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2012 wurden mehr Straftaten verübt

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Traunstein. 2900 Straftaten gab es im vergangenen Jahr im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Traunstein. Im Vergleich zu 2011 stellt dies einen Anstieg von 490 Fällen (20,3 Prozent) dar. Dies geht aus der polizeilichen Kriminalstatistik hervor.


Bei den 2900 Delikten sind auch diejenigen enthalten, die von der Polizeiinspektion Fahndung und der Verkehrspolizeiinspektion bei der Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität aufgedeckt wurden. Der Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Traunstein umfasst die Große Kreisstadt sowie die Gemeinden Siegsdorf, Surberg, Bergen, Grabenstätt, Vachendorf, Nußdorf und Chieming mit einer Fläche von 268 Quadratkilometern und fast 48 000 Einwohnern.

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Von den 2900 Straftaten konnten 1955 aufgeklärt werden. Die Aufklärungsquote liegt laut Statistik damit bei 67,4 Prozent – und damit deutlich über der Quote von 2011 (65,3 Prozent). Sie ist auch um 4,2 Prozent besser als der Landesschnitt (63,2 Prozent).

Im vergangenen Jahr wurden 1638 Tatverdächtige ermittelt. Davon waren 1252 Täter männlich und 386 weiblich. Die Polizei ermittelte im vorigen Jahr gegen 179 Personen, die unter 18 Jahre alt waren. Von Kindern und Jugendlichen werden vorwiegend Straftaten wie Diebstahl (56 Tatverdächtige), Körperverletzung (29 Tatverdächtige) und Sachbeschädigung (35 Tatverdächtige) begangen, teilte die Polizei mit.

Rund ein Fünftel aller registrierten Straftaten (22,7 Prozent oder 658 Fälle) betrifft den Deliktsbereich Diebstahl. Darin enthalten sind auch 107 Fälle von Ladendiebstahl. Bei diesen ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (80 Fälle) eine Steigerung von 33,8 Prozent zu verzeichnen. Die Wohnungseinbrüche blieben mit neun Fällen auf einem niedrigem Niveau.

Die Anzahl der registrierten Fahrraddiebstähle erhöhte sich von 77 im Jahr 2011 auf 84 im vergangenen Jahr. Die Aufklärungsquote ist mit 9,5 Prozent äußerst gering. 670 Fälle (23,1 Prozent) sind Vermögens- und Fälschungsdelikte. Dabei handelt es sich zu einem hohen Prozentsatz (48 Prozent oder 324 Fälle) um Delikte im Bereich Warenbetrug oder Warenkreditbetrug, die hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Internet begangen werden, betonte die Polizei.

Unter dem Begriff Rohheitsdelikte werden in der Kriminalstatistik Straftaten wie Raub, Körperverletzung, Bedrohung, Nötigung, Freiheitsberaubung und Nachstellung geführt. Im vergangenen Jahr mussten 429 solcher Straftaten verzeichnet werden. Dies entspricht einem Anstieg um 70 Fälle (19,5 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr. Den größten Teil nehmen dabei die Körperverletzungen mit 298 Fällen ein. Im Vergleich zum Vorjahr (254 Fälle) entspricht dies einer Steigerung von 17,3 Prozent. Erfreulich ist dabei die hohe Aufklärungsquote von 91,3 Prozent, betonte die Polizei.

Eine massive Steigerung ist bei den Sachbeschädigungen zu verzeichnen. Im vorigen Jahr gab es in diesem Bereich 298 Fälle. Das waren im Vergleich zu 2011 gleich 117 Fälle mehr. Da sich diese Taten zumeist im Schutz der Dunkelheit ereignen und oftmals erst am nächsten Tag bei Tageslicht festgestellt werden, ist die Aufklärungsquote mit 21,5 Prozent sehr gering.

Die Anzahl der festgestellten Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz hat sich im Vergleich zu 2011 (103 Fälle) erhöht. Im vorigen Jahr registrierte die Polizei 142 Taten.