrer Ludwig Sperrer aus der Pfarrei St. Benno in München erinnerte, dass viele aus ganz verschiedenen Regionen gekommen waren, um gemeinsam betend ihre Anliegen dem »Einen Gott« vorzutragen. Am Beispiel der verschiedensten Lebensbedingungen in der Welt stellte er die »Dreifaltigkeit Gottes« heraus und ermunterte die Gottesdienstbesucher, die Liebe Gottes als positiven Ansporn in der Nachfolge Christi zu nutzen und füreinander einzustehen.

Gauvorstand Peter Eicher erinnerte, dass sich die Trachtler nicht nur aus »gutem Brauch« jedes Jahr betend auf den Weg nach Maria Eck machen. »Die Wallfahrt ist nach wie vor ein Bekenntnis zur Heimat mit ihren Sitten und Traditionen, die auf christlichem Glauben gewachsen sind«, betonte der Gauvorstand und mahnte, den Ursprung der Wallfahrt, das Gedenken an die Opfer der furchtbaren Kriege und die verstorbenen Mitglieder der Vereine, nicht in den Hintergrund zu drängen.

Er würdigte Pfarrer Ludwig Sperrer und Bruder Franz für die Gestaltung der Messe, den Trachtenverein Peterskirchen für die musikalische Gestaltung und alle, die jährlich für die Wallfahrt verantwortlich zeichnen, allen voran den GTEV Siegsdorf mit zweitem Vorstand Sepp Geisreiter.

»71 Jahre Frieden in der Heimat sind uns fast selbstverständlich geworden, aber kriegerische Auseinandersetzungen mitten in Europa, Terrorexzesse und menschenverachtende Taten mitten unter uns zeigen uns, dass wir auch weiterhin der Fürsprache der Gottesmutter Maria bedürfen«, betonte der Gauvorstand. Er rief alle auf, im alltäglichen Leben mit Kameradschaft, Ehrlichkeit und respektvollem Umgang ihren Beitrag zum friedlichen Miteinander aller Menschen zu leisten. FK