weather-image
22°

32 neue Gesellen im Friseurhandwerk

0.0
0.0

Anger – Swetlana Völk vom Friseursalon Denzer in Bad Reichenhall hat mit der Praxisnote eins und der Gesamtnote zwei als Beste des Jahrgangs ihre Ausbildung zur Friseurin abgeschlossen. Insgesamt bestanden 32 von 37 Lehrlingen ihre Gesellenprüfung. Die feierliche Freisprechungsfeier der Friseur-Innung Traunstein/Berchtesgadener Land fand im Klosterwirt in Höglwörth statt. Zahlreiche Vertreter der heimischen Innung und der Landesinnung aus Salzburg sowie von den Berufsschulen aus den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein nahmen daran teil.


Obermeisterin Evelyn De Marco-Maier sagte zu den Absolventinnen, dass sie in den vergangenen drei Jahren ihrer Lehrzeit Leistungsfähigkeit, Leistungsbereitschaft und handwerkliches Können bewiesen hätten. »Sie haben sich das notwendige Fachwissen Stück für Stück erworben und – wie es sich für einen ordentlichen Handwerker gehört – in überlegtes Handeln umgesetzt.« Sie hoffe sehr, dass die Absolventinnen auch lernten, mit dem Herzen, also herzlich gern, zu arbeiten.

Anzeige

Das umfangreiche Können und Wissen sei das Rüstzeug. »Unser Beruf ist ein äußerst interessanter Beruf, er erfordert viel Kreativität, bietet aber auch einen großen Gestaltungsspielraum. Darum sind ständig Weiterbildungen notwendig«, so De Marco-Maier. Das Friseurhandwerk stehe nicht zuletzt aufgrund eines deutlichen Rückgangs der Schulabgänger vor der Herausforderung, weiter ausreichend Fachkräfte gewinnen zu können. Sie bat die jungen Kolleginnen, ihre positiven Erfahrungen an die nächste Generation weiterzugeben und für ihren kreativen Beruf Werbung zu machen.

»Die Qualität unserer Facharbeiter war immer und wird auch in Zukunft ein wesentlicher Pfeiler für den Erfolg der heimischen Wirtschaft sein«, führte die Obermeisterin aus. Sie bedankte sich bei allen Lehrmeistern in den Betrieben, bei den Berufsschulen, dem Berufsbildungszentrum Traunstein sowie der Jugendsiedlung Traunreut, aber auch bei den Modellen, Eltern und Freunden, die die Lehrlinge unterstützten.

Kreishandwerksmeister Peter Eicher schloss sich den Gratulationen seiner Vorrednerin an und warf die Frage in den Raum: »Wir würden wir ohne Friseure aussehen?« Das Friseurhandwerk mache Frauen und Männer schöner und decke einen wichtigen Teil der Körperpflege ab. »Aus dem wunderbaren Werkstoff Haar lassen sich die unterschiedlichsten Kreationen erstellen.« Er schloss seine kurze Rede mit den Worten »gute Friseure werden immer gebraucht« und sprach die Gesellinnen dann offiziell von den Verpflichtungen ihrer Lehrzeit frei.

Vorstandsmitglied Friederike Schmidt vom Prüfungsausschuss verlas die Ergebnisse der diesjährigen Friseur-Gesellenprüfung. Von 37 Prüflingen haben acht die Note zwei, 17 die Note drei, vier die Note vier und zwei die Note fünf erreicht. Damit ergebe sich ein Notendurchschnitt von 3,04. Fünf Teilnehmer schafften die Prüfung nicht.

Kreativdirektor Michael Stadler aus Tacherting erklärte: »Friseur zu sein, heißt nicht nur einen Beruf auszuüben. Friseur zu sein ist eine Berufung. Dazu gehören Geschick, Begabung, Menschenkenntnis und Spontaneität.« Die Absolventinnen hätten bewiesen, dass sie diese Fähigkeiten besitzen. »Nutzen Sie jetzt diese Fähigkeiten und entwickeln Sie sich weiter. In unserem kreativen Beruf stehen Ihnen viele Möglichkeiten offen.« Friseur zu sein habe Zukunft.

Studiendirektorin Sabine Ofner von der Berufsschule in Freilassing ließ in einer Power-Point-Präsentation Bilder der vergangenen Jahre Revue passieren, unter anderem von einem Fotoshooting am Ende der zehnten Klasse, von der Berufsinformationsmesse (BIM) in Salzburg, vom Bewerbungsstyling und von der Aktion Weltmeisterlich, bei dem Friseure das Wettbewerbsfrisieren demonstrierten.

Zu guter Letzt übergaben Obermeisterin Evelyn De Marco-Maier und ihre beiden Stellvertreter Yvonne Gaumont (Berchtesgadener Land) und Gerhard Michel (Landkreis Traunstein) die Gesellenbriefe an die jungen Frauen. wt