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22 500 Euro für bedürftige Kinder gesammelt

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Sehr gut angenommen wurde bei der Unicef-Spendengala in Ising auch die Tombola mit 150 hochwertigen Preisen. Auch Festredner Dr. Claus Kleber (links) sicherte sich einige Lose. Der Gesamterlös des Abends kommt der Unicef-Kampagne »Letzte Chance für eine Kindheit« zugute. (Foto: Müller)

Chieming – Ein großer Erfolg war die vierte Unicef-Spendengala in der Festhalle auf Gut Ising. Als Festredner kam in diesem Jahr ZDF-Moderator und Unicef-Repräsentant Dr. Claus Kleber. Insgesamt kamen 22 500 Euro an Spendengeldern für das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen zusammen. Der Erlös der Gala aus Eintrittspreis, Tombola und Spenden geht in diesem Jahr an die Unicef-Kampagne »Letzte Chance für eine Kindheit«, die bedürftige Kinder in Syrien und im Südsudan unterstützt.


Von einer Rekordteilnehmerzahl sprach eingangs Hoteldirektor Christoph Leinberger. »Es freut mich riesig, dass 160 Gäste gekommen sind, um mit uns diesen Abend zu teilen.« Derzeit gebe es weltweit viele Krisenherde, in die hilflose Kinder hineingezogen werden. Umso wichtiger sei es, dass man diese Spendengala gemeinsam mit der in Prien ansässigen Unicef-Arbeitsgruppe Süd-Ost-Bayern zum vierten Mal ausrichten dürfe, so Leinberger.

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Jedes Kind hat das Recht auf eine Kindheit

»Letzte Chance für eine Kindheit – diese Unicef-Kampagne, an die alle Spenden dieses Abends fließen, soll uns erinnern, wie kostbar Kindheit ist«, so Moderatorin Anna Fritsche von Unicef Süd-Ost-Bayern. »Jedes Kind hat ein Recht darauf, Kind sein zu dürfen. Wir müssen dafür sorgen, dass Kinder Schutz, Geborgenheit und vor allem Hilfe erfahren, dass sie zur Schule gehen können, um überhaupt eine Chance auf Zukunft zu haben«, appellierte Fritsche.

Flüchtlingskinder seien ganz besonders verletzlich. In Syrien und im Südsudan mache Unicef Notschulen möglich, baue Zeltschulen, stelle Online-Selbstlernprogramme zur Verfügung, betreue Sportangebote und suche nach geschützten Orten, wo Kinder malen oder spielen könnten, um einen einigermaßen normalen Alltag zu erfahren. »Unicef kann nur helfen, wenn wir helfen, mit unserer Stimme und mit unserer Spende«, appellierte Fritsche an die Gäste und diese kamen ihrem Wunsch gerne nach. Dass der Spendentopf gut gefüllt wurde, dafür sorgte auch die Tombola mit 150 hochwertigen Preisen.

Über ihren fünftägigen Besuch Mitte Oktober im Nordirak berichtete die stellvertretende Vorsitzende von Unicef Deutschland, Claudia Graus, im Gespräch mit Fritsche. Kurz vor ihrer Landung am Flughafen in Erbil habe die Offensive zur Rückeroberung der vom IS besetzten, 40 Kilometer vom großen Auffanglager entfernten Stadt Mossul begonnen. Ein besonderes Augenmerk lege man darauf, sogenannte »Child Friendly Places« zu errichten. Derzeit sei man gerüstet 200 000 Menschen mit dem Notwendigsten zu versorgen. »Ende des Jahres werden wir 350 000 Menschen verpflegen können«, betonte Graus und stellte klar: »Nur wenn wir vor Ort helfen können, werden die Flüchtlinge sich nicht auf Schlepper einlassen und den gefährlichen Weg über das Mittelmeer wagen.«

Kleber zu US-Wahl: »Habe Angst vor dem 9. November«

Mit Spannung erwartet wurden die Ausführungen des ZDF-Moderators und früheren USA-Korrespondenten Claus Kleber, der vor der US-Präsidentenwahl besondere Einblicke in den selbst für amerikanische Verhältnisse skurrilen Wahlkampf zwischen dem Republikaner Donald Trump und der Demokratin Hillary Clinton gab.

»Ich habe nicht Angst vor dem Wahltag am 8. November, sondern vor dem 9. November, und dass Amerika in eine Krise gerät, die das ganze Land lahmlegt«, meinte Kleber. Deutschland alleine und das uneinige Europa seien leider zu schwach, um ein größerer Faktor in der Welt zu sein. Am Ende ließ er sich dann doch noch eine vollmundige Wahlprognose entlocken: »Ich würde mein ganzes Vermögen auf Hillary setzen«, um sogleich hinterherzuschieben: »Aber ich habe kein gutes Bauchgefühl dabei.«

Für die passende Musik sorgte eingangs der junge Saxofonist Leonardo Sternkopf. Zu späterer Stunde heizte dann »DJ Schubi« ein. Nach dem Genuss des Festmenüs zog es einige Gäste auf die Tanzfläche oder an die Bar, wo man auch noch ein paar Worte mit Claus Kleber wechseln konnte. mmü

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