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3000 Euro für das Netzwerk Hospiz

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Rund 3000 Euro kamen bei einer Benefizveranstaltung des Lions-Clubs Chiemsee-Bedaium zugunsten des Netzwerks Hospiz zusammen. Die bekannte Schauspielerin Bettina Mittendorfer las die »Heilige Nacht« von Ludwig Thoma. Unser Foto zeigt die Harfenistin Pia Schramm (von links), Bettina Mittendorfer, Alois Glück, Christian Schuchert und Christina Irlacher (Harfe).

Seeon-Seebruck – 1917 hat der bayerische Schriftsteller Ludwig Thoma seine Weihnachtsgeschichte »Heilige Nacht« geschrieben. Gut möglich, dass sich der damals 50-Jährige dabei von der verschneiten Chiemgauer Voralpenlandschaft inspirieren hat lassen. Hatte doch seine Mutter um 1892 das Gasthaus zur Post in Seebruck betrieben.


Vor diesem historischen Hintergrund lag es für den Lions-Club Chiemsee-Bedaium nahe, die »Heilige Nacht« im Rahmen einer Benefizveranstaltung zugunsten des Netzwerks Hospiz in der Pfarrkirche in Truchtlaching von der bekannten Schauspielerin Bettina Mittendorfer lesen zu lassen.

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Die 45-Jährige verstand es, im besten oberbayerischen Dialekt, ohne Rücksicht auf »Zuagroaste«, die sozialkritische Botschaft von Thoma, wonach nur die armen Leute das Wunder dieser Nacht begriffen hätten, eindrucksvoll zu rezitieren. Musikalisch begleitet wurde sie vom Harfenduo der Musikschule Emertsham, Christina Irlacher und Pia Schramm.

»Eine bessere Einstimmung auf Weihnachten kann es kaum geben«, schwärmten die zahlreichen Besucher, die sich sehr großzügig zeigten und rund 3000 Euro spendeten.

Den Erlös überreichte der Lions-Präsident Christian Schuchert an den Schirmherrn der Veranstaltung, den früheren Landtagspräsidenten Alois Glück. Der ehemalige Landespolitiker und Initiator des Hospiz-Netzwerks im Landkreis Traunstein appellierte in seinem Grußwort, durch eine umfassende Betreuung die Würde und Achtung des Menschen zu wahren. Eine richtige Versorgung Schwerstkranker und Sterbender sei eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit, so Glück. Vor der Kirche, beim offenen Feuer, warteten die Bläser von der Blaskapelle Altenmarkt sowie heißer Glühwein die Besucher, die sich tief beeindruckt auf den zwar nicht verschneiten, aber doch kalten Heimweg machten. ga

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