weather-image
29°

260 000 Euro für die Balkanhilfe gesammelt

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Die Menschen auf dem Balkan zeigten sich sehr dankbar für die Hilfe der jungen Chiemgauer. Eine, die half, war Ann-Kathrin Miess (links) aus Seeon.

In einem Netzwerk der Nächstenliebe haben unzählige Helfer in 88 Gemeinden zwischen Inn und Salzach über 260 000 Euro gesammelt und etwa 20 000 Hilfspakete angenommen. 15 Hilfstransporte mit von heimischen Unternehmen zusätzlich gespendeten 200 Paletten mit Lebensmitteln sind bereits gestartet; wöchentlich sollen nun weitere Sattelzüge nach Albanien, Bosnien, Montenegro, Kroatien und in den Kosovo folgen.


Zwar blieb der Erlös der Aktion »Junge Leute helfen« knapp unter dem Rekordergebnis im vergangenen Jahr, doch die Zahl der Spender blieb trotz zahlreicher weiterer Katastrophen-Hilfsaufrufe stabil. In 40 Pfarreien sind die Spenden erfreulicherweise sogar gestiegen. Gerne verweist die Aktion auch auf die wachsende Zahl von Helfern und geschätzt 4000 Geldspender, welche damit über 10 000 Bedürftigen beistehen.

Anzeige

Allein über 200 Jugendliche arbeiteten an zwei Samstagen im Zentrallager in Kienberg, um die enorme Menge an Hilfsgütern auf sieben Sattelzüge zu verladen und etwa 13 000 Pakete für weitere Transporte einzulagern. Hinzu kommen noch Hunderte von Helfern von den kirchlichen Gruppen wie Landjugend, Katholische Frauengemeinschaften und Frauenbund, Kolpingfamilien, KAB, KJG, Burschenvereine, Pfadfinder, Jugend 2000, Landvolk sowie den Pfarrgemeinderäten.

Nur punktuell seien auch einige der zahlreichen Sonderaktionen genannt: An der Realschule Marquartstein gaben die Schüler 60 Bananenkisten gefüllt mit Lebensmitteln und einen beachtlichen Geldbetrag. Auch die Einwohner einer Pflegeeinrichtung in Nußdorf überreichten einen Scheck über 1000 Euro sowie 40 Weihnachtspakete. Hinzu kamen beispielsweise noch Hunderte liebevoll verpackte Geschenkpakete von der Volksschule Siegsdorf.

Mit den Spenden konnte und kann Tausenden von Familien geholfen werden. Unter anderem erhielten arme Bauern in Bosnien Kühe, Schafe, Schweine und Saatgut im Wert von 10 000 Euro. Drei weitere Studentinnen aus Albanien werden nun regelmäßig jeweils 100 Euro monatlich für ihre Ausbildung erhalten. Pfarrer Ludwig Westermeier aus Kirchanschöring wird im Sommer mit einer Gruppe von Buben am wichtigen Hausbau-Projekt für arme Familien in den Bergen Nordalbaniens mitarbeiten. Hinzu kommen viele Firm- und Landjugendgruppen aus der Region sowie ein treues »Rentnerteam«, die wöchentlich etwa zehn Tonnen Hilfsgüter auf den Weg bringen. Groß war und ist erneut die Freude bei den Menschen auf dem Balkan. Das ganze Jahr über wird somit weiter die tägliche Verteilung von warmen Mahlzeiten in den Armenküchen der Caritas von Zagreb, Pristina und Sarajevo möglich sein. Auch Sozialeinrichtungen wie Krankenhäuser, Behinderten- und Altenheime sind weiterhin die Zieladressen.