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2012 gab es weniger Verkehrstote

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2012 gab es wieder mehr Unfälle – und zwar 35 299. Dies sind 4,6 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor, da registrierte die Polizei 33 736 Unfälle. Erfreulich ist aber, dass die Zahl der Verkehrstoten rückläufig ist: 119 Menschen starben 2011 bei Unfällen, im vergangenen Jahr waren es 97 (minus 18,5 Prozent).


Das geht aus der Verkehrsunfallbilanz des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd hervor. Der Zuständigkeitsbereich des Präsidiums umfasst die kreisfreie Stadt Rosenheim sowie die neun Landkreise Traunstein, Rosenheim, Miesbach, Berchtesgadener Land, Altötting, Mühldorf, Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen. Zudem müssen die Beamten im Bereich der Stadt und des Landkreises München 50 Autobahnkilometer betreuen.

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Im vergangenen Jahr gab es deutlich mehr Kleinunfälle. Die Zahl stieg im Vergleich zu 2011 von 18 009 auf 19 177 (plus 6,5 Prozent). Davon waren 6332 Wildunfälle (Vorjahr 5792; plus 9,3 Prozent). Auch bei den schwerwiegenden Unfällen mit Sachschaden gab es eine Steigerung von 9767 auf 10 270 (plus 5,1 Prozent).

Weniger Personen wurden verletzt

Erfreulich ist, dass die Verkehrsunfälle, bei denen Personen verletzt wurden, um 1,8 Prozent zurückgingen – und zwar von 5960 auf 5852. Damit sank auch die Zahl der Verletzten um 1,3 Prozent – und zwar von 8006 auf 7902.

Die Polizeistatistik weist auch die genaue Entwicklung im Bereich der Alkoholunfälle auf. Im Vergleich zum Vorjahr stellten die Beamten einen Rückgang von 641 auf 573 Unfälle (minus 10,6 Prozent) fest. Damit wurde in diesem Bereich der rückläufige Trend der vergangenen zehn Jahre fortgesetzt. Allerdings gibt es in diesem Bereich eine Zunahme der Verletzten von 327 auf 354 (plus 8,3 Prozent). Bei Alkoholfahrten kamen 2012 elf Menschen ums Leben, ein Jahr zuvor waren es 14 (minus 21,4 Prozent).

Um 4,9 Prozent sind die Unfälle, bei denen die Fahrer zu schnell unterwegs waren, gestiegen. Es krachte 2954 Mal, ein Jahr zuvor waren es noch 2816 Unfälle. Die Zahl der verletzten Verkehrsteilnehmer blieb hingegen nahezu gleich, hier gab es lediglich einen Anstieg um 0,6 Prozent von 1545 auf 1555. Positives konnte die Polizei aber auch melden: Die Zahl der Toten verringert sich in diesem Bereich von 46 auf 29 (minus 37 Prozent). Allerdings nimmt die Unfallursache »Geschwindigkeit« bei den Verkehrstoten mit nahezu einem Drittel den Spitzenplatz ein.

Die Polizei registrierte bei den Unfällen, bei denen sich die Verursacher unerlaubt vom Unfallort entfernten, einen leichten Anstieg von 6893 auf 7250 (plus 5,2 Prozent). Die Beamten konnten hierbei aber auch deutliche Erfolge aufweisen: Denn die Zahl der geklärten Fälle stieg um 8,7 Prozent von 2629 auf 2858 Fälle. Damit erhöhte sich die Aufklärungsquote von 38,1 Prozent auf 39,4 Prozent.

Zahl der Unfälle mit Radfahrern ist gestiegen

Die Zahl der bei den Unfällen beteiligten Radfahrer erhöhte sich von 1744 auf 1815 (plus 4,1 Prozent). Nahezu gleich blieb dabei die Zahl der verletzten Personen, hier gab es einen leichten Anstieg von 1522 auf 1577 (plus 3,6 Prozent). Die Anzahl der getöteten Radfahrer ist im Vergleich zu 2011 von 17 auf 12 (minus 29,4 Prozent) deutlich zurückgegangen.

Bei der Anzahl der bei den Unfällen beteiligten motorisierten Zweiräder ergab sich eine Abnahme um 8,2 Prozent – von 1171 auf 1075. Ebenfalls zurückgegangen ist dabei die Zahl der Verletzten von 1023 auf 922 (minus 9,9 Prozent). Mehr Motorradfahrer kamen jedoch bei den Unfällen ums Leben – und zwar stieg die Zahl von 20 auf 24 (plus 20 Prozent). Hauptunfallursache in diesem Bereich ist nach wie vor nicht angepasste beziehungsweise überhöhte Geschwindigkeit.

Einen Anstieg verzeichnete die Polizei auch bei den Schulwegunfällen. Im vergangenen Jahr gab es 79, das Jahr zuvor waren es 70 (plus 12,9 Prozent). Es wurden dabei 92 Schüler verletzt, das waren 12,2 Prozent mehr als noch 2011, in diesem Jahr wurden 82 Schüler verletzt. Die Verletzungen waren jedoch meist leichterer Art, teilt die Polizei mit. Zudem kam kein Schüler ums Leben.

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd wird auch in diesem Jahr auf Grundlage der neuen Verkehrssicherheitsaktion des Bayerischen Staatsministeriums des Innern »Bayern mobil – Sicher ans Ziel« gezielt Kontrollen durchführen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei in den Bereichen Geschwindigkeit, Alkohol und Drogen sowie die Einhaltung der Verkehrsvorschriften.

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