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20 weitere Asylbewerber für Inzell

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Im Gasthof Fantenberg in Inzell werden künftig 20 Asylbewerber untergebracht. (Foto: Bauregger)

Inzell. In Inzell werden in Kürze 20 weitere Asylbewerber untergebracht – und zwar im Gasthof Fantenberg. Das gab Bürgermeister Martin Hobmaier in der jüngsten Gemeinderatssitzung bekannt. Damit stemmt Inzell mit insgesamt 70 Plätzen allein zehn Prozent der Landkreisquote.


Hobmaier berichtete, dass die Gaststätte – wie das ehemalige Hotel Berghof – nun in eine Asylbewerberunterkunft umfunktioniert werde. Der Bürgermeister möchte diese Entwicklung zum Anlass nehmen, um ein Gespräch mit Landrat Hermann Steinmaßl und den Sachbearbeitern am Landratsamt zu suchen. Er möchte dabei auf die überproportionale Lastenverteilung auf den Süden des Landkreises hinweisen.

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Ausführlich informierte der Bürgermeister die Gemeinderäte danach über die Ergebnisse der frühzeitigen Bürger- und Behördenbeteiligung zur 19. Änderung des Flächennutzungsplans »Staufenweg – Hüttenreitersiedlung«. Die Planungen lagen über einen Montag zur Einsichtnahme durch die Bürger aus. Es kamen aber keine Einwände.

Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) forderte die Gemeinde hingegen auf, im Rahmen einer Umweltprüfung die Bodenfunktionen zu bewerten und besonderes Augenmerk auf den Erhalt und den Schutz von Mutterboden zu richten. Eine Änderung am Umweltbericht sieht die Gemeinde allerdings als nicht erforderlich an.

Die Handwerkskammer sähe statt eines »Reinen Wohngebietes« lieber ein »Allgemeines Wohngebiet«, um die wohnortnahe Versorgungsstruktur nicht zu behindern. Diese Struktur soll nach dem Empfinden der Gemeinde allerdings auf das Ortszentrum konzentriert und nicht für Ortsrandlagen gesichert werden. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bedauert in erster Linie den Verlust von landwirtschaftlicher Nutzfläche. Das Landratsamt Traunstein wiederum fordert für das geplante »Reine Wohngebiet« eine Prüfung der Immission, die von den Wohnmobilplätzen am angrenzenden Campingplatz ausgeht.

Umbau von Kellerlokal befürwortet

Dieser Forderung und die Forderung des Wasserwirtschaftsamtes, Schutzmaßnahmen vor wild abfließendem Niederschlagswasser zu prüfen, soll im Rahmen des noch aufzustellenden Bebauungsplanes berücksichtigt werden. Da sich aus allen Stellungnahmen keine Notwendigkeit zur Planüberarbeitung oder -ergänzung ergibt, wird das Verfahren nach Zustimmung des Gemeinderates mit der öffentlichen Auslegung fortgesetzt.

Ohne Gegenstimme befürwortete der Gemeinderat einen Bauantrag auf Umbau eines Kellerlokals in eine 180 Quadratmeter große Wohnung. Auf Anregung einiger Gemeinderäte soll aber auf die eventuell zu erwartende Belastung durch Feuchtigkeit in den Kellerräumen und Immissionen, welche von den Lokalen in der Nachbarschaft ausgehen könnten, explizit hingewiesen werden. Zudem muss der Nachweis über die vorgeschriebenen Stellplätze erbracht werden.

Der Gemeinderat stimmte zudem einstimmig zu, die Festlegungen zur Wahlwerbung der Parteien vom 19. Juni 1998 auch für die bevorstehende Kommunalwahl am 16. März zu übernehmen. Der Bauhof wird die Anschlagflächen an mehreren Standorten in der Gemeinde in der nächsten Woche aufbauen. wb