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320 000 Euro Zuschuss für Musikschulen im Landkreis

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Traunstein. Kreiskämmerer Karlheinz Thiel informierte im Kreisausschuss über die Entwicklung der Schülerzahlen. Für die 5. Klassen der Gymnasien in der Trägerschaft des Landkreises Traunstein haben sich 391 Kinder angemeldet. Im Vorjahr waren es 20 weniger (371). Es werden sich voraussichtlich 94 Klassen in den Jahrgangsstufen 5 bis 10 bilden. Dies sind zwei Klassen weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Gesamtschüler an den Gymnasien erhöht sich voraussichtlich auf 3181 Schüler und damit um 43 Kinder ( + 1,4 Prozent).


Einen leichten Rückgang der Gesamtschülerzahl erwartet der Landkreis Traunstein am Hertzhaimer-Gymnasium Trostberg sowie am Annette-Kolb-Gymnasium (AKG) Traunstein. Steigen wird die Gesamtschülerzahl am Johannes-Heidenhain-Gymnasium Traunreut (JHG) sowie am Chiemgau-Gymnasium (CHG) Traunstein.

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Für die 5. Klassen der Realschulen in der Trägerschaft des Landkreises haben sich 390 Kinder angemeldet (Vorjahr: 427). Insgesamt werden nach derzeitigem Stand im kommenden Schuljahr mit 2944 Schüler elf Schüler weniger an den Realschulen unterrichtet als im laufenden Jahr.

In der Realschule Trostberg wird sich die Gesamtschülerzahl nach unten verändern. Relativ konstant bleiben dagegen die Gesamtschülerzahlen in den anderen Realschulen in Traunreut, Traunstein und Marquartstein.

Voraussichtlich bilden sich im kommenden Schuljahr 108 Klassen. Dies ist nur eine Klasse weniger als im laufenden Jahr.

1450 Buben und Mädchen werden eingeschult

Im September 2014 werden 1450 Erstklässler eingeschult. Das sind 55 Schüler weniger als im Vorjahr. Das Staatliche Schulamt rechnet auch in den kommenden Jahren mit einem leichten, aber kontinuierlichen Rückgang der Zahl an Schulanfängern. In drei Jahren, so die Prognose, werden es im Vergleich zu heuer nochmals rund 70 Schüler weniger sein.

In der 4. Jahrgangsstufe sind im kommenden Schuljahr 1479 Schüler. Auch in den kommenden drei Jahren wird diese Schülerzahl in der 4. Jahrgangsstufe im Schnitt erreicht werden. Die Übertrittsquote nach der 4. Klasse an die Realschulen und Gymnasien liegt bei rund 60 Prozent. Auf dieser Höhe hat sich die Quote stabilisiert.

Da an den Berufsschulen sowie an der Beruflichen Oberschule noch bis zum 1. Schultag mit Anmeldungen zu rechnen ist, könnten für diese Schulen derzeit keine Prognosen abgegeben werden, sagte Karlheinz Thiel. Über die Schülerentwicklung an diesen Schulen wird im Kreisausschuss im November berichtet.

Außerdem ging es im Kreisausschuss um verschiedene Zuschussanträge, die alle einstimmig bewilligt wurden. Die acht Musikschulen im Landkreis Traunstein bekommen insgesamt 320 000 Euro. Dort werden 3982 Musikschüler unterrichtet. Im Jahr 2013 entstanden für die Musikschulen Kosten in Höhe von insgesamt 3 673 769 Euro. Davon entfallen auf die Personalkosten insgesamt 3 308 267 Euro; die reinen Lehrpersonalkosten betrugen 3 130 312 Euro. Der sächliche Verwaltungs- und Betriebsaufwand belief sich auf 314 551 Euro. Auf der Einnahmeseite dominieren die Unterrichtsgebühren mit 1 704 833 Euro, was einem Anteil an den Gesamtkosten von 46,41 Prozent entspricht. Die Zuschüsse des Freistaates Bayern beliefen sich im Jahr 2013 auf 349 742 Euro (9,52 Prozent der Gesamtkosten). Der Landkreis hatte sich auch im vergangenen Jahr mit 320 000 Euro (8,71 Prozent) an den Musikschulgesamtkosten beteiligt. Die restlichen Kosten wurden hauptsächlich durch Mittel der Kommunen gedeckt.

Die Jugendgruppen der Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Traunstein bekommen einen Zuschuss von insgesamt 8250 Euro. Jede einzelne Feuerwehr von Bergen bis Wonneberg bekommt zwischen 150 und 300 Euro. Der Zuschuss bemisst sich nach der Zahl der Mitglieder.

Der Verein für Hospizarbeit und Palliativbetreuung Südostbayern, Netzwerk Hospiz, erhält für seine Arbeit im Jahr 2014 einen Kreiszuschuss in Höhe von 100 000 Euro. Der halbe Zuschuss wird sofort, der Rest in zwei gleichen Raten jeweils am Ende des dritten und vierten Quartals abbezahlt.

Der Antrag des Diakonischen Werks Rosenheim auf Gewährung eines Zuschusses für Einzelberatungs- und Gruppenprogramme für männlich Beschuldigte in Strafverfahren und für verurteilte, männliche Straftäter in Fällen von häuslicher Gewalt, Stalking und Gewalt im öffentlichen Raum wurde abgelehnt. Das sei keine Aufgabe des Landkreises, so die Meinung des Kreisausschusses.

Firma Pfeiffer baut in Traunreut

Außerdem wurden Beschlüsse bekannt gegeben, die nun nicht mehr der Geheimhaltung unterliegen. Der Auftrag für die Baumeisterarbeiten für die Sanierung des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums Traunreut wurde an die Firma Pfeiffer aus Rosenheim mit einer Auftragssumme von 2 074 835,41 Euro vergeben.

Von der Auftragsvergabe für die Salzlieferung zur Salzhalle Litzlwalchen an die Firma SWS-Winterdienst GmbH aus Heilbronn wurde Kenntnis genommen. Vereinbart wurde ein Lieferpreis von 58 Euro/to. Die Auftragssumme beträgt 202 918,80 Euro.

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