weather-image
23°

22-Jähriger warf Mann Messer ins Gesicht

0.0
0.0

Traunstein. Ein 22-jähriger Mann musste sich wegen mehrerer aggressiver Vorfälle in einem sozialtherapeutischen Heim vor dem Landgericht Traunstein verantworten. Richter Dr. Jürgen Zenkel verurteilte den Heiminsassen wegen zweifacher gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung, Bedrohung und Sachbeschädigung zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten und Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus, setzte aber beides zur Bewährung aus. Lässt sich der Angeklagte in den nächsten drei Jahren nichts zu Schulden kommen, sind Strafe und Unterbringung erledigt. Das Urteil deckte sich mit dem Schlussantrag der Staatsanwältin.


Der erste Vorfall ereignete sich am 22. Februar 2013 gegen 18 Uhr. Der 22-Jährige warf einem anderen Mann ein Messer ins Gesicht und beleidigte ihn mit »Hurensohn«. Das Opfer trug Blutergüsse und drei Wunden im Gesicht davon.

Anzeige

Schauplatz der nächsten Attacke am 12. März 2013 gegen Mittag war der Raucherraum des Heims. Diesmal bekam der Geschädigte einen Faustschlag auf den Kopf. Einen geworfenen Stuhl konnte der Angegriffene mit der Hand abwehren, nicht jedoch den folgenden Schlag mit einem Klappstuhl. Die Folgen: Prellungen des Schädels, des seitlichen Körpers und eines Daumens sowie Kopfschmerzen. Während der tätlichen Auseinandersetzung bekam das Opfer noch zu hören: »Ich steche dich mit dem Messer ab, wenn ich dir irgendwo begegne.« Letzter Anklagepunkt – wegen einer Sachbeschädigung – war ein Kleiderschrank, den der 22-Jährige am 18. Mai 2013 demolierte. kd