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200 Blasmusikanten stimmten gemeinsam an

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Bläserklänge aus über 200 Instrumenten am Dorfplatz: Einen imposanten Klangkörper bildeten die Kapellen aus Traunwalchen, Chieming, Nußdorf und Traunreut. (Fotos: Rasch)

Traunreut – Mit einem großartigen Schlusspunkt ist gestern das viertägige Blasmusikfest anlässlich des 40-Jahr-Jubiläums der Blaskapelle Traunwalchen zu Ende gegangen.


Den Festgottesdienst in der voll besetzten Pfarrkirche gestaltete die Gastgeberkapelle mit feierlichen Bläserklängen, ehe im Anschluss daran über 200 Musikanten am Dorfplatz gemeinsam ihre Instrumente erklingen ließen.

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Den leichten Regenschauer beim Festzug nahm Schirmherr Peter Ramsauer auf seine Kappe. »Die Spritzer sind ein paar Ausrutscher des Schirmherrn«, entschuldigte sich Ramsauer.

Ramsauer, selbst seit 40 Jahren Mitglied im Blaskapellenverein, fand in seiner kurzen und prägnanten Festrede wohlwollende Worte für die Jubelkapelle. Die Blaskapelle Traunwalchen sei eine hochrespektierte Kapelle mit einer großartigen Substanz, lobte der Schirmherr. »Eine solche Kapelle muss man suchen.«

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Dabei von nur einer Kapelle zu sprechen sei nicht genug. Sie verfüge über einen riesigen Kader, aus dem sich jederzeit drei oder vier Spitzenkapellen herauskristallisieren. »Darauf kann man stolz sein.« Respekt und Hochachtung zollte er auch den Mitstreitern, denen es vor über 40 Jahren gelungen sei, eine Blaskapelle auf die Beine zu stellen.

Es sei ein Glücksfall gewesen, dass der damalige Musikschullehrer Franz Jaksch vor über vier Jahrzehnten mit Georg Angerer und Manfred Hausotter zwei wichtige Leute dafür anheuern konnte. Ein bestes Beispiel für eine gelungene Integration in Traunwalchen, so Ramsauer. Vorausblickend in die Zukunft erklärte er: »Die Blaskapelle hat 40 tolle und erfolgreiche Jahre hinter sich und zehn Jahre vor sich.

Die Blaskapelle Traunwalchen begleite seit langer Zeit das kulturelle Leben in Traunwalchen und in der Stadt Traunreut, sagte Bürgermeister Klaus Ritter. Vereine, wie die Blaskapelle, seien von tragender Bedeutung. Ohne sie wäre die Gesellschaft um ein vieles ärmer. Auch das Stadtoberhaupt lobte das Engagement der Gründungsväter und bedankte sich mit einem Geschenk insbesondere beim Ehrenvorsitzenden Engelbert Schroll, Johann Schroll, Erwin Geppert und Georg Angerer. Angerer, der von Beginn an die Kapelle leitet, gab den Dank an die Stadt zurück. Es sei ein wichtiges Zeichen, dass man von der Stadt Anerkennung bekomme, ohne die es schwer wäre, eine solche Kapelle aufzubauen.

Der Festsonntag begann mit einem gemeinsamen Weißwurstfrühstück sowie Kaffee und Kuchen auf dem Festgelände im Traunwalchner Steinbruch. Von dort marschierte der Kirchenzug zur Pfarrkirche, in der ein festlicher Gottesdienst stattfand.

Im Anschluss an den Gottesdienst versammelten sich die 85-köpfige Jubelkapelle und die Kapellen aus Chieming, Nußdorf und Traunreut auf dem Dorfplatz zu einem mächtigen und von den Zuhörern umjubelten »Geburtstagsständchen«, ehe sich der Festzug durch das Dorf in Richtung Festgelände auf den Weg machte.

Viele Traunwalchner hatten sich dem Zug angeschlossen, darunter die Fahnenabordnungen und zahlreiche Ortsvereine. Ein imposantes Bild gaben auch die Gebirgsschützen aus Traunstein ab. Eine 20-köpfige Abordnung machte der Jubelkapelle seine Aufwartung. Die Blaskapelle Traunwalchen ist seit vielen Jahren auch Musikzug der Gebirgsschützenkompanie Traunstein. »Die Kapelle begleitet uns seit über 20 Jahren und es gibt koa bessere«, sagte der Chronist Alfred Neumaier. ga

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Die Festkapelle mit Chefdirigent Georg Angerer führte den Festzug durch das Dorf an.
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Auch die Gebirgsschützenkompanie Traunstein machte der Musikkapelle Traunwalchen – seinem Musikzug – die Aufwartung.