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28 Milchviehbetriebe gaben im letzten halben Jahr auf

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Im Landkreis Traunstein sinkt die Zahl der Milchviehbetriebe kontinuierlich. Anders ist dagegen die Entwicklung im Berchtesgadener Land.

Traunstein – In Bayern gibt es immer weniger Rinderbetriebe – vor allem wegen der sinkenden Zahl an Milchviehbetrieben. Das Bayerische Landesamt für Statistik hat zum Stichtag 3. Mai 2016 rund 3,2 Millionen Rinder in 47 851 Haltungen ermittelt. Das sind 1 365 Betriebe (und 36 776 Rinder) weniger als ein Jahr zuvor. Bei den Milchviehbetrieben gab es sogar einen Rückgang von fast 5 Prozent auf 32 839 Betriebe.


Davon ist auch der Landkreis Traunstein betroffen: Innerhalb eines halben Jahres (von Dezember 2015 bis Mai 2016) haben 28 Milchviehbetriebe aufgehört. Von den insgesamt 1803 Rinderbetrieben im Landkreis haben jetzt noch 1327 Milchkühe. Auch die Zahl der Tiere ging zurück auf 114 600 (davon 47 100 Milchkühe).

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Ganz entgegen dem Trend stellt sich da das Berchtesgadener Land. Dort blieb die Zahl der Rinderbetrieb mit 939 konstant. Die Zahl der Milchviehbetriebe stieg sogar von 634 (Dezember 2015) auf 637. Und damit erhöhte sich auch der Rinderbestand um gut 300 Tiere auf 34 496 Rinder (davon 14 339 Milchkühe).

Bayern hält einen Anteil von über 25,3 Prozent der gesamten deutschen Rinder. Mehr als die Hälfte davon stehen in Oberbayern und Schwaben. Auf Kreisebene wurden die meisten bayerischen Rinder im Landkreis Unterallgäu ermittelt. Zum Stichtag wurden hier 140 829 Rinder von 1 728 Rinderhaltern gehalten – im Vergleich zum Vorjahr auch ein Rückgang von 53 Haltungen (3 Prozent). Im Unterallgäu gibt es außerdem die meisten Milchkühe (70 003 Tiere bei 1427 Haltern). Aber auch dort haben 5 Prozent der Milchbauern aufgegeben (69 Betriebe).

Was hingegen kontinuierlich steigt, ist die durchschnittliche Rinderzahl pro Betrieb. Zum Stichtag lag diese in Bayern bei 67 Rindern je Hof – zwei mehr als ein Jahr zuvor. Die rinderreichen Landkreise Rosenheim und Ostallgäu liegen dabei mit 65 und 66 Rindern je Halter im bayerischen Durchschnitt, während Rinderhalter mit Betriebssitz im Unterallgäu durchschnittlich über 81 Rinder verfügen.

Im Landkreis Traunstein sind die Betriebe kleiner und haben im Durchschnitt 63 Rinder, das betrifft auch die Milchviehbetriebe. Während in Bayern auf jeden Halter etwa 37 Milchkühe kommen, sind es im Landkreis Traunstein 35.

Das Berchtesgadener Land schert auch in dieser Statistik aus: Dort kommen auf jeden Rinderhalter »nur« 37 Tiere und auf jeden Milchviehbetrieb sogar nur 22 Milchkühe. ka

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