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2019 gibt es in Unterwössen wieder ein Seeräuberspiel

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Die Vorfreude ist wieder da auf ein Wössner Seeräuberspiel am 2. März 2019. Diese Erfahrung machten die Mitglieder des Seeräubervereins, als sie sich am Festzug des Gautrachtenfests im vergangenen Jahr beteiligten (unser Bild).

Unterwössen – Einen ersten Vorgeschmack auf das eigene Seeräuberspiel 2019 erlebten die Mitglieder des Vereins »Traditionelles Wössner Seeräuberspiel« mit ihrer Beteiligung am Festsonntag beim Gautrachtenfest 2016.


Diese Erfahrung zeige, so der Vorsitzende der Seeräuber, Michael Frank, in der Jahreshauptversammlung des Vereins, dass Vorfreude und Erwartung steigen.

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Es habe einige neue Mitspieler beim Gaufestauftritt gegeben, blickte der Vorstand in seinem Jahresbericht zurück. »Wenig verwunderlich«, so schmunzelt er, »dass die Neuen schnell integriert wurden, sehr verwunderlich, dass diese sich schneller in die Schritte der Seeräubertänze hinein fanden als manch gestandener Seeräuber.« Jedenfalls arbeiteten die Seeräuber im Vorjahr in vielen Proben auf das Gautrachtenfest hin.

Auftritt hat viel Aufsehen verursacht

Parallel wurden die Gewänder auf den neuesten Stand gebracht, das Seeräuberschiff für den Umzug vorbereitet. Am Festsonntag starteten die Seeräuber mit ihrem – von zwei Pferden gezogenen – Schiff im Gaufestumzug, begleitet von Vorstandschaft, Seeräubern, Chinesen und Lanzenträgern. Ihr Auftritt habe Aufsehen erregt, erinnerte sich Frank. Gerade von Feriengästen sei er im Anschluss mehrfach angesprochen worden. Viele kannten den Unterwössner Brauch nicht und waren begeistert.

Die Seeräuber sahen es als Erlebnis, bei der Wessner Aufnacht, der Jubiläumsveranstaltung des Trachtenvereins im Gaufest, dabei zu sein, so Frank weiter. Sie führten beim Festabend kurze Tänze der Chinesen und Seeräuber auf, die mit dem Reifenschwinger hoch auf den Schultern der Tänzer endeten. Michael Frank freute es, dass Szenen davon im Film von der Wessner Aufnacht enthalten sind.

Außer den regelmäßigen Positionen beinhaltete der Kassenbericht von Peter Aberger nur die Kosten für die Beteiligung am Gautrachtenfest. Michael Frank verwies vor diesem Hintergrund auf bestehende Rücklagen, die die ersten Ausgaben in Hinblick für 2019 decken. Der Verein plant in Vorbereitung auf das Fest, verstärkt nach neuen Mitgliedern und Förderern zu suchen, um den Verein für das Fest finanziell auf eine solide Grundlage zu stellen.

Seeräubergruppen bestimmten Sprecher

Nach nunmehr drei Jahren stand die gesamte Vorstandschaft zur Neuwahl, mit Ausnahme der Gruppensprecher, die die Seeräubergruppen selbst wählen. Sprecher der Gruppe Seeräuber ist Martin Schlaipfer, der Chinesen Elke Gläser, Michael Weikl und Harald Leuhuber. Bei den Zigeunern ist es Annette Ackermann bei den Rettenburgern Christina Aberger. Für die Landsknechte spricht Anton Greimel, Hans-Michael Heser für das fahrende Volk. Die neue Vorstandschaft wird die Vorbereitungen und das Seeräuberfest 2019 verantworten.

Unter Leitung von Bürgermeister Ludwig Entfellner wurde auch Vorsitzender Michael Frank wiedergewählt. Das Amt seines Stellvertreters bleibt frei, es soll nach Bedarf in der Festvorbereitung besetzt werden. Peter Aberger tritt in die zweite Reihe zurück und übernimmt dort das Amt des zweiten Kassiers von Hans-Peter Schlagbauer. Kassierin ist an seiner Stelle Susanne Ettenberger. Schriftführer bleibt Michael Schatzl, für die Pressearbeit ist weiterhin Thomas Döllerer zuständig. Ausschussmitglieder sind Stephanie Dewitz sowie Bernhard und Anton Greimel. Wie zuvor prüfen Hans Haslreiter und Hans Michael Heser die Kasse.

Der Termin für das nächste Seeräuberspiel steht auch fest: Es wird am Faschingssamstag, 2. März 2019, stattfinden. Michael Frank blickte voraus auf eine umfangreiche Wartung des Seeräuberschiffs. Die Seeräuber werden Gewänder, Hüte und Zubehör aufwändig richten. Heuer soll endlich das, seit langem geplante, Grillfest der Chinesen und Seeräuber stattfinden. Der Verein beteiligt sich außerdem an den Kosten für eine Bühne in der ehemaligen Schwimmhalle des Alten Bades.

Bürgermeister Entfellner: Aushängeschild für den Ort

Bürgermeister Ludwig Entfellner sah den Seeräuberverein als ein Aushängeschild für den Ort und den Fremdenverkehr. Er bedankte sich ausdrücklich für den Zuschuss für die Bühne im Alten Bad. Das zeige die enge Verbundenheit der Vereine zu ihrem Dorf.

Der Vorstand des Trachtenvereins »D' Achentaler«, Otto Dufter, lobte die Seeräuber für die Beteiligung am Gautrachtenfest. »Wer den Film sieht, weiß, wie grimmig das war«, erinnerte sich Dufter. Im Gegenzug machte er die Zusage, dass der Trachtenverein die Seeräuber bei ihrem großen Fest mit Rat und Tat unterstützt. lukk