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300 Pferde, mehr als 8000 Zuschauer

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Fesch herausgeputzt: die Spenzerfrauen aus Teisendorf. Weitere Bilder vom Leonhardiritt Holzhausen finden Sie unter www.traunsteiner- tagblatt.de/Fotos im Internet.

Teisendorf. »Lasst uns wie in Väterszeiten am Pfingstmontag nach Holzhausen reiten. Der Segen Gottes ist Dir gewiss, Garant dafür St. Leonhard is´!« Diesen Wahlspruch pflegt die Holzhauser Leonhardigilde schon seit geraumer Zeit und schreibt damit ein Stück regionaler Geschichte. Auch heuer war der Umritt in dem kleinen Dorf bei Teisendorf wieder eine prachtvolle Demonstration überlieferten Brauchtums.


Die Leonhardigilde Holzhausen mit ihrem Vorstand Georg Wallner und dem langjährigen Mitorganisator Johann Lamminger sen. an der Spitze hatte alles bestens gerichtet und viele Helfer hatten ihren Beitrag zum Gelingen des Festes geleistet. Petrus tat das Seine dazu, denn die dunklen Wolken am Morgen lichteten sich und zum Festgottesdienst zeigte sich ein weiß-blauer Himmel.

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Zahlreiche Pferdefreunde mit rund 300 prächtig geschmückten Tieren aus dem Berchtesgadener Land, den Nachbarlandkreisen sowie aus Österreich waren gekommen. Entweder in fescher regionaler Tracht, teils in historischen Kostümen oder schmucken Uniformen saßen sie im Sattel oder auf einem der zehn festlich herausgeputzten Wägen. Nach ersten Schätzungen drängten sich weit mehr als 8000 Zuschauer am Straßenrand, um diesem Fest beizuwohnen.

Insgesamt waren wieder zehn eisenbereifte Wagen am Zug beteiligt. Die Musikkapellen aus Teisendorf, Neukirchen und Ringham-Petting hatten darauf Platz genommen sowie die Mitglieder des Teisendorfer Trachtenvereins. In Festkutschen saßen Ehrengäste wie Landrat Georg Grabner, Bezirksrat Georg Wetzelsberger und Bürgermeister Franz Schießl. Zweimal zog die festliche Gesellschaft durch das Dorf und vor dem Leonhardskircherl spendete Teisendorfs Seelsorger Horst Kreß den Segen an Ross und Reiter verbunden mit der Hoffnung auf ein unfall- und krankheitsfreies Jahr.

Nachdem sich der Zug aufgelöst hatte, fand vor der Kirche ein festlicher Gottesdienst statt. Der Erzabt des Stiftes St. Peter, Dr. Korbinian Birnbacher, war heuer nach Holzhausen gekommen, um die Liturgie zu feiern. Wenn es auch in der Bibel keine Stellen gäbe, in denen die Pferde positiv herausgestellt werden, so unterstrich er die Wertschätzung gegenüber den edlen Tieren und bezeichnete den Umgang mit ihnen als Würdigung der Schöpfung. Eine festliche musikalische Gestaltung erhielt die liturgische Feier durch die Musikkapelle Teisendorf. mh

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