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27 erfolgreiche Absolventinnen verabschiedet

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Traunstein – Sichtlich stolz schritten die 27 Absolventinnen der Fachakademie für Sozialpädagogik Traunstein über den roten Teppich. An dessen Ende wartete Akademieleiter Michael Väth und überreichte gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Barbara Berger und Diakonievorstand Thomas Zugehör die Abschlusszeugnisse.


Fünf Jahre hatte die Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher gedauert: Zwei Jahre Praktikum zu Beginn, danach zwei Jahre Vollzeitunterricht und schließlich ein Jahr Berufspraktikum. Doch die Mühe lohnte sich, 27 Studierende schlossen mit Erfolg ab.

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Erzieher übernehmen eine wichtige Funktion in der Gesellschaft. Ob in Kinderkrippen, Kindergärten und Kinderhorten, ob in Heimen und Tagesstätten oder in der Betreuung von Jugendlichen: Sie verbringen viel Zeit mit Kindern und Jugendlichen und nehmen in einem besonderen Maß Einfluss auf deren Entwicklung und Reifung der Persönlichkeit. Das stellt hohe Anforderungen an jeden Einzelnen.

»Mit der Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher haben Sie eine hohe fachliche Qualifikation erworben«, unterstrich Akademieleiter Michael Väth vor rund 250 Gästen. Es freue ihn zu sehen, zu welch »tollen Personen« sie sich entwickelt hätten. Eine gefestigte Persönlichkeit zu sein, sei für die spätere Tätigkeit eine zentrale Voraussetzung, denn Erzieher würden nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit Herz, Gefühl und Intuition arbeiten. Die Berufsaussichten seien prächtig, da die vielen Erziehungseinrichtungen in der Region händeringend nach pädagogischen Fachkräften suchen würden.

Die Fachakademie für Sozialpädagogik Traunstein in Trägerschaft der Diakonie habe sich in den ersten Jahren ihres Bestehens mit Riesenschritten weiterentwickelt. Eine besonders wichtige Etappe sei die staatliche Anerkennung gewesen. Aktuell besuchen 200 Studierende, darunter rund zehn Prozent Männer, die Fachakademie. Sie werden von 22 Dozenten in den unterschiedlichen Fachbereichen unterrichtet. Die Fachakademie werde weiter wachsen, prognostizierte Väth, schon jetzt sei das erst vor einem Jahr bezogene Gebäude neben dem Gesundheitszentrum Traunstein voll belegt.

Wie dringend Erzieher in der Region gebraucht werden, unterstrich auch die Stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber in ihrem Grußwort. Die Fachakademie sei daher im Landkreis eine sehr wichtige Einrichtung und schon jetzt »gar nicht mehr wegzudenken«. Stadtrat Wilfried Schott zeigte sich von den Leistungen der Studierenden begeistert. »Wir sind froh und stolz, dass wir eine solche Bildungseinrichtung in der Stadt haben«, so Schott.

Den Reigen der Grußworte schloss Diakon Thomas Zugehör, Vorstand des Diakonischen Werks Traunstein, dem Träger der Fachakademie. »Sie haben schon jetzt Taktgefühl, Musikalität, Empathie und Fachlichkeit bewiesen«, lobte Zugehör in Bezug auf die vielen musikalischen Einlagen der Studierenden und hob die seiner Meinung nach wichtigste Kompetenz für Erzieher hervor: die Liebe. »Wenn Sie die ihnen anvertrauten Kinder lieben, werden Sie Ihren Beruf lieben und auch sich selbst lieben«, betonte Zugehör. Die Absolventen ihrerseits dankten Schulleitung und Dozenten für die wichtige Zeit an der Fachakademie und für die fachkundige Begleitung mit den Worten: »Es sind Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen.«

Im Anschluss an den offiziellen Teil wurde gemeinsam mit rund 250 Gästen – Eltern, Freunden und Vertretern aus Politik und Gesellschaft – bis weit nach Mitternacht gefeiert. fb