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30 Jahre Städtepartnerschaft Traunstein – Wesseling

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Die Hochberger sorgten beim Festabend für eine lockere Atmosphäre: Robert Steininger (Horn), Martin Steininger (Ziach) und Franz Hornauer (Löffel) sowie auf dem Boden kniend Günter Meier (links) und Franz Kirchmaier. (Foto: Buthke)

Traunstein. Mit der bekannt rheinisch-fröhlichen Gastfreundschaft wurde die Traunsteiner Delegation in ihrer Partnerstadt Wesseling am Rhein empfangen. Anlass des Besuchs waren die Feiern zum 30-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft. Neben Vertretern der Stadt fuhren auch der Trachtenverein Hochberg, die Gebirgsschützenkompanie sowie die Big Band der Musikschule Traunstein mit.


Beim Festakt im Rheinforum, bei dem Zweiter Bürgermeister Hans Zillner mit dem Wesselinger Bürgermeister Erwin Esser eine Jubiläumsurkunde unterzeichnete, wies Zillner darauf hin, dass die Kontakte bereits 1963 durch den Männergesangsvereine Wesseling geknüpft worden seien. In den 70er Jahren hätten sich dann erste Kontakte zwischen Vertretern der beiden Städte ergeben. »Von Jahr zu Jahr wurden die Kontakte häufiger, Freundschaften entstanden und damit wurde auch der Wunsch nach einer offiziellen Städtepartnerschaft größer. Die Bürger sammelten sogar Unterschriften«, sagte Zillner. Am 21. September 1984 unterzeichneten Traunsteins damaliger Oberbürgermeister Rudolf Wamsler, Wesselings ehemaliger Bürgermeister Alfons Müller und Stadtdirektor Reinhard Konda in Wesseling die Partnerschaftsurkunden.

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»Städtepartnerschaft wird gelebt und entwickelt sich«

Zillners Dank galt vor allem jenen Bürgern, die die Grundlagen für die Städtepartnerschaft gelegt haben und denen, die die Städtepartnerschaft leben und pflegen. »Denn sie ist eben keine Idee der Kommunalpolitiker gewesen, sondern ist auf Wunsch der Bevölkerung entstanden und von ihr an die offiziellen Vertreter der Städte herangetragen worden. Das ist, wie ich finde, eine wunderbare Basis«, so der Zweite Bürgermeister. »Städtepartnerschaften leben davon, dass die Menschen sich tatsächlich begegnen, dass neben dem offiziellen Austausch von Politik und Verwaltung auch freundschaftliche Berührungspunkte zwischen den Menschen bestehen«, betonte Zillner.

Mit großer Freude stellte Wesselings neuer Bürgermeister Esser fest: »Die Städtepartnerschaft wird gelebt und entwickelte sich in den vergangenen drei Jahrzehnten zu einer Erfolgsgeschichte.« Esser wies auf die zahlreichen Aktivitäten wie Kulturausstellungen, sportliche Begegnungen, Treffen zwischen Kultur-, Sport- und Karnevalsgesellschaften sowie den wichtigen Jugendaustausch hin. »Aber das Wichtigste ist: Es gibt überaus viele persönliche Freundschaften«, sagte er. Die Ehrenfahne des Europarats, die beide Städte verliehen bekommen hätten, sei auch eine Verpflichtung für die Räte, den Ausbau dieser Partnerschaft auch künftig mit großem Engagement voranzutreiben.

Heute gelte es vor allem, die jungen Menschen für die Städtepartnerschaften zu begeistern und ihnen zu verdeutlichen, dass die in Europa errungenen Werte nicht selbstverständlich seien, sondern erarbeitet werden müssten. »Wir brauchen für unsere Städtepartnerschaften die Jugend, um die Zukunft mit junger Kraft meistern zu können. Die Jugend hat ein Recht, an der Ausgestaltung konkret mitzuarbeiten«, sagte Esser. Um noch mehr Mitbürger aktiv einzubinden und zu motivieren, sei vor wenigen Wochen in Wesseling ein Partnerschaftsverein gegründet worden, der sich den Ausbau der Städtepartnerschaften zum Ziel gesetzt habe. Die vielen persönlichen Kontakte und Freundschaften nach Traunstein seien ein guter Grundstock für die Vereinsarbeit.

Der Festakt wurde von den Hochberger Musikanten Martin Steininger (Ziach), Robert Steininger (Horn) und Franz Hornauer (Löffel) musikalisch aufgelockert. Zwischendurch zeigten die Hochberger Trachtler einige Schuhplattler. Nach dem Festakt traten die Traunsteiner Gebirgsschützen mit Fahnenabordnung und Salutzug vor dem Rheinforum an, um einen dreifachen Ehrensalut auf die Städtefreundschaft zwischen Traunstein und Wesseling zu schießen. Beim Open-Air-Konzert im Rheinpark hatte die Big Band der Musikschule zwei beachtliche Auftritte.

Das Wesselinger Stadtfest auf dem Rathausplatz wurde ebenfalls mit den Salutschüssen der Gebirgsschützenkompanie Traunstein eröffnet. Die Hochberger Trachtler führten wiederum einige Schuhplattler auf und zeigten sich als gewiefte Goaßlschnalzer.

Ausstellung des Traunsteiner Kunstvereins in Wesseling

Im Rahmen des Stadtfestes wurde die Ausstellung »Der Kunstverein Traunstein zu Gast in Wesseling« eröffnet. Esser wies auf die vielseitigen Verbindungen und ein dichtes Netz von Begegnungen der Künstler aus Traunstein und Wesseling hin. Im Wesselinger Rathaus präsentieren nun 23 Künstler  einen breiten Querschnitt durch viele Bereiche der bildenden Kunst wie Skulpturen, gegenständliche Zeichnungen, Malerei, konzeptionelle Arbeiten und Fotografie. Besonders hob er die Bemühungen des Vorsitzenden Helmut Stahl und der Schriftführerin Jutta Mayr vom Kunstverein beim Transport und Aufstellen der Kunstausstellung hervor. Bjr