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31,7 Grad: Neuer Spitzenwert im Mai

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Wer zur Zeit in die Berge geht, kann dem Frühling nachwandern. Während im Tal schon sommerliche Temperaturen bis zu 32 Grad herrschten, blühen dort noch die Frühlingsblumen wie die Trollblume.

Traunstein – Der Mai präsentierte sich zweigeteilt: In der ersten Monatshälfte waren die Tage oftmals kühl und regnerisch, in der zweiten Monatshälfte gab es dann sogar Sommerwetter.


Das zeigen die Daten der Wetterstation am Traundamm in Traunstein. An 24 Tagen schien die Sonne, an sieben davon war nicht einmal ein Wölkchen am Himmel zu sehen. Damit war der Monat unterm Strich ein absolut durchschnittlicher Mai. Die meisten Sonnentage hatte es 1990 und 2012 gegeben, damals waren es 29 Tage gewesen. Dagegen gab es 2004 nur zehn Tage mit Sonnenschein; es war der trübste Mai seit Beginn der Aufzeichnungen am Traundamm vor gut 40 Jahren.

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Niederschläge gab es heuer an 16 Tagen, auch das absolut durchschnittlich, doch die Niederschlagsmenge lag mit 121 Liter doch erheblich unter dem Durchschnitt. Die meisten Niederschlagstage hatte es im Mai 2013 gegeben, damals waren es 25 Tage gewesen, dagegen im Mai 1992 nur sieben Tage. Die Niederschlagsmenge wird am Traundamm seit 1993 aufgezeichnet. Die Durchschnittsmenge für den Mai liegt seitdem bei 157 Litern. Der Spitzenwert wurde im Mai 1999 mit 293 Liter erreicht, dagegen waren es im Mai 2008 nur 41 Liter.

Schnee fiel nicht – was im Mai auch äußerst selten der Fall ist. Im Mai 1979 gab es zum Beispiel an vier Tagen Schneeschauer. Auch von Hagel und Graupel blieb Traunstein diesen Mai verschont. Das war 2009 und 2012 ganz anders, damals gab es jeweils drei Tage mit Hagel und Graupel. Nebel gab es am Traundamm heuer auch nicht, doch das ist für den Mai normal. Aber auch hier gab es Ausnahmen; 1995 war es zum Beispiel an fünf Tagen nebelig. Gewitter gab es heuer an vier Tagen, auch das ist ein Durchschnittswert.

Wenn Frost im Mai auch selten ist, kommt es immer mal wieder zu Nachtfrösten. Diesmal nur einmal: In der Nacht auf den 2. Mai sank das Thermometer auf minus 1,4 Grad. In zehn Nächten gab es bereits zweistellige Temperaturen, die Tageswerte erreichten bis auf einmal immer zweistellige Werte, davon 22-mal über 20 Grad, neunmal über 25 Grad und dreimal sogar über 30 Grad.

Die Durchschnittstemperatur lag in diesem Mai bei 15,1 Grad; das sind 1,9 Grad über dem Mittel seit 1974. Der bisher wärmste Mai war 2000 mit 16,2 Grad gewesen, der kälteste 1991 mit 8,1 Grad. Die wärmste Nacht war diesmal am 31. Mai mit 15,7 Grad und die kälteste Nacht am 2. Mai mit minus 1,4 Grad. Das waren keine neuen Spitzenwerte, die gab es am 23. Mai 2007 mit 17 Grad und mit minus 5 Grad am 11. Mai 1993.

29. Mai war bisher heißester Tag im Jahr

Bei den Tageswerten wurde aber eine neue Höchsttemperatur erreicht, und zwar am 29. Mai mit 31,7. Die niedrigste Tageshöchsttemperatur gab es diesmal am 9. Mai mit nur 9,4 Grad. Die niedrigste Tagestemperatur war am 5. Mai 1980 mit nur fünf Grad gemessen worden.

Besonders hervorzuheben ist der in den ersten Maiwochen vorherrschende, kalte Wind aus Nord bis Nord-Ost, der anfangs sogar sehr stark ausfiel. Zum Abschluss noch eine Bauernregel zum 1. Mai: »Ist die Hexennacht voll Regen, wird's ein Jahr mit reichlich Segen.« Ja, Regen gab es am 1. Mai. Mal sehen, wie zufrieden die Bauern am Ende des Jahres sein werden. HM