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30 000 Euro für Pettings Gräben

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Die Sur fällt nicht in die Zuständigkeit der Gemeinde, wohl aber Zuflüsse wie der Mühlbach bei Ammersberg. Foto: Höfer

Petting – Die neun Bäche und Gräben auf Pettinger Gemeindegebiet addieren sich zu einer Länge von 8650 Metern.


Für diese sogenannten Gewässer III. Ordnung ist die Gemeinde zuständig, erhält aber für Unterhaltsmaßnahmen Zuschüsse. Dies jedoch nur, wenn die Maßnahmen zuvor angemeldet wurden, weshalb Petting alljährlich »pauschal« beinahe die gleiche Liste mit einem Umfang von diesmal 30 600 Euro meldet, wie Bürgermeister Karl Lanzinger in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats erklärte.

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»Das heißt nicht, dass wir wirklich was machen, aber wenn, dann gibt es Geld vom Kassenzweckverband.« Weil Schäden durch Hochwasser, Uferanbrüche und Ähnliches immer möglich seien, wolle man entsprechende Summen wie in den Jahren zuvor gleichsam präventiv anmelden. Damit waren alle Gemeinderäte einverstanden. Ebenso mit der Umnutzung des Frühstücksraums der Pension Götzinger an der Seestraße in ein Tagescafé. Ein Umbau sei nicht erforderlich, informierte Lanzinger.

Noch zahlreiche Ausgaben für Turnhalle nötig

Geld braucht es weiterhin für die Fertigstellung der Turnhalle. Die in nichtöffentlicher Sitzung beschlossenen Auftragsvergaben gab der Bürgermeister nun bekannt: Ein Notausgang schlägt mit 5200 Euro zu Buche, die Sanierung des Parketts kostet 7000 Euro, Beschilderungen 2100 Euro und die 22 Türschilder summieren sich auf rund 900 Euro. Für eine Plakatvitrine legt die Gemeinde gut 1000 Euro hin.

Das Katholische Kreisbildungswerk Traunstein beantragt wie alle Jahre einen Zuschuss der Gemeinden. »Unsere Eltern-Kind-Gruppen sind ja mit dabei«, sagte Lanzinger, der auf die 18 Cent je Einwohner verwies, die in Summe 412,38 Euro ergäben. Auch hier gab es keine Gegenstimme. Zu den Änderungen im Flächennutzungsplan der Nachbargemeinde Teisendorf wird sich Petting nicht äußern und will im weiteren Verfahren auch nicht mehr beteiligt werden.

»Wenn der Schneepflug drüberfährt, dann rumpelt's«, wurde vorhergesagt, nachdem Theo Pastötter auf die vier oder fünf Kanaldeckel im Kühnhausener Nußbaumweg hingewiesen hatte, die etwa drei Zentimeter über die Asphaltdecke herausragen. »Wir haben uns das heute angeschaut«, informierte Geschäftsleiter Reinhard Melz, »das herzurichten, wird teuer.« Und sei in den verbleibenden Wochen bis zum Wintereinbruch wohl auch nicht mehr zu machen, ergänzte Bürgermeister Lanzinger. Dieser schlug vor, die entsprechenden Stellen am Straßenrand mit Zeichen zu markieren.

Franz Vordermayer war aufgefallen, dass der Grüngut-Container am Wertstoffhof ausgebaggert werde. »Da wäre doch ein Fahrsilo besser, denn er ist für alle leichter zugänglich«, meinte er. »Die Leute sind schlampig«, erwiderte der Bürgermeister, der erwartet, dass in diesem Fall alles vorne abgeladen würde. Der Bauhof müsse sich dann stets um Ordnung kümmern. Im Übrigen sei vorgesehen, den vollen Container mit Lastwagen abzufahren und durch einen leeren zu ersetzen.

Entwurf für Blühflächen in der Gemeinde

»Wie schaut es bei uns mit Blühflächen aus?«, fragte Vordermayer weiter. Es gebe einen Entwurf für Petting, antwortete Lanzinger, mit dem sei er jedoch noch nicht zufrieden, weil er zu wenig individualisiert sei. »Es geht dabei um Biotop-Vernetzung, und darum, nicht alles nieder zu rasieren«, so Lanzinger, der einen entsprechenden Entwurf für das kommende Jahr ankündigte.

Rund um die Toilette am Leichenschauhaus ist es abends dunkel. Martin Häusl würde sich hier eine Lampe mit Bewegungsmelder wünschen, um abendlichen Gottesdienstbesuchern einen sicheren Weg zu ermöglichen. »Wir werden schauen, dass wir das bald in Auftrag geben«, versicherte der Rathauschef.

Zu guter Letzt fragte Lanzinger in die Runde, welche Themen sich die Kollegen bei der Bürgerversammlung am Freitag um 19.30 Uhr im Gasthaus Unterwirt wünschen würden. »Breitband«, schlug Philipp Strohmeyer spontan vor, was Lanzinger gerne aufgriff. »Bäume zurückschneiden«, appellierte Pastötter, denn das sei »teilweise eine Katastrophe«. Nach der aktuellen Situation bei den Asylanten werde häufig gefragt, regte Häusl ein weiteres Thema an. höf

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