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217 Lebensretter vom Roten Kreuz ausgezeichnet

217 treue Blutspender erhielten jetzt in Simbach am Inn die Ehrenplakette des Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes. So spendete der Traunreuter Winfried Jung bereits 125 Mal Blut, Eva Jauernig aus Taching am See, Johann Oellerer aus Petting, Ferdinand Lindner, Hans-Erich Jahn und Helmut Greim aus Teisendorf 100 Mal sowie Mathilde Raffke und Stefan Genghammer aus Übersee, Josef Christl aus Siegsdorf, Michael Harrecker aus Waging am See und Konrad Rosenegger aus Bergen 75 Mal.

Treue Blutspender aus dem Landkreis Traunstein zeichnete der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes jetzt in Simbach am Inn aus. Sie hatten bereits 75, 100 oder gar 125 Mal Blut gespendet und damit Leben gerettet. Dafür erhielten sie je eine Urkunde und die Ehrenplakette des Blutspendedienstes.

Vier bis sechs Liter Blut hat ein Mensch im Durchschnitt. Wenn dem Körper bei der Blutspende ein halber Liter davon entzogen wird, ist das kein Problem – der menschliche Organismus ist in der Lage, diese Menge in wenigen Tagen wieder herzustellen, so der Blutspendedienst. Bei Unfällen, gerade im Straßenverkehr, verlieren Menschen allerdings oft mehr, als der eigene Körper kurzfristig regenerieren kann. »Die kritische Menge Blutverlust liegt bei etwa zwei Litern«, so Dr. Franz Weinauer, vom Bayerischen Blutspendedienst (BSD). Dann kann nur noch das Blut von Spendern das Leben retten.

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Statistisch gesehen wird das meiste Blut inzwischen zur Behandlung von Krebspatienten benötigt. Es folgen Erkrankungen des Herzens, Magen- und Darmkrankheiten, dann erst Sport- und Verkehrsunfälle. In Bayern hat das Blutspenden Tradition.

Zwischen 75 und 150 Mal haben die 217 Geehrten aus den Landkreisen Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf, Altötting, Rottal-Inn, Cham, Deggendorf, Dingolfing-Landau, Freyung-Grafenau, Landshut, Passau, Regen und Straubing-Bogen gespendet. Für dieses Engagement erhielten sie in Simbach am Inn von Staatssekretär Bernd Sibler, dem Vizepräsidenten des Roten Kreuzes, die Ehrenplakette des Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes verliehen.

»Da man Blut heute immer noch nicht künstlich herstellen kann, ist unser Gesundheitssystem auf regelmäßige Blutspenden angewiesen«, sagt Sibler. »Ich freue mich, dass wir Menschen in unserer Mitte haben, die ihr Blut selbstlos immer wieder für andere zur Verfügung stellen.«

»Der technische und der medizinische Fortschritt machen es heute glücklicherweise möglich, dass beispielsweise nach schweren Unfällen immer mehr Menschen überleben können. Doch gerade für die großen Operationen braucht es auch die entsprechenden Mengen an Spenderblut. Deshalb ist die Blutspende wohl eines der wichtigsten Geschenke, das ein Mensch seinen Mitmenschen machen kann«, so Edeltraud Plattner, Stellvertretende Landrätin des Landkreises Rottal-Inn.

Pro Jahr werden weltweit etwa 75 Millionen Blutspenden benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten geholfen werden. Blutspenden kann jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 68 Jahren. Blutspenden in höherem Alter sind nach individueller Entscheidung der Ärzte des BRK Blutspendedienstes möglich. Frauen können viermal, Männer sogar sechsmal innerhalb eines Jahres Blut spenden.