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29 Gesellen für das heimische Maler- und Lackiererhandwerk

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Sie sind die Prüfungsbesten der Maler- und Lackiererinnung: Josephine Storey und Maximilian Kain (Zweiter von rechts).  Obermeister Günther Sonderhauser (links) und Vorstandsmitglied Tobias Drexler gratulierten. (Foto: Wittenzellner)

Traunstein – Verstärkung für das heimische Maler- und Lackiererhandwerk: Aus der Hand von Obermeister Günther Sonderhauser erhielten 29 junge Handwerker den begehrten Gesellenbrief, der ihnen attraktive berufliche Perspektiven verspricht. Zuvor hatte Kreishandwerksmeister Peter Eicher sie gemäß einer alten Tradition von den Pflichten ihres Lehrverhältnisses freigesprochen. Prüfungsbester ist bei den Malern Maximilian Kain und bei den Lackierern Josephine Storey.


Obermeister Sonderhauser ging in seiner Rede auf die gute Arbeit der Lehrer in den Berufsschulen und im Bildungszentrum ein, ohne deren Engagement eine erfolgreiche Ausbildung nicht möglich sei. Er machte den jungen Handwerkern deutlich, dass sie das erlernte Wissen auch weitergeben müssen. Die Gesellen seien in der Ausbildung gefordert: »Jetzt geht es wieder von vorne los. Ihr sollt euer Wissen weitergeben an die künftigen Lehrlinge.« Er stellte die Attraktivität des Maler- und Lackiererhandwerks heraus: »Wir haben einen schönen Beruf. Was wir arbeiten, das sehen wir in unserem kreativen Beruf. Bleibt ihm treu.«

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Wolfgang Kurfer, der Leiter der Staatlichen Berufsschule I Traunstein, machte deutlich, dass die Ausbildung der jungen Handwerker Schule und Praxis gut miteinander verknüpft. 650 Schüler hätten vor drei Jahren an der BS I mit ihrer Ausbildung begonnen, darunter auch die Maler und Lackierer. »Sie haben ihren Abschluss nicht geschenkt bekommen, sie haben ihn sich hart erarbeiten müssen.« Er dankte Eltern, Ausbildern und Lehrern für das Engagement. »Maler ist ein zeitgemäßer und kreativer Beruf.« Dieser erfordere vielfache Kompetenzen. »Machen sie ihren erlernten Beruf zur Berufung«, warb er für das Engagement der gestaltenden Handwerker.

Fachlehrerin Sandra Groiß ermutigte die jungen Gesellen, die künftigen Berufschancen zu realisieren: »Für euch liegen sehr viele Wege bereit, ihr müsst diese nur gehen. Ihr habt die Fäden in der Hand. Macht etwas daraus.« Sie hätten einen abwechslungsreichen Beruf gewählt, es sei ein »goldener Handwerksberuf«. Für die beiden Klassen, die aus der Berufsschule Freilassing und der Berufsschule Traunstein in Traunstein zusammengeführt worden seien, sei es nicht ganz einfach gewesen. »Aber ihr habt das gut gemeistert.«

Auch einige Frauen unter den Gesellen

Kreishandwerksmeister Peter Eicher freute sich darüber, dass unter den Gesellen auch einige Frauen waren. »Der Gesellenbrief ist ein Qualitätssiegel von Wert«, betonte er. Die jungen Handwerker seien Fachkräfte, die in den Betrieben dringend gebraucht würden.

Insgesamt waren in der Fachrichtung Gestaltung und Instandhaltung 17 Prüflinge angetreten, 14 konnten die Prüfung erfolgreich abschließen. Prüfungsbester war Maximilian Kain vom Ausbildungsbetrieb Sepp Kain aus Schnaitsee mit einem Gesamtdurchschnitt von knapp 87 Prozent der möglichen Punkte. Der gesamte Notendurchschnitt aller Prüflinge lag hier bei 3,32.

Bei den Fahrzeuglackierern waren 13 junge Prüflinge angetreten, neun meisterten die Herausforderung erfolgreich. Am Erfolgreichsten war Josephine Storey von der AVG Auto-Vertriebs GmbH in Gmund, die gut 75 Prozent der möglichen Bewertung erreichte. Der Gesamtdurchschnitt lag hier bei 4,04. Auch sieben Malerfachwerker traten an, sechs waren erfolgreich. Der Notendurchschnitt aus Theorie und Praxis lag bei 3,43.

Für die stimmungsvolle Untermalung der Feier sorgte die Freilassinger Band »Salt & Pepper« mit Hits aus den vergangenen 30 Jahre. awi