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260 Warnschilder für die Feuerwehren

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260 Warnschilder im Wert von 37 200 Euro übergaben Peter Maltan (links) vom Staatlichen Bauamt Traunstein und Peter Mayer (rechts), Leiter des Landkreisbauhofes, an Kreisbrandrat Hans Gnadl. Die Schildersätze werden bei den 76 Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Traunstein bereitgehalten, um Ölspuren abzusichern und die Autofahrer warnen zu können. (Foto: Volk)

»Ölspur – Öl auf Fahrbahn« – mit diesem Alarmstichwort wurden die Feuerwehren im Landkreis Traunstein im letzten Jahr 196 Mal alarmiert. Eine Ölspur kann zur tödlichen Gefahr werden. Für die Feuerwehren ist deshalb höchste Eile geboten, wenn es gilt, ausgelaufene Betriebsstoffe zu binden und damit gefährliche Schleuderpartien zu verhindern.


»Ohne Feuerwehr geht es nicht«

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Der Landkreis Traunstein als Baulastträger der Kreisstraßen und das Staatliche Bauamt Traunstein, verantwortlich für Bundes- und Staatsstraßen, übergaben jetzt 260 Warnschilder im Wert von 37 200 Euro an die Feuerwehren, um diese für ihren Einsatz auszurüsten.

»Wir brauchen die Feuerwehren, um Ölspuren abzusichern und unschädlich zu machen – ohne Feuerwehren geht es nicht«, betonte Peter Mayer, Leiter des Kreisbauhofes, der mit seinen Mitarbeitern für 380 Kilometer Kreisstraßen im Landkreis Traunstein verantwortlich ist. Peter Maltan vom Staatlichen Bauamt Traunstein, das sich um rund 450 Kilometer Staats- und Bundesstraßen kümmert, hob bei der Übergabe der Schildersätze an Kreisbrandrat Hans Gnadl hervor, wie froh er über die gute Zusammenarbeit der Straßenbaulastträger mit den 76 Feuerwehren zwischen Schnaitsee und Reit im Winkl sowie zwischen Tittmoning und Schleching ist.

Bei einer »kleinen Lage«, ohne große Gefahr für Verkehrsteilnehmer rücken die Mitarbeiter der Straßenmeistereien meist selbst aus, um Ölspuren zu beseitigen. Ist jedoch Gefahr in Verzug und schnelles Handeln zur Absicherung des verschmutzten und schmierigen Straßenstücks notwendig, werden die Feuerwehrler zur technischen Hilfeleistung alarmiert.

Besonders an Wochenenden, Feiertagen und in der Nacht ist meist nur ein Mitarbeiter der Baulastträger auf Rufbereitschaft, der mehrere hundert Kilometer Straßen zu betreuen hat. Das Gebiet des motorisierten Straßenwärters ist zu riesig, um in kürzester Zeit an jedem Ort des Einsatzgebietes zu sein. Ist höchste Eile geboten und die Gefahr durch ölverschmutzte Straßen unkalkulierbar, dann wird die Feuerwehr gerufen, um Leib und Leben der Autofahrer zu schützen.

Schilder gehören zur Grundausstattung

»Die Feuerwehren sind Ersthelfer, um Straßenabschnitte abzusichern, die Autofahrer vor den Gefahren durch Ölspuren zu warnen und erste Maßnahmen zur Beseitigung einzuleiten«, erklärte Kreisbrandrat Gnadl. Dafür seien die Schilder, die auf alle Feuerwehren im Landkreis verteilt und dort in den Gerätehäusern bereitgehalten werden, eine wichtige Grundausstattung. Der Kreisfeuerwehrchef würdigte die Baulastträger für die Unterstützung und gute Zusammenarbeit. Straßenmeistereien und Feuerwehren treten so gemeinsam für die Sicherheit von Auto- und Motorradfahrern sowie allen anderen Verkehrsteilnehmern ein, denen ölverschmierte Fahrbahnen zur Gefahr werden können. pv