weather-image
19°

300 neue Stühle für die Turnhalle

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Foto: Pixabay/Symbolbild

Petting – Im Gemeinderat war man sich stets einig: Die sanierte Turnhalle wird keine Mehrzweckhalle werden. Dennoch sollen dort auch Veranstaltungen möglich sein.


In seiner jüngsten Sitzung diskutierte der Gemeinderat daher über die Anschaffung eines Bodenschutzbelags und von 300 Stühlen.

Anzeige

Bei Schulveranstaltungen hat man bislang die Stühle in die Turnhalle getragen. »Für Vereine ist aber nichts da«, sagte Bürgermeister Karl Lanzinger. Die Musikkapelle müsse sich Stühle auswärts ausleihen, herfahren und einräumen – »und das Ganze am nächsten Tag wieder retour. Das erschwert die Motivation.« So stellte er die grundsätzliche Frage: »Wollen wir das?«

»Das Herkarren ist nicht lustig«, sprach Roland Krammer auch für die Kollegen. Umfragen bei seinen Kollegen hatte Geschäftsleiter Reinhard Melz gemacht und in die Sitzung Beispiele mitgebracht. 300 Stühle der günstigeren Kategorie schlügen mit 21 000 Euro zu Buche, teurere mit Sitzpolster und Armlehne summierten sich auf 32 000 Euro.

»Und wenn's no so schee san, nicht zu dem Preis«, machte zweiter Bürgermeister Ludwig Prechtl seine Sicht deutlich. Für »dreimal im Jahr« war das auch Krammer zu viel Geld. Man einigte sich, nach günstigeren Alternativen Ausschau zu halten. Allerdings warnte Lanzinger davor, an der Zahl zu sparen, denn »200 Stück sind dann wieder zu wenig.«

Damit der Hallenboden bei solchen Anlässen keinen Schaden nimmt, soll ein Schutzbelag her. Auch da würden sich die 600 Quadratmeter PVC auf rund 7500 Euro summieren. »Industrieboden kostet unter drei Euro den Quadratmeter«, wusste Thomas Stippel, bei Messen gebe es die vier Millimeter starken Zwei-Meter-Rollen »fast geschenkt« und »sie legen sich superschön aus.«

Den gebotenen 1,5 Millimeter starken Schutzbelag erachteten etliche Räte als »bessere Plane«. Josef Stippel schlug auch hier vor, Muster anzufordern, denn auch bei Bierzeltgarnituren müsse der Boden sicher geschützt sein. Christian Mayer überlegte, ob man für Belag und Stühle von den Vereinen etwas verlangen sollte. »Dann müsste man generell die Frage aufwerfen, ob wir die Hallennutzung in Rechnung stellen«, folgerte Lanzinger daraus. Vielleicht sollte man unterscheiden zwischen reinen Kulturveranstaltungen und jenen mit Ertrag. Prechtl könnte sich einen gewissen »Topf« vorstellen, um zum Beispiel für den Schutzbelag irgendwann wieder Ersatz beschaffen zu können.

Am Tag der Sitzung hatte ein Anbieter von Reinigungsmaschinen seine Maschine mehr als eine Stunde lang vorgeführt. Geschäftsleiter Reinhard Melz zeigte sich begeistert von diesem knapp 8000 Euro teuren Gerät, das fast in jede Ecke komme. Christian Mayer war es, der nach technischen Details fragte, und wissen wollte, ob die Maschine auch für die Schule gedacht sei. »Wenn die Mädels anspringen, dürfen sie die benutzen«, stellte Melz in Aussicht. Philipp Strohmeyers Frage nach der jetzigen Maschine beantwortete der Bürgermeister: »Die ist reparaturbedürftig und sie ist sehr schwer.« höf